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		<title>Adolf Hitler, der unmittelbar allgemeine Deutsche  Über die barbarische Dialektik der Souveränität</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 12:13:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Donnerstag, 26. September 2013, 20:00 Uhr, Druckluft, Oberhausen Eintritt frei JOACHIM BRUHN (ISF Freiburg) In Deutschland wird Hitler als Gegenstand der Geschichtswissenschaft verdrängt, als verlorene Utopie betrauert oder als Bildungserlebnis staatstragender Demokraten gefeiert. Aber gerade als der tobende Teppichbeißer und &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=1049">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 26. September 2013, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>JOACHIM BRUHN (ISF Freiburg)</p>
<p>In Deutschland wird Hitler als Gegenstand der Geschichtswissenschaft verdrängt, als verlorene Utopie betrauert oder als Bildungserlebnis staatstragender Demokraten gefeiert. Aber gerade als der tobende Teppichbeißer und manische Charismatiker, als den die Historiker ihn dem staunenden Publikum vorführen, ist Hitler doch zu allererst Anlaß zur Staatskritik, zur Reflektion auf das barbarische Potential der kapitalen Souveränität, die den nazistischen »Antisemitismus der Vernunft« entband. Der Begriff des Nationalsozialismus ist demnach, wie ihn auch der Materialist Johann Georg Elser praktisch zu fassen suchte, in der Perspektive zu entwickeln, daß Hitler als Erscheinung des allgemeinen Deutschen, als der Souverän, hinter den Staatsapparaten hervortrat und als Person unmittelbar alles, was deutsch ist, verkörperte. Darin konvergieren die materialistische Kritik der politischen Ökonomie und gewisse Einsichten der Psychiatrie, denn eine barbarische Gesellschaft kann nur von einem Funktionär repräsentiert und ausagiert werden, der seiner psychischen Konstitution zufolge nichts anderes ist als eben: die negative Aufhebung des Subjekts im Individuum selbst, d.h. ein Barbar sondergleichen. Liest man ›<em>Mein Kampf</em>‹ nicht nur als die ultimative Offenbarung aller in Deutschland definitiv nur möglichen Staatsphilosophie, sondern, was gar kein Widerspruch ist, zugleich als das Dokument einer psychischen Krankheit (wie es der Emmendinger Psychiater Wolfgang Treher in seinem fulminanten Buch <a href="http://www.oknos.de/" target="_blank">›<em>Hitler, Steiner, Schreber – Gäste aus einer anderen Welt</em>‹</a> gezeigt hat) und, genauer, als das Protokoll einer seelischen Katastrophe, die das Ich, das internalisierte Subjekt, zerstört hat, und in Schizophrenie eskaliert, wird deutlich, was sich die Deutschen von heute mit der billigen, rationalistischen Deutung Hitlers als eines strategisch-ausgebufften, leider aber größenwahnsinnigen Machiavelli so vom Halse schaffen wollen, daß sie es für immer als ihr ursprüngliches Eigentum behalten können.</p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<title>Die jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in den USA und ihr Kampf gegen NS-Faschismus und Holocaust</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 18:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Donnerstag, 11. April 2013, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei MARTIN SCHMITT (Münster) Filmvorführung mit einem einleitenden Vortrag und anschließender Diskussion Als Hitler 1933 an die Macht kam, nahm kaum jemand die Gefahren ernst, die vom Antisemitismus &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=1012">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 11. April 2013, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>MARTIN SCHMITT (Münster)<br />
Filmvorführung mit einem einleitenden Vortrag und anschließender Diskussion</p>
<p>Als Hitler 1933 an die Macht kam, nahm kaum jemand die Gefahren ernst, die vom Antisemitismus der Nazis ausgingen – weder innerhalb noch außerhalb Europas. Anders die stark durch osteuropäische Einwanderer geprägte jüdische Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in New York City: Mit Demonstrationen und Kundgebungen, Aktionen und Kampagnen wurde versucht, die amerikanische Öffentlichkeit über die Vorgänge in Deutschland zu informieren, gegen die einsetzende antisemitische Ausgrenzung und Verfolgung zu protestieren und insbesondere die amerikanische Arbeiterschaft zur aktiven Unterstützung des antifaschistischen Kampfes zu motivieren. Verschiedene gewerkschaftliche, sozialdemokratische, sozialistische und arbeiterzionistische Gruppierungen schlossen sich daraufhin im »Jewish Labor Comittee« (JLC) zusammen, um eine entschiedene antifaschistische Haltung in die zum Isolationismus neigende amerikanische Arbeiterschaft hineinzutragen. Nach dem Ausbruch des Krieges galt es für das JLC, bedrohten Sozialisten und Gewerkschaftern aus Europa die Flucht in die USA zu ermöglichen. Nur dank umfangreicher Spenden und der beherzten Hilfsbereitschaft der amerikanischen Arbeiterbewegung konnte auf diesem Weg zur Rettung von unzähligen Menschen beigetragen werden. Als schließlich erste Berichte über die systematische Vernichtung von Juden in den von Nazideutschland okkupierten Ländern Osteuropas die USA erreichten, begann das JLC damit, jüdische Partisanen- und Untergrundgruppen in u. a. Polen und der Ukraine mit Geld und Waffen zu unterstützen – so beispielsweise auch im Vorfeld des Aufstandes im Warschauer Ghetto 1943.</p>
<p>Der im Jahr 1998 im Auftrag des Robert F. Wagner Archivs (New York University) produzierte, in Europa unbekannte Dokumentarfilm erzählt eine in deutschen Museen, Schulbüchern und Fernsehsendungen ignorierte Geschichte: Die Geschichte vom aktiven Kampf der jüdischen und amerikanischen Arbeiterbewegung gegen Nazifaschismus und Holocaust. Der Film (30 Minuten, in englischer Sprache) wird erstmals mit deutschen Untertiteln gezeigt.</p>
<p><em>Einleitender Vortrag von und anschließende Diskussion mit Martin Schmitt, Mitherausgeber der Neuedition von Alexander Steins kritischer Analyse des nationalsozialistischen Antisemitismus in ›Adolf Hitler, Schüler der »Weisen von Zion«‹ (ça ira-Verlag 2011).</em></p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<title>D-Day Club Omaha Beach  Ein Abend mit der Antifa D-Day Duisburg</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 16:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freitag, 7. Juni 2013, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei Am 6. Juni 1944 begann in der Normandie mit der Operation Overlord die Befreiung Frankreichs und später Westeuropas vom Nazifaschismus. Wir feiern die erfolgreiche Landung der alliierten &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=997">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag, 7. Juni 2013, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>Am 6. Juni 1944 begann in der Normandie mit der Operation Overlord die Befreiung Frankreichs und später Westeuropas vom Nazifaschismus. Wir feiern die erfolgreiche Landung der alliierten Truppen zwischen Omaha- und Sword Beach.<br />
Freunde, Förderer, Interessierte und alle, die Lust auf einen Drink bei Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman oder auch Charlie Parker haben, sind herzlich eingeladen.<br />
Filme zur Operation Overlord kommen natürlich auch nicht zu kurz. Die ein- oder andere Zigarre könnte auch am Start sein. An subversiver Literatur wird es nicht mangeln.</p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<title>Adornos Leninismus</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 16:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Donnerstag, 2. Mai 2013, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei LARS QUADFASEL Vortrag &#038; Diskussion »Sentimental und falsch unmittelbar, eine Mischung von Sozialdemokratie und Anarchismus«, urteilte Adorno einmal über Arbeiten des Institutskollegen Erich Fromm: »Ich würde ihm &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=988">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 2. Mai 2013, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>LARS QUADFASEL<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>»Sentimental und falsch unmittelbar, eine Mischung von Sozialdemokratie und Anarchismus«, urteilte Adorno einmal über Arbeiten des Institutskollegen Erich Fromm: »Ich würde ihm dringend raten, Lenin zu lesen.« Dessen ›Staat und Revolution‹ zählte er Walter Benjamin gegenüber »zu dem tiefsten und mächtigsten an politischer Theorie«; und noch 1956 kokettierte er im Gespräch mit Horkheimer mit der Idee eines neuen, »streng leninistischen Manifests«. Diese bolschewistische Emphase, die so gar nicht zum dezidierten Kritiker der sowjetischen »Fronvögte« zu passen scheint, läßt sich leicht als biographisches Kuriosum abtun. Nur steht in Adornos Aufzeichnungen und Briefen der Name Lenin gerade nicht für ›Marxismus-Leninismus‹, nicht also für Diamat, Proletkult und den Glauben an ›historische Gesetzmäßigkeiten‹ – sondern, wie in den Debatten der Jahre nach 1917 üblich, für das genau Entgegengesetzte: für den Bruch mit dem sozialdemokratischen Determinismus und für das Mißtrauen gegenüber einem sich aus den Verhältnissen naturwüchsig entwickelnden proletarischen Klassenbewußtsein. Seinen programmatischsten Ausdruck findet das in der Kritik an Benjamins Aufsatz über ›Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit‹, in der Adorno, mit Lenin als Gewährsmann, gegen dessen »anarchistische« Züge zu Felde zieht. Was in dieser Kontroverse verhandelt wird, ist alles andere als bloß theoriegeschichtlich von Bedeutung: das Verhältnis von Kunst, Erkenntnis und Produktivkraftentwicklung; das Verhältnis der Intellektuellen zu den proletarischen Massen wie das der proletarischen Massen zur geschichtlichen Wahrheit; kurz: wie Kritische Theorie es vermag, »den gesellschaftlichen Hebelpunkt zu entdecken und zu nutzen«, um »mit minimaler Kraft die unermeßliche Last des Staates zu heben« (Adorno). </p>
<p><em>Lars Quadfasel (Hamburg) ist assoziiert in der <a href="http://www.studienbibliothek.org/" target="_blank">Hamburger Studienbibliothek</a> und der <a href="http://lesmadeleines.wordpress.com/" target="_blank">Gruppe Les Madeleines</a>. Seine Texte zu ›Buffy the Vampire Slayer‹ sind erschienen in: Annika Beckmann u.a. (Hg.), ›Horror als Alltag‹ (Verbrecher Verlag 2010). </em></p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<title>Kritische Theorie des Spektakels  Eine Einführung in die Gesellschaftskritik der Situationistischen Internationale um Guy Debord</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 16:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 7. März 2013, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei SEB BRONSKY Vortrag &#038; Diskussion »1967 habe ich in einem Buch, ›Die Gesellschaft des Spektakels‹, gezeigt, was das moderne Spektakel bereits im wesentlichen war: die Selbstherrschaft der &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=983">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 7. März 2013, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>SEB BRONSKY<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<ul>»<em>1967 habe ich in einem Buch, ›Die Gesellschaft des Spektakels‹, gezeigt, was das moderne Spektakel bereits im wesentlichen war: die Selbstherrschaft der zu einem Status unverantwortlicher Souveränität gelangten Warenwirtschaft und die Gesamtheit der neuen Regierungstechniken, die mit dieser Herrschaft einhergehen.</em>«<br />
Guy Debord: ›<em>Kommentare zur Gesellschaft des Spektakels</em>‹ (1988)</ul>
<p>Der Begriff des Spektakels zielt(e) auf die Totalität der durchkapitalisierten Welt, das hundertjährige Voranschreiten der Entfremdung seit Marx&#8217; ›<em>Kapital</em>‹ sollte auf den kritischen Punkt gebracht werden. Das Kapital beherrscht nicht mehr nur die Produktion, sondern schritt weiter zu Beherrschung auch der Reproduktion, das gesamte gesellschaftliche und individuelle Leben ist seitdem von ihm unterjocht, weiter: durch es geformt. »Die Gesellschaft, die auf der modernen Industrie beruht, ist nicht zufällig oder oberflächlich spektakulär, sie ist zutiefst <em>spektakularistisch</em>.« Dies stellt die Revolutionäre vor eine neue Aufgabe: die Revolution kann seitdem nicht mehr nur auf die Produktionsmittel und deren Besitz abzielen, sondern muß zugleich die Revolution des Alltags seien.</p>
<p>Plan des Vortrags ist, zuerst den Spektakel-Begriff, wie ihn die Situationisten Anfang der 1960er entwickelten und Debord ihn in der ›Gesellschaft des Spektakels‹ ausführte, darzustellen. Dann soll die weitere Entwicklung von Debord – bzw. seine Reflexionen der weiteren Entwicklung der Klassengesellschaft – skizziert und einige Gründe dargelegt werden, warum er so viel länger brauchte, bis er die Welt schließlich »so düster sah, wie der Philosoph Th. W. Adorno schon 50 Jahre zuvor.« Abschließend soll überlegt werden, inwiefern die situationistische Kritik heutigen Versuchen Gesellschaftskritik zu üben nützlich seien könnte.</p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Islamische Demokratie (oder: Die islamische Revolution)  Israel unter dem Beschuss sunnitischer Terroristen und schiitischer Atomraketen</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=980</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 16:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 7. Februar 2013, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei THOMAS BECKER (Bielefeld) Vortrag &#038; Diskussion Die arabische Revolution beseitigt Diktatoren, Polizeistaaten und Militärregime; doch statt anstelle der alten Repression eine neue gesellschaftliche Ordnung zu errichten, die &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=980">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 7. Februar 2013, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>THOMAS BECKER (Bielefeld)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Die arabische Revolution beseitigt Diktatoren, Polizeistaaten und Militärregime; doch statt anstelle der alten Repression eine neue gesellschaftliche Ordnung zu errichten, die jedem Einzelnen mehr Freiheit gewähren würde, setzt sie an ihre Stelle die islamische Demokratie: das Regiment der Moslembruderschaft. Diese islamische Revolution in den arabischen Staaten versetzt die Umgebung, in der sich Israel befindet, in eine feindliche Stimmung, die an die Situation in den ersten drei Jahrzehnten nach seiner Gründung erinnert. Gefährlicher wären nur noch die Atomraketen Irans. So oder so muss Israel sich auf einen Krieg vorbereiten.</p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Extremismus der Israelsolidarität  und die Mitte der Gesellschaft</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=962</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 10:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 29. November 2012, 20:00 Uhr, DJäzz Duisburg Eintritt € 3,&#8211; JUSTUS WERTMÜLLER (Redaktion ›Bahamas‹, Berlin) Vortrag &#038; Diskussion Seit über zehn Jahren versuchen Gruppen und Einzelpersonen den in Deutschland und darüber hinaus in Europa um sich greifenden Antisemitismus auf &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=962">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 29. November 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://www.djaezz.de/wegbeschreibung.html" target="_blank">DJäzz Duisburg</a></strong><br />
Eintritt € 3,&#8211;</p>
<p>JUSTUS WERTMÜLLER (Redaktion ›Bahamas‹, Berlin)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Seit über zehn Jahren versuchen Gruppen und Einzelpersonen den in Deutschland und darüber hinaus in Europa um sich greifenden Antisemitismus auf seinen brandgefährlichen Nenner zu bringen und anzuprangern: Die sogenannte Israelkritik. Ob sie es wollten oder nicht, sie haben sich damit an den Rand der Gesellschaft gestellt. Die Mitte der Gesellschaft, so scheint es, ist an dem Pol zu verorten, wo sich ganz links und ganz rechts treffen. Aggressor gegen das Völkerrecht, Kriegsverbrecher, Bedrohung für den Weltfrieden, das ist Israel längst nicht mehr nur für Nazis und Linksradikale, sondern in den Augen der überwiegenden Mehrheit der Deutschen allemal. Und wenn die dortige Regierung etwas richtig zu stellen versucht, dann durch Totschlagargumente oder mittels der sog. Auschwitzkeule. Auch diese offen mit der Wiederholung deutscher Untaten drohenden Abweisungen jüdischer Erpressungen sind schon lange nicht mehr einem Dieter Kuntzelmann von der APO vorbehalten, der 1967 aus Solidarität mit dem von Israel mit der Auslöschung bedrohten palästinansichen Volkes das jüdische Gemeindezentrum von Berlin samt Gemeinde in die Luft jagen wollte, und auch nicht mehr allein Sache eines längst untergegangenen Bundes freier Bürger, der Anfang der 90er Jahre mit Transparenten gegen das Holocaust Denkmal durch die Straßen Berlins zog, auf denen zu lesen stand: »Deutsche wollt ihr ewig zahlen?«<br />
Extremismus, so durfte Justus Wertmüller im Sommer von der Leitung der Universität Rostock erfahren, gehe nicht von den links- oder rechtsradikalen freien Bürgern Deutschlands aus, sondern von ihm, der auf Einladung der Hochschulgruppe der Deutsch Israelischen Gesellschaft einen Vortrag »über den Stand der Israelsolidarität« in einem Hörsaal halten wollte. Er sei schon mehrfach durch verfassungsfeindliche Äußerungen aufgefallen und sei dem »linksextremen« antideutschen Spektrum zuzuordnen, soll das Landesamt für Verfassungsschutz von Mecklenburg-Vorpommern den Universitätsbehörden mitgeteilt haben. Über den Linksextremismus von sogenannten Antideutschen erfährt man aus dem Netz, dass es sich bei ihnen allen und keineswegs nur bei Wertmüller gar nicht um Linke, sondern um Neoliberale und Bellizisten handele. Aus Duisburg weiß man, dass es extremistisch sein kann, eine israelische Fahne aus dem Wohnzimmer zu hängen. Sollte gerade ein palästinensischer Umzug draußen vorbeilaufen, ist mit einem Rollkommando der Polizei zu rechnen.<br />
Der Verfassungsschutz, der da tätig wird, ist nicht nur in den zuständigen Landesämtern beheimatet. Er wacht in den Redaktionsstuben der sogenannten Qualitätszeitungen und den Deutschlandstudios der Rundfunkanstalten, in den politischen Parteien und unter Professoren und Nobelpreisträgern über die richtige Gesinnung.<br />
Wer es trotzdem mit Israel halten will, muss sich eingestehen, dass er längst draußen ist: Aus dem Hörsaal und aus dem »Diskurs«, aus jeder seriösen öffentlichten Meinung und honorigen Vereinigungen. Kein Genosse Trend macht es ihm oder ihr möglich, einmal die Linke zu dominieren oder im konservativen Spektrum auf Verständnis zu stoßen. Statt nun daraus für sich die Aufgabe abzuleiten, auf die verwaltete Öffentlichkeit zu verzichten und aus der Not, dass man in der Mitte der Gesellschaft nie gelitten sein wird, die Tugend zu machen, die gebotene Kritik ohne Rücksichtnahmen auf die Befindlichkeiten von nicht vorhandenen Bündnispartnern zu formulieren; statt also mit dem verratenen Projekt »Gegenöffentlichkeit« endlich einmal ernst zu machen, geben sich viele Freunde Israels selber davon überzeugt, dass in den eigenen Reihen ein Extremismus-Problem zu beobachten sei, das einen immer wieder aus dem Rennen um die Gunst der Öffentlichkeit werfe.</p>
<p><em>Eine Veranstaltung des <a href="http://www.bga-duisburg.de" target="_blank">Bündnis gegen Antisemitismus Duisburg</a> und der Antifa D-Day Duisburg.</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Von Primitiven und Deformierten</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=950</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Sep 2012 19:50:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gespräch der autonomen Stattzeitung „Terz“ mit dem Sozialwissenschaftler Karl Selent über dessen Untersuchung der Herrschaftssymbolik und die Pathologie des deutschen Stammesbewußtseins T: In deiner Untersuchung beschäftigst du dich mit der Geschichte von Herrschaftssymbolen; du unternimmst einen Gang durch die &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=950">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Gespräch der autonomen Stattzeitung „Terz“ mit dem Sozialwissenschaftler Karl Selent über dessen Untersuchung der Herrschaftssymbolik und die Pathologie des deutschen Stammesbewußtseins</strong></p>
<p><em>T: In deiner Untersuchung beschäftigst du dich mit der Geschichte von Herrschaftssymbolen; du unternimmst einen Gang durch die Geschichte von Herrschaft. Was war für dich dabei die Grundintention?</em></p>
<p>K.S.: Ich untersuche vier zentrale Symbole des Nationalsozialismus: das „Hakenkreuz“ und den „Judenstern“, den „Führer“ und den „ewigen Juden“. Es sind dies symbolgeschichtliche Überlegungen. Ausgangspunkt sind hier die mimetischen, vorgeschichtlichen Ursymbole der DREI, der VIER und des Idols. Ich verfolge deren Kontinuität und Veränderung entlang der Geschichte von Herrschaft; wobei mich die Frage interessiert, warum die destruktiven Wirkungen von Zivilisation und Kapitalismus in der Tendenz bürgerlich-demokratischer Herrschaft wenigstens einigermaßen eingefriedet blieben, jedenfalls im Vergleich zum deutschen Sonderweg, in diesem aber vollends entfesselt wurden &#8211; bis hin zur Vernichtung der Objekte von Herrschaft.</p>
<p><em>T: Es werden drei unterschiedliche Tendenzen von Herrschaft diskutiert: Welche sind es und wie kommst du zu diesen Unterscheidungen?</em></p>
<p>K.S.: Eigentlich sind es ja vier Tendenzen, denn ich gehe nicht von einer herrschaftsfreien Gesellschaft der Horde und des Stammes aus.</p>
<p><em>T: Genau, du benennst &#8211; und das als Linker &#8211; die Möglichkeit, daß Herrschaft immer schon da gewesen ist: Ist dies nicht eine Absage an die linke Utopie eines freien Lebens von Gleichen unter Gleichen; also weder der von Engels behauptete frühere Ur-Kommunismus noch die Annahme eines zukünftigen Lebens der Menschen als nicht geknechtete und nicht knechtende Wesen?</em></p>
<p>K.S.: Ja und nein. Gerade die Indianerverliebtheit der Deutschen kann einem mächtig auf die Nerven gehen. Der Indianer, sagt Wolfgang Pohrt, kann vor allem eines nicht leiden, nämlich den Indianer vom anderen Stamm. Der edle Wilde war eben bei Zeiten Krieger, Kopfjäger und Bluträcher. Ureinwohner? Wie lächerlich! Die gab es vielleicht vor 1 Mio. Jahren das letzte Mal. Alle heutigen bekannten Huronen, Irokesen oder sonstwie kosovo-albanischen Indianerstämme haben jedenfalls ihr Territorium erobert. Dem übermächtigen Naturzwang dagegen unterwerfen sich die ohnmächtigen Naiven. Diese sind blind schicksalsergeben und können wohl kaum der Prototyp dessen sein, was Ernesto Che Guevara als Voraussetzung und Ergebnis des Kommunismus benannte: der Neue Mensch. Dieser will dem Reich der Notwendigkeit entkommen, während gerade die Primitiven sich von den Notwendigkeiten des Naturkreislaufes und des Stammes gefangen nehmen lassen. Warum aber soll die Utopie, nur weil es keine Prototypen gibt, dahin sein? Bloß in Deutschland scheiterte noch jede Revolution schon wegen der fehlenden Bahnsteigkarten. Gut, wie Brecht einfach auf die Rote Armee zu warten ist auch nicht mehr drin. Trösten wir uns also, daß wenigstens die GIs hierbleiben und so jenes Minimum an Restzivilisation erhalten bleibt, das einzig noch das neue ambitionierte Deutschland im Zaun hält.</p>
<p><em>T: Deine Interpretationen von Zahlsymbolen aus der Vorzeit haben einen esoterischen Klang: Hat mythische Symbolik denn heute in der Zeit eines total verwalteten Spätkapitalismus überhaupt noch eine Bedeutung?</em></p>
<p>K.S.: Hey, hey, halt – anti-esoterisch! Ich beschreibe z.B. die so genannte „Museumskiste“ des Sergej Nilus, jenes Antisemiten, der die „Protokolle der Weisen von Zion“ verbreitete. In seiner Kiste sammelte er Gegenstände, die das „Siegel des Antichristen“ trugen, Symbole der Gegenwelt eben, die alle das Merkmal hatten, das sie aus Dreiecken zusammengesetzt waren, darunter auch zwei ineinander verschränkte Dreiecke, der Davidstern bzw. der spätere „Judenstern“. Besuchern pflegte Nilus seine dreieckigen Gegenstände vorzuführen als Beweis für die „jüdische Weltverschwörung“. Ich untersuche das mimetische, vorgeschichtliche Ursymbol der DREI, bzw. des Dreiecks und verfolge dessen Entwicklung bis hin zum „Judenstern“. Die Juden galten den Völkischen als die Gegenrasse schlechthin, als Verkörperung des absolut Bösen. Und als solche wollten die Völkischen die Juden mit einem Symbol der Gegenwelt gekennzeichnet sehen.</p>
<p><em>T: Wir kommen zum &#8211; durchaus aktuellen &#8211; Thema „Deutscher Sonderweg“: Ganz &#8216;unmarxistisch&#8217; behauptest du, daß der „Fetischcharakter der Ware“, sozialökonomisches Merkmal des Kapitalismus, nicht Quelle ist für diesen Sonderweg. Eine Absage an die Faschismus-Theorien von z.B. Neumann oder Opitz, an die Antisemitismustheorien von Enderwitz oder andere marxistische Faschismus-Analysen; Auschwitz gar als Konsequenz entfesselter archaischer &#8216;Urtriebe&#8217;?</em></p>
<p>K.S.: Klar war der Einfluß des Kapitals entscheidend für die Übertragung der Macht auf die Nazis. Einflußreiche Kreise der Gesellschaft, auch Teile des Kapitals, hatten ja bereits Anteil am Aufstieg der braunen Bewegung &#8211; der Warenfetischist aber will Butter statt Kanonen. Genau deshalb schimpft ihn die Neue Rechte doch einen „Konsumtrottel“ und wettert gegen den „Konsumterror“. Klar hat das deutsche Kapital die Kriegsvorbereitungen der Nazis gewollt und unterstützt, um ein zweites Mal den „Griff nach der Weltmacht“ (Fritz Fischer) wagen zu können. Auschwitz aber folgte nicht aus der endogenen, der inneren Logik des Kapitals. Diese verlangt Ausbeutung der Arbeitskraft, nicht deren Vernichtung. Die Frage ist doch, warum die Nazis die Juden trotz des allgemeinen Mangels an Arbeitskräften nicht wenigstens als Arbeitssklaven eingesetzt haben. Und Antwort darauf findet sich u.a. in Hannah Arendts Untersuchungen über die Konstituierung der Deutschen Nation nicht als antimonarchistische, antiklerikale, gegen den Adel gerichtete, sondern als antijüdische Nation. Goldhagen spricht ja vom eliminatorischen Antisemitismus der Deutschen. Horkheimer/Adorno schrieben in der „Dialektik der Aufklärung“ zwar nicht von einem archaischen Urtrieb aber vom „Vernichtungsdrang“. Und wie der im Ergebnis des deutschen Sonderwegs sich Bahn brach, das ließe sich eben nicht allein mittels der Kritik der politischen Ökonomie erklären, schon gar nicht über den Fetischcharakter der Ware, sondern über die Verbindung von Marxismus und Psychoanalyse. Wobei mir auch gar nicht so präsent ist, daß Neumann und Opitz oder andere Faschismustheoretiker sich auf den Fetischcharakter der Ware beziehen. Opitz leitet doch, wenn ich mich recht erinnere, die Vernichtung der Juden eben auch nicht aus der inneren, sondern aus der exogenen, der äußeren Logik des Kapitals ab, also aus dem kontinentalen Imperialismus des deutschen Monopolkapitals, speziell aus dessen Raum- und Bevölkerungsplänen für die Beherrschung Osteuropa, die ja schon lange vor den Plänen der Nazis „feindfreie“ Territorien und „menschenleeres Land“ vorgesehen hatten. („Faschismus u. Neofaschismus“, 1996, S. 146-151) Über Jahrzehnte seien alle inneren und äußeren Gegner, alle irgendwie als feindlich angesehenen Bevölkerungen und alle irgendwie möglichen Überfallopfer des deutschen Monopolkapitals in den Juden sozusagen zusammengefaßt und zu einem einzigen Feindbild verdichtet worden. (ebd., S. 151) Wie auch immer diese These zu bewerten ist &#8211; dafür müßten wir ja viel mehr Zeit haben &#8211; jedenfalls die Sache mit dem kontinentalen Imperialismus ist doch gerade eine zentrale These der Theorie vom deutschen Sonderweg. Hannah Arendt hat ja in ihrem Hauptwerk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ ein ganzes Kapitel dazu geschrieben. Und die ungeheure, einzigartige Aggressivität des deutschen Imperialismus, dessen bestialische Brutalität, sein Vernichtungswille sind doch gar nicht denkbar ohne die ganze antihumanistische Sonderentwicklung, die die deutsche Gesellschaft mindestens seit der französischen Revolution, wenn nicht gar seit der gescheiterten frühbürgerlichen Revolution genommen hatte. </p>
<p><em>T: Zum Thema &#8216;Versachlichung versus Naturtrieb&#8217; gibt&#8217;s im Buch anrüchige Interpretationen wie diese: „Die Leute gehen deshalb in den Tauben- und Kaninchenzüchterverein, weil sie im Taubenschlag ohne Angst vor Strafe mitten im Taubendreck stehen dürfen, und weil sie beim Ausmisten des Kaninchenstalls sanktioniert mal so richtig im Karnickelkot wühlen dürfen.“ Köstlich; aber eine richtige Therapieform für den faschistischen Mob von z.B. Rostock-Lichtenhagen?</em></p>
<p>K.S.: Ich habe noch ein anrüchiges Beispiel: Im Zoo habe ich extra für diese Arbeit Affen beobachtet. Ausgewachsene Primaten fingern am Anus und führen die Hand zu Nase und Mund. Die Zivilisierten dürfen sich so nicht verhalten, haben als Kinder dafür kräftig auf die Finger gekriegt. Der ins Unbewußte verdrängte Drang zum Dreck aber bricht sich über den Vorwand  &#8211;  das Säubern des Kaninchenstalls  &#8211;  erneut Bahn. Gleiches gilt für den Tötungsdrang. Auch er bedarf des Vorwands. Nur wenn in einem kollektiven Prozeß der pathischen Projektion das Böse auf die Fremden projiziert wird, kann der eigene Tötungsdrang ohne Angst vor Strafe hervorbrechen. Eine Therapie leitet sich daraus aber nicht ab. Einmal Faschist, immer Faschist. Es bleibt nur, die Nazis mit Gewalt in Schach zu halten und zu warten, daß sich das Problem biologisch löst. Die Deutschen, sagte Churchill, hat man entweder auf den Knien oder am Hals. Was die Kinder anbelangt, so gilt, was seit &#8217;68 gilt: Erziehung darf nicht repressiv sein. Die Gewalt der Eltern gegen die Kinder muß immer noch bekämpft werden. Alle Unterwerfung des Kindes oder Jugendlichen unter die Gruppe, also Symbolhandlungen wie Mutproben, Initiationsrituale, das Unter-die-Dusche-stellen-von-neuen-Auszubildenden und andere archaische Scherze sind tabu.</p>
<p><em>T: Kommen wir zur Kulturindustrie: Anhand von SF-Serien wie z.B. „Star Trek“ oder Mystery-Serien wie „Akte X“ interpretierst du unterschiedliche Formen des Umgangs mit &#8216;Fremden&#8217;. Welche?</em></p>
<p>K.S.: Nehmen wir die Ferengi. Sie sind die Juden der Science-fiction Serie STAR TREK. Ihrer Spezies scheint der Geschäftstrieb eingeboren zu sein. „Hat man sie auf der Akademie nicht vor den Ferengi gewarnt?“, fragt z.B. Lt. Perris den neuen Sternenflottenoffizier Harry Kim nach einer ersten Erfahrung mit den „Geschäftstricks“ des Barbetreibers auf Deep Space Nine, dem Ferengi Quark. Jahre vor Deep Space Nine und Jahre nach dem Zusammenstoß bei Maxia 3, bei dem Jean-Luc Picard, Captain der Enterprise, ein Ferengi-Schiff, weil es sich nicht identifizierte, zerstören mußte, will der Vater des getöteten Ferengi-Captains an Jean Luc-Picard Rache nehmen. Der Ferengi als Rachejude. Im Verlauf der Serie aber kommen sich die Humanoiden und die Ferengi immer näher. Nach einem für Quark desaströsen Geschäft kommt die halbe Besatzung von Deep Space Nine in der Bar zusammen, um Quark durch Geschenke &#8211;  ein paar Gläser hier, eine Flasche da, irgendeinen außerirdischen Sternenhimmelschnaps &#8211; einen Neuanfang zu ermöglichen. Der Neffe des Quark wird der erste Ferengi in der Sternenflotte. In derjenigen Tendenz von Herrschaft dagegen, wie sie im deutschen Sonderweg sich herausbildete, geht das Moment der Reflexion vollends verloren, und auf die realen Juden wird das absolut Böse projiziert. Als Gegenrasse schlechthin soll es für keinen Juden einen Platz geben, nicht als Arbeitssklave und nicht einmal als Kanonenfutter.</p>
<p><em>T: Auch „Bonanza“ kommt zu Ehren. In meiner Kinderclique war ich immer „Little Joe“ und unser Cliquen-Dicker mußte immer „Hoss“ sein, obwohl er doch so gerne „Adam“ sein wollte. Abgeknallt haben wir aber &#8211; im Gegensatz zu deiner Interpretation &#8211; alle &#8216;Fremden&#8217;&#8230;</em></p>
<p>K.S.: Little Joe, ich glaube alle wollten damals Little Joe sein. Die Fremden, das waren bei uns die „Gohrer“, Kinder aus dem Nachbardorf. Wir waren die Neuenbaumer. Der Ausruf „Gohrer!“ bedeutete bei uns Gefahr. Einmal setzte es für zwei von uns Ohrlaschen durch eine Gruppe von Gohrern. Anderntags kam es am „Gohrer Berg“ zur Fehde zwischen den Kinderstämmen. Mit Steinen, Knüppeln und selbstgebastelten Pfeilen und Bogen bewarfen, schlugen und beschossen wir Kinderstammeskrieger uns, bevor wir, die Neuenbaumer, fluchend das Weite suchten. Kinder, sich selbst überlassen, verhalten sich offensichtlich wie Indianer. Die anthropologische Annahme, daß Individualgeschichte (Ontogenese) Parallelen zur Stammesgeschichte der Menschheit (Phylogenese) aufweist, hat, scheint&#8217;s, viel für sich. Nach mehr als 25 Jahren habe ich wieder „Bonanza“ gesehen. Jean-Luc Picard kann ja manchmal auch nerven, wenn er als der weiseste Mann der Welt daherkommt. Aber der unvergessene Ben Cartwright ist nun wirklich der vernünftigste Mann, der sich denken läßt. Auf seinem festen Landsitz wird er mit allen reisenden „Sonderlingen“ der Welt konfrontiert, Fremde, die auffallen ohne Schutz: ein Deserteur, christliche Minderheiten, Zigeuner, ein Regenmacherjunge, gute und schlechte Verbrecher, Indianer. Immer spitzt sich die Situation zu, und immer gerade dann bewährt sich das Moment der Reflexion, das in der Tendenz bürgerlich-demokratischer Herrschaft eben doch nie vollends verloren ging. Ben Cartwright und Jean-Luc Picard, wie auch Marshall Mat Dillon sind die virtuell überlebenden Subjekte naturrechtlich geprägter bürgerlicher Herrschaft. Kulturindustrie beutet mit ihnen das offenbar doch nicht kleinzukriegende naturrechtliche Bewußtsein des amerikanischen Massenpublikums aus. Daß solche Serien manchmal auch nerven, weil in ihnen alle Fragen der Moral und des Rechts rauf und runter und runter und rauf diskutiert werden &#8230; nun ja &#8230; aber die Deutschen wollen wir ja gerade nerven.<br />
<em><br />
T: Fazit deiner Untersuchung für die Linke?</em></p>
<p>K.S.: Ami stay here.</p>
<p>Karol Zelent: <em>Vom Steinzeitkreuz zum Hakenkreuz. Eine kleine Geschichte der Herrschaftssymbole.</em> SOKOOP-Verlag Duisburg, 1998</p>
<p>- „Terz“ &#8211; Mai 1999 -<br />
<em>Das Original des Interviews findet sich nur in der Druckversion der Zeitung. Für die Publikation auf dieser Internetseite wurde die Antwort auf die fünfte Frage überarbeitet. </em></p>
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		<title>100 Peitschenhiebe für ein Lied  Gerappte Satanische Verse</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Sep 2012 19:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 6. Dezember 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei RALF BALKE Vortrag &#038; Diskussion Weil der 2005 nach Deutschland geflüchtete iranische Musiker Shahin Najafi über geflickte Jungfernhäutchen, den Terror der Sittenpolizei und den Iman Naghi einen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=942">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 6. Dezember 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>RALF BALKE<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Weil der 2005 nach Deutschland geflüchtete iranische Musiker Shahin Najafi über geflickte Jungfernhäutchen, den Terror der Sittenpolizei und den Iman Naghi einen Hiphop-Song schrieb, erließ der iranische Großayatollah Lotfollah Safi Golpayfani dieses Jahr eine Todesfatwa gegen ihn. Zusätzlich wurde ein Kopfgeld in Höhe von 100.000 US$ ausgesetzt. Seither lebt Shahin Najafi versteckt und unter Polizeischutz. Der Fall des aus dem Iran stammenden Musikers zeigt exemplarisch, wie sich der Terror der Mullahs gegen die Freiheit der Kunst globalisiert und wirft zudem ein Schlaglicht auf die aktuellen Forderungen in Deutschland nach einem Blasphemie-Paragrafen. </p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<title>Georg Elser – Zur Karriere eines Ermordeten</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2012 14:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 17. Januar 2013, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei MATTHEUS HAGEDORNY (Gruppe Georg Elser) Vortrag &#038; Diskussion Eintritt frei Georg Elser ging auf ganz eigene Rechnung daran, den nationalsozialistischen Terror an seinem mythischen Ursprungsort zu terrorisieren. &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=926">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 17. Januar 2013, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>MATTHEUS HAGEDORNY (<a href="http://gruppegeorgelser.wordpress.com" target="_blank">Gruppe Georg Elser</a>)<br />
Vortrag &#038; Diskussion<br />
Eintritt frei</p>
<p>Georg Elser ging auf ganz eigene Rechnung daran, den nationalsozialistischen Terror an seinem mythischen Ursprungsort zu terrorisieren. Präzise wie nur Wenige wollte Elser begreifen, dass das Regime enthauptet werden musste und dies dennoch kaum etwas gegen die Tendenz einer sich barbarisch auflösenden deutschen Gesellschaft ausgerichtet hätte.<br />
Gleichwohl lässt sich die Geschichte von Georg Elser nicht als »deutsches Drama« erzählen, wie es der Untertitel des Elser-Stücks von Peter Paul Zahl nahe legt. Stattdessen ist der einsame Widerstand des Handwerkers weitgehend dialogfrei und von seinen letzten Jahren kaum mehr als seine Verzweiflung sowie der verleumderische Lagerklatsch aus den KZs überliefert, der auch lange nach seiner Ermordung in Dachau Widerhall fand.<br />
Nachdem der Verschwörungswahn um Elsers vermeintliche Hintermänner seit den 1970ern abzuklingen begann, begann seine zaghafte Integration in den postnazistischen Erinnerungsbetrieb. Ob er nun in Klaus Maria Brandauers Elser-Verfilmung »existenziell verkitscht« (Redaktion Bahamas) oder zum deutschen Patrioten umgelogen wird, ob er als »Held ohne Degen« oder als Mainstream gewordener Geheimtipp der deutschen Vergangenheitsbewältigung reüssiert – dem deutschen Zwang zur Sinnstiftung und Eingemeindung der Opfer entgeht auch Georg Elser nicht.<br />
Der Vortrag macht es sich zur Aufgabe, zu beleuchten, was die Rezeption des »Bürgerbräu-Attentats« über das Werden des postnazistischen Bewusstseins aussagt, welche Rolle die Kulturindustrie dabei einnimmt und warum Georg Elser heute kein Vorbild sein kann. </p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<item>
		<title>Schwarze Deutsche, Schwarze Menschen in Deutschland  »We shall over come …??!!…«  Rassismus tötet  NSU-Naziterror &#8212; untätiger deutscher Staat</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=913</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 16:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 15. November 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei THOMAS DOUBTER Vortrag &#038; Diskussion Der Referent, schwarzer Deutscher, verbindet collagenartig aktuelle Analysen und historische Ereignisse mit eigenen Erfahrungen und seinem Verständnis von SCHWARZ als politischer, emanzipatorischer &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=913">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 15. November 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>THOMAS DOUBTER<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Der Referent, schwarzer Deutscher, verbindet collagenartig aktuelle Analysen und historische Ereignisse mit eigenen Erfahrungen und seinem Verständnis von SCHWARZ als politischer, emanzipatorischer Selbstdefinition von nicht WEISSEN in Deutschland. Es geht um den Nazi-Terror des NSU-Zwickau, um den Rassismus in der alten BRD und nach der »Wiedervereinigung«. Es geht um die historische Existenz von schwarzen Menschen in Deutschland seit der deutschen Kolonisierung afrikanischer Länder, seit der französischen Besetzung der Rheinischen Gebiete nach dem 1. Weltkrieg (»Rheinlandbastarde«). Es geht um das Schicksal einzelner schwarzer Deutscher wie den 1933 von Nazis ermordeten »Düsseldorfer Jung« Hilarius Gilges, das Schicksal Hans Jürgen Massaquois im 2. Weltkrieg oder die Geschichte von Fasia Jansen (Oberhausen).</p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<title>Kapitalismus Forever</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 16:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, 2. Oktober 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt €3,&#8211; WOLFGANG POHRT (Stuttgart) Vortrag &#038; Diskussion Wolfgang Pohrt, der Großmeister der überraschenden Volte, ist wieder da. In einem Rundumschlag kommentiert er die Angst der Kommunisten vor dem &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=908">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag, 2. Oktober 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt €3,&#8211;</p>
<p>WOLFGANG POHRT (Stuttgart)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Wolfgang Pohrt, der Großmeister der überraschenden Volte, ist wieder da. In einem Rundumschlag kommentiert er die Angst der Kommunisten vor dem Crash, dabei weiß er wie immer mit originellen Gedanken zu brillieren. Die Linken klagen den Kapitalismus auf moralische Weise an, in Wirklichkeit jedoch wollen sie ihn retten, dabei ist er auf ihre Hilfe gar nicht angewiesen, denn der Kapitalismus ist ein System, das sich ständig neu erfindet und das aus jeder Krise neu und gestärkt hervorgeht.</p>
<p>»Überhaupt kann man den Kapitalismus nur bewundern, je länger man sich mit ihm befaßt. Marx ging es wohl ganz ähnlich, er hat am Ende auch nicht mehr gewußt, durch was man ihn ersetzen könne. Das Kapitel über den Kommunismus am Ende vom dritten Band des Kapitals ist ganz kurz. Und bestimmt nicht deshalb, weil Marx zu früh gestorben ist, um das Werk zu vollenden. Auch wenn er noch weitere 100 Jahre gelebt hätte, wäre ihm das nicht gelungen.« Wolfgang Pohrt</p>
<p>Aktuelle Veröffentlichung: <a href="http://www.edition-tiamat.de/Gesamtverzeichnis/critica_diabolis/191-200/pohrt_kapitalismus_forever.htm" target="_blank">›<em>Kapitalismus Forever – Über Krise, Krieg, Revolution, Evolution, Christentum und Islam</em>‹</a> (Edition Tiamat, Berlin 2012).</p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		<title>Warum können Marxisten nicht lesen?  Der Anfang des Marxschen ›Kapital‹ und das Ende des Kapitalismus</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=904</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2012 16:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 6. September 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei JOACHIM BRUHN (Initiative Sozialistisches Forum, Freiburg) Vortrag &#038; Diskussion Die Marxisten aller Fraktionen haben sich darauf versteift, ›Das Kapital‹ von Marx als alternatives Handbuch der Volkswirtschaftslehre lesen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=904">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Donnerstag, 6. September 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>JOACHIM BRUHN (<a href="http://www.isf-freiburg.org" target="_blank">Initiative Sozialistisches Forum</a>, Freiburg)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Die Marxisten aller Fraktionen haben sich darauf versteift, ›Das Kapital‹ von Marx als alternatives Handbuch der Volkswirtschaftslehre lesen zu wollen und sodann zu ihrem höchst eigenem Nutzen zu bewerben. Am allerliebsten diskutieren sie die Frage, die ihnen die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« pünktlich zu Beginn der neuesten Krise vorgelegt hat: »Hat Marx doch recht?« Wenn sie derart nachgefragt werden, dann läuft nicht nur Sahra Wagenknecht zu großer Form auf, dann sind sie alle in ihrem Element: dem Rechthaben über die gesellschaftliche Organisation des größtmöglichen Unglücks der größtmöglichen Zahl, und d.h.: dem Wahrsagen einer Vergesellschaftung, die doch an sich die Widervernunft schlechthin darstellt.<br />
Seit Karl Kautsky und Elmar Altvater, seit W. I. Lenin und Michael Heinrich (der sogar das Unmögliche wirklich hat werden lassen, indem er eine ›Wissenschaft vom Wert‹ verfaßte), gefallen sich die Marxisten als gemeinnützige Interessenvertreter, gar: als Avantgarde einer ominösen »Arbeiterklasse«, wofür sie gerne, als kleine Aufwandsentschädigung, einen gewissen politischen, v.a. aber akademischen Mehrwert einstreichen und sich auf Veranstaltungen von »Marx21« oder Kongressen wie »Rethinking Marx« spreizen. Sie peublieren die ideologischen Staatsapparate, gerne auch auf Almosen der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Und sie tun dies, indem sie – was von Friedrich Engels vielleicht noch als müdes Witzchen gemeint war, als er den Proletarier_Innen ›Das Kapital‹ als die »Bibel der Arbeiterklasse« verkaufen wollte – als erstes den Untertitel des Marxschen Buches totschlagen, der ja, wie unsachlich, die ›Kritik der politischen Ökonomie‹ ankündigt. So beugen sie sich über ›Das Kapital‹ wie die Scholastiker über die Bibel, bewerfen sich mit Zitaten und haben überhaupt ihr grausiges Spaßvergnügen daran, die von Marx intendierte sozialrevolutionäre Kritik zur akademischen Theorie und zur Wissenschaft vom Wert zu verharmlosen, d.h., wie Adorno diesen Unfug nannte, zum Truppenübungsplatz »scharfsinniger Rindviecher«, die darum wetteifern, wie »der Wert« am pfiffigsten aus »der Arbeit« abgeleitet werden kann.<br />
Daher greift, lange bevor die Interpretationen in aller, wie immer ganz unschuldiger Originalitätssucht sich überbieten, unter den Marxisten der Analphabetismus um sich: kaum einer, der nicht behauptet, Marx beginne seine »Analyse« mit der »Elementarform« der Ware. »Überlesen« wird so, daß der Materialismus das der »Analyse« Vorausgesetzte, dessen gesellschaftliche Konstitution, kritisiert, und erst dann der totalitären Entfaltung der Widervernunft hinterherdenkt; »überlesen« wird außerdem, daß Marx ›Das Kapital‹ keineswegs mit der Ware anfängt, daß der erste Satz des Buches vielmehr lautet: »Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine ›ungeheure Warensammlung‹, die einzelne Ware als seine Elementarform.« Indem Marx mit dem Reichtum beginnt, der als das gerade Gegenteil seiner selbst gesellschaftlich zu »erscheinen« genötigt ist, wird zugleich gezeigt, daß das Ende und die Aufhebung des Kapitals, d.h. seine Wahrheit, kein Gegenstand von Theorie sein, daß es keine Wahrheit über das Kapital geben kann. Es sei denn, die Marxisten verschreiben sich ihrem liebsten Sport, den Karl Kraus einmal so definierte: »Deutsch fühlen, aber nicht können.«</p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa D-Day Duisburg<br />
‹www.3D.antideutsch.com›</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>D-Day Club Omaha BeachEine Party der Antifa D-Day Duisburg</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=894</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 19:34:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag, 22. Juni 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei Am 6. Juni 1944 begann in der Normandie mit der Operation Overlord die Befreiung Frankreichs und später Westeuropas vom Nazifaschismus. Wir feiern die erfolgreiche Landung der alliierten &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=894">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag, 22. Juni 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>Am 6. Juni 1944 begann in der Normandie mit der Operation Overlord die Befreiung Frankreichs und später Westeuropas vom Nazifaschismus. Wir feiern die erfolgreiche Landung der alliierten Truppen zwischen Omaha und Sword Beach.<br />
Freunde, Förderer, Interessierte und alle, die Lust auf einen Drink bei Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman oder auch Charlie Parker haben, sind herzlich eingeladen.<br />
Es wird wie üblich Filme zur Operation Overlord geben, dazu Cocktails, BBQ und subversive Literatur. Die ein- oder andere Zigarre könnte auch am Start sein. </p>
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		<title>Philosophie im Angesicht der Verzweiflung  Einführung in Adornos negative Moralphilosophie</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 21:21:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 3. Mai 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei PAUL MENTZ (Dortmund) Vortrag &#038; Diskussion »[…] despite the fact that Adorno did not produce a work of moral philosophy, his oeuvre as a whole is driven &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=815">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 3. Mai 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>PAUL MENTZ (Dortmund)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<ul><em>»[…] despite the fact that Adorno did not produce a work of moral philosophy, his oeuvre as a whole is driven by an ethical vision, and hence that in order to do justice to his philosophy it is necessary to disentangle and elaborate the always presupposed ethical contours of his thought.«<br />
J.M. Bernstein</em></ul>
<p>Der Stellenwert der Moralphilosophie für Adorno lässt sich nicht ohne weiteres beantworten, da dieser selbst keine explizite Ethik ausformuliert hat. Dass Adorno sich den Fragen der Moralphilosophie in zwei Vorlesungen ausführlich gewidmet hat, lässt aber auf die Bedeutung moralphilosophischer Fragestellungen schließen. Ausgangspunkt der moralphilosophischen Reflexionen Adornos ist die grundlegende These der ›Dialektik der Aufklärung‹, dass die Emanzipation vom blinden Naturkreislauf und damit die Subjektwerdung des Menschen auf einem Prozess der fortschreitenden Rationalisierung beruht, welcher die Herrschaft über die innere und äußere Natur des Menschen blind reproduziert und so dazu beiträgt, Leid hervorzubringen. Es stellt sich daher die Frage, wie eine Moralphilosophie auszusehen hat, die angesichts der herrschenden Unfreiheit auf die Herstellung der Autonomie des Subjekts insistiert und zugleich das Einverständnis mit dem Leiden aufkündigt.<br />
Adornos negative Moralphilosophie beruft sich, wenn auch kritisch, auf Kant, indem sie sich den Kantischen Freiheitsbegriff negativ aneignet, als Freiheit, die notwendig mit Unfreiheit vermittelt ist. Adorno versucht – ausgehend von der Kantischen Freiheitsantinomie in der ›Kritik der reinen Vernunft‹ – nachzuweisen, dass das Identitätsprinzip der Vernunft Freiheit im emphatischen Sinne verhindert, wobei er gleichzeitig festhält, dass sich angesichts der herrschenden Unfreiheit trotzdem ein Begriff von Freiheit – als Voraussetzung von Moralität – bilden lässt, obwohl dieser Begriff nicht in der empirischen Welt aufgeht.<br />
»Es gibt kein richtiges Leben im falschen« schreibt Adorno in den ›Minima Moralia‹. Andererseits weist seine Forderung, die Erziehung so auszurichten, »daß Auschwitz nicht sich wiederhole« darauf hin, dass er an der Möglichkeit einer das Leiden minimierenden Praxis festhält, auch wenn diese selbst wiederum Gegenstand von immanenter Kritik ist. Die negative Moralphilosophie Adornos ist aus diesem Grund eine radikale Kritik an der Herrschaft, die sich angesichts des Leidens nicht auf einen theoretischen Standpunkt zurückziehen kann, will sie nicht in Affirmation des Leidens und der Unfreiheit umschlagen.</p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D</em></strong></p>
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		<title>Die Nacht der Vernunft  Überlegungen zur Sozialpsychologie des islamisierten Subjekts</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 21:05:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 5. April 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei GRUPPE MORGENTHAU (Frankfurt a.M.) Vortrag &#038; Diskussion Die politökonomische Realität des Vorderen Orients ist bis zum heutigen Tag von einer speziellen Art von Günstlingswirtschaft geprägt, die der &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=807">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 5. April 2012, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>GRUPPE MORGENTHAU (Frankfurt a.M.)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Die politökonomische Realität des Vorderen Orients ist bis zum heutigen Tag von einer speziellen Art von Günstlingswirtschaft geprägt, die der Vermehrung individuellen Vermögens klare Grenzen setzt, den Egoismus zu einer riskanten Angelegenheit macht und einen stets wiederkehrenden Zyklus autoritärer Erhebungen motiviert. Privates Eigentum bleibt von den Kalifaten über das osmanische Reich bis hin zur Willkürherrschaft der auf dem System der Ölrente errichteten arabischen Despotien unmittelbarer Herrschaft ausgesetzt. Alles Wirtschaften und Regieren unterliegt zudem religiösen Vorbehalten und Kontrollen. Ökonomie, Politik und Religion durchdringen einander, so daß von einer Trennung in unterschiedliche Sphären keine Rede sein kann. Dementsprechend scheinen die Todesangst gegenüber einem strafenden und unnahbaren Vater sowie eine dem Bedürfnis nach Kompensation ihrer untergeordneten Stellung als Frau entspringende narzißtische Täuschung durch die Mutter den im islamischen Familienverband Heranwachsenden an einer eigenständigen und rationalen Auseinandersetzung mit der Welt zu hindern und statt dessen zur Unterwerfung unter den Willen des Vaters und das von diesem repräsentierte Phantasma eines allmächtigen Gottes zu prädisponieren. Dem Heranwachsenden gelingt der Ausgang aus der Unmündigkeit der verwirrenden Mutter-Kind-Dyade nur durch das Selbst-Opfer einer globalen Identifikation, welche den antiautoritären Affekt in verliebte Hörigkeit transformiert, indem die tabuisierten Regungen stellvertretend an Anderen bekämpft werden. </p>
<p><em>Die Website der Gruppe Morgenthau ist unter <a href="http://www.gruppemorgenthau.com" target="_blank">www.gruppemorgenthau.com/</a> erreichbar.</em></p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D</em></strong></p>
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		<title>Dialektik der Gegenaufklärung (II):  Die arabische Nation auf deutschem Sonderweg</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=799</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 21:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 1. März 2012, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei KARL SELENT (Düsseldorf) Vortrag &#038; Diskussion Wie die Entstehung der deutschen Nationalbewegung als antimaterialistische, romantische, die deutsche Geschichte mystisch verklärende Reaktion auf den in Europa seit der französischen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=799">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 1. März 2012, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>KARL SELENT (Düsseldorf)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Wie die Entstehung der deutschen Nationalbewegung als antimaterialistische, romantische, die deutsche Geschichte mystisch verklärende Reaktion auf den in Europa seit der französischen Revolution beschleunigt sich entwickelnden Kapitalismus, als Reaktion auf die französische militärische Präsenz in den deutschen Fürstentümern beschrieben werden kann, so die Entstehung der panarabischen Nationalbewegungen nach dem 1. Weltkrieg als antimaterialistische, romantische, die arabische Geschichte mystisch verklärende Reaktion auf die koloniale Durchdringung ihrer Länder, als Reaktion auf die französische militärische Präsenz im Libanon, in Syrien, die britische in Palästina, im Irak, in Ägypten.<br />
Die Zukunft einer modernen deutschen Nation, in der die Kleinstaaterei, die Zukunft einer modernen arabischen Nation, in der die koloniale Teilung überwunden sein würde, sollte über die Rückbesinnung auf mystisch verklärte vergangene Stärken gewonnen werden – hier die barbarisch-germanischen Urkräfte, dort die (kriegerischen) Tugenden des goldenen islamischen Zeitalters, hier das deutsche Gemüt, dort die arabische Seele. An der Moderne interessierte vor allem die weit fortgeschrittene Technik. Gab die deutsche Nationalbewegung, die ursprünglich positiv auf die französische Revolution sich bezogen hatte, Aufklärung, Humanität, bürgerliche Freiheit sukzessive auf zugunsten des Bündnisses mit den alten feudalen, den reaktionären Mächten, dem preußischen Militarismus (»Blut und Eisen«), so suchten auch die panarabischen Nationalbewegungen das Bündnis mit dem Militär oder gingen gleich selbst aus ihm hervor wie der ägyptische Nasserismus (»Freie Offiziere«). Sie waren nicht am Vorbild bürgerlich-demokratischer Nationen orientiert, sondern an der völkischen Nation Deutschland. Dies soll im Verlauf des Vortrags anhand von grundlegenden Studien Bassam Tibis über die »Konzeption des völkischen, panarabischen Nationalismus und ihre ideengeschichtlichen Quellen« gezeigt werden, Studien aus dessen Buch ›<em>Vom Gottesreich zum Nationalstaat. Islam und panarabischer Nationalismus</em>‹ (Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1987).<br />
Die intellektuellen Wegbereiter des panarabischen Nationalismus, der Hochschullehrer Sati’ Husri, im Anschluß an ihn der Theoretiker und Begründer der Baath Partei, Michel `Aflaq, waren nicht an der amerikanischen, der französischen Aufklärung orientiert, an Jefferson, Rousseau, Montesquieu, sondern an der deutschen Romantik, an Herder, Fichte, Ernst Moritz Arndt. »Jene deutschen Denker, die der Aufklärung verpflichtet waren, wie Lessing, Kant, Hegel u.a., werden von den germanophilen arabischen Nationalisten als Kosmopoliten abgetan. Ihr Augenmerk gilt vornehmlich dem deutschen Volksbegriff der Romantik, den sie auf die ›arabische Nation‹ okulieren.« (105)<br />
Über »Husris Angriff auf die französische Nationsidee« schrieb Tibi (Professor für internationale Beziehungen an der Universität Göttingen) ein ganzes Kapitel. Den antifranzösischen deutschen Nationalismus beschrieb Tibi (einst in Frankfurt Student bei Adorno, Horkheimer, Habermas und Iring Fetscher) treffend als »Konternationalismus«, der arabische Nationalismus der Kolonialzeit sei diesem »intellektuell verwandt« gewesen. (104) Sati Husri, Michel `Aflaq seien die »Väter des germanophilen arabischen Nationalismus« gewesen (123), die »das arabische politische Denken überhaupt bis zum Beginn der 1960er Jahre auf nachhaltige Weise prägten« (104).<br />
Husri wirkte in Syrien, im Irak, in Ägypten je in hoher Funktion als staatlicher Erziehungsbeamter, zeitweise als Minister. Seine Arbeiten, so Tibi, waren die »einflußreichsten Schriften in allen arabischen Ländern. Sie waren Pflichtlektüre an Schulen und Universitäten sowie für Mitglieder nationalistischer Parteien. Husri wurde zum ›Philosophen des arabischen Nationalismus‹ erklärt; ein führender politischer Schriftsteller nannte Husri gar den ›arabischen Fichte‹ &#8230; Im zersplitterten Deutschland vor 1871 sieht Husri eine historische Parallele zu dem zersplitterten arabischen Gebiet zwischen dem persischen Golf und dem atlantischen Ozean. Wonach die Araber sich – Husri zufolge – sehnen, ist ein ›arabisches 1871‹«. (110, 115) Dementsprechend sah die nasseristische, in den 1950er und ’60er Jahren unter den Palästinensern einflußreichste, in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens vertretene Bewegung der Arabischen Nationalisten (BAN) im Chef des ägyptischen Militärregimes, Gamal Abdel Nasser, einen »arabischen Bismarck« (197).<br />
»Der Logik solchen Vergleichs folgend«, schrieb der Referent in einer früheren Publikation, »darf angenommen werden«, daß die arabischen Nationalisten hofften, »ein preußisches Ägypten werde die Einheit Arabiens mit ›Blut und Eisen‹ erzwingen.« Wie der preußische Militarismus unter Führung Bismarcks die Einheit Deutschlands mittels eines Krieges gegen Frankreich erzwungen hatte, so wollten die arabischen Nationalisten unter Führung Nassers die Einheit Arabiens mittels eines Krieges gegen Israel erzwingen. (Selent 2003, 133)<br />
Was in diesem Vortrag beschrieben werden soll, sind Parallelen und Ähnlichkeiten der deutschen und arabischen Nationenbildung. Es soll die in der Geschichtswissenschaft, in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften entwickelte Theorie des deutschen Sonderwegs angewendet werden für die Untersuchung der arabischen Nationenbildung. Es geht um die Dialektik zu spät gekommener arabischer Gesellschaften, Traditionsgesellschaften, die an der Aufklärung nicht interessiert waren, die an der Moderne allein ihre überlegene Technik interessierte, die an der völkischen Nation Deutschland orientiert waren, in der Folge logisch auch am deutschen Faschismus. (Mallmann / Cüppers: ›<em>Halbmond und Hakenkreuz. Das ›Dritte Reich‹, die Araber und Palästina</em>‹, Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2006)<br />
Daß die frühen panarabischen Strömungen am Nationalsozialismus orientiert waren, soll im Verlauf des Vortrags am Beispiel von Gruppierungen gezeigt werden, aus denen die syrische und die irakische Baath Partei hervorgegangen sind, am Beispiel u.a. von Zitaten früher Führer dieser Parteien sowie ihres Begründers und Theoretikers Michel `Aflaq, der nach Angaben von Prof. Tibi »während seines Aufenthaltes in Paris 1937 mit der Lektüre von Alfred Rosenbergs Buch ›Der Mythos des zwanzigsten Jahrhunderts‹« beschäftigt war. (190)<br />
»Texte von Vordenkern der faschistischen Bewegung oder des Nationalsozialismus«, so Christoph Schumann, Assistent an der Professur für Politik und Zeitgeschichte des Modernen Nahen Ostens (Universität Erlangen-Nürnberg), seien »in den vierziger Jahren im Milieu des Baath-Nationalismus durchaus en vogue« gewesen. (In: Höpp / Wien / Wildangel, Hrsg., Berlin 2004, 162f)<br />
»Die syrischen Parteifreunde«, so wieder Bassam Tibi, »fanden `Aflaq voller Begeisterung für Rosenberg und Hitler. Im nationalsozialistischen Deutschland sah `Aflaq ein Vorbild für die ihm vorschwebende Synthese aus Nationalismus und Sozialismus.« (1987, 190) Dieser »Arabische Sozialismus« war radikal antikommunistisch und antisemitisch ausgerichtet. Über Karl Marx äußerte `Aflaq, dieser habe den wissenschaftlichen Sozialismus »mit seiner haßerfüllten jüdischen Seele beträufelt« (Tibi 1969, 28). »Nach dem Staatsstreich der germanophilen, mit dem Dritten Reich kollaborierenden arabischen Nationalisten unter Raschid `Ali Gailani 1941 im Irak gründete `Aflaq ein Komitee, das dem Gailani-Regime volle Unterstützung zusicherte« (Tibi 1987, 190). Dieses Komitee, »eine Gesellschaft für Irakhilfe«, »war die Urzelle der späteren Baath-Partei« (Lewis, Frf./M./Berlin, 1987, 178).<br />
Der profaschistische Staatsstreich im Irak mündete im Juni 1941 in Bagdad in den »Farhud«, einen Pogrom, bei dem 179 Juden ermordet, 2118 verletzt wurden, 242 jüdische Kinder ihre Eltern verloren, 48.584 Juden ihres Eigentums beraubt, Synagogen und Thorarollen geschändet wurden. (vgl. ›<em>Enzyklopädie des Holocaust</em>‹, Bd. II, 643) Was also hier in diesem Vortrag thematisiert werden soll, sind die arabischen Gesellschaften, wie sie auf deutschem Sonderweg sich bewegt und herausgebildet haben, weltabgewandte, antihumanistische, gegenaufgeklärte, antidemokratische Staaten, Macht- und Militärstaaten, in denen die Bedingungen gegeben waren, unter denen die Konsequenz des Antisemitismus, die Vernichtung, Realität zu werden drohte: Nach Angaben des deutschen Gesandten in Bagdad, Fritz Grobba, stellten die irakischen Putschisten gegenüber dem »Dritten Reich« den Anspruch, »die Frage der jüdischen Elemente, die sich in Palästina und in den anderen arabischen Ländern befinden, so zu lösen, wie es den nationalen und völkischen Interessen der Araber entspricht, und wie die Judenfrage in Deutschland gelöst worden ist.« (1967, 196f) Umsetzen aber konnten die irakischen Faschisten ihre Pläne nicht. Britische Truppen, darunter eine Kommandoeinheit der zionistischen Untergrundorganisation Irgun Zvai Le&#8217;umi, machten dem prodeutschen Militärregime ein Ende.</p>
<p><em>Der Referent, Karl Selent, machte eine Ausbildung zum Betriebsschlosser und studierte an der Universität Gesamthochschule Duisburg Sozialwissenschaften, dort bei dem marxschen Soziologen Prof. Dankwart Danckwerts sowie bei dem liberalen Sinologen Prof. Konrad Wegmann (Autor einer Publikation mit dem Titel ›<em>Zur Problematik marxistischer Ethik und sozialistischer Moral: China</em>‹, 1978). Selent ist Lehrbeauftragter an der Universität Duisburg Essen. Er gibt dort ein Seminar zum Thema »Islamische und andere Staaten auf deutschem Sonderweg«.</em></p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D</em></strong></p>
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		<item>
		<title>Materialistische Naturbegriffe und Kritik herrschender Naturvorstellungen</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 20:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 2. Februar 2012, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei CHRISTOPH PLUTTE (Berlin) Vortrag &#038; Diskussion Kann die Kritik an den herrschenden Vorstellungen von Natur und den Naturwissenschaften politisiert und zum Aktionsfeld kommunistischer Kritik gemacht werden? In jeder &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=783">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 2. Februar 2012, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>CHRISTOPH PLUTTE (Berlin)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p><strong><em>Kann die Kritik an den herrschenden Vorstellungen von Natur und den Naturwissenschaften politisiert und zum Aktionsfeld kommunistischer Kritik gemacht werden?</em></strong></p>
<p>In jeder historischen Epoche werden bestimmte Vorstellungen von Natur ausgebildet, in denen sich die gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse vielfach widerspiegeln. Die Naturvorstellungen des Mittelalters wurden von der Kirche sanktioniert und überwacht, die die gesellschaftliche und ständische Ordnung in der himmlischen und natürlichen Ordnung zu verdoppeln suchte. Daher bekämpfte die Kirche vehement alle Versuche, das starre Bild der von Gott geschaffenen Natur aufzuweichen. Unter ihren zahlreichen Gegnern haben insbesondere die Materialisten im Vorfeld der französischen Revolution die Naturphilosophie dazu benutzt, am Gegenstand von Natur und Mensch, Seele und Körper und in naturphilosophischen Begriffen über die Gesellschaft zu sprechen, revolutionäre Gedanken zu entwickeln und den Sturz des Königs zu fordern.<br />
Seitdem hat sich viel verändert und die Naturanschauung unterliegt keiner Zensur von Staat und Kirche mehr und auch die politische Herrschaft stützt sich nicht mehr auf unhinterfragbare Wahrheiten, sondern eher auf ein konfuses Durcheinander von Meinungen. Nicht mehr der Zweifel an sog. ewigen Wahrheiten ist ein Skandal, sondern die selbstbewusste Behauptung, wahre Aussagen über die Ursachen der gesellschaftlichen Misere treffen zu können.<br />
Dabei gehe ich u.a. von den Versuchen von Friedrich Engels aus, einen dialektisch-materialistischen Begriff von Natur zu entwickeln. Wenn von linker und kommunistischer Seite naturwissenschaftliche Anschauungen und Theorien kritisiert werden, dann bezieht sich die Kritik häufig auf Naturwissenschaftler, die naturwissenschaftliche Theorien auf soziale Phänomene übertragen wie z.B. beim Sozialdarwinismus oder gegenwärtig bei Hirnforschern und Gentechnikern. Die Frage ist aus meiner Sicht, inwiefern ein materialistisch-dialektischer Naturbegriff dabei helfen kann, nicht nur diese falschen Übertragungen und Biologisierungen zu kritisieren, sondern diesen an der Wurzel ein anderes Naturverständnis entgegenzusetzen. Schließlich erscheint die erkenntnistheoretische Selbstbeschränkung in den Naturwissenschaften – keine Begriffe von Natur, sondern nur Modelle zur Berechnung von Naturphänomenen liefern zu wollen – ein Pedant zur Behauptung zu sein, das menschliche Elend und die gesellschaftlichen Missstände nicht abschaffen, sondern nur sozialdemokratisch lindern zu können.<br />
Im Vortrag möchte ich versuchen diese Gedanken vor dem Hintergrund der materialistischen Naturphilosophie der französischen Aufklärung und der ›<em>Dialektik der Natur</em>‹ von Friedrich Engels, die in gewisser Weise ihre Weiterentwicklung ist, auszuführen.</p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D</em></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Hisbollah – Geschichte und Gegenwart der ›Partei Gottes‹</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=777</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 20:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 5. Januar 2012, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei JONATHAN WECKERLE (Stop the Bomb) Vortrag &#038; Diskussion Die Hisbollah wurde Anfang der 80er Jahre im Libanon während des libanesischen Bürgerkriegs und des israelischen Libanonkriegs gegründet. Sie ist &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=777">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 5. Januar 2012, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>JONATHAN WECKERLE (<a href="http://de.stopthebomb.net" target="_blank">Stop the Bomb</a>)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Die Hisbollah wurde Anfang der 80er Jahre im Libanon während des libanesischen Bürgerkriegs und des israelischen Libanonkriegs gegründet. Sie ist der bislang einzig erfolgreiche »Export« der Islamischen Republik Iran, als deren verlängerter Arm im Kampf gegen Israel und den Westen sie weltweit agiert. Die Hisbollah hat für islamistische Organisationen immer wieder Maßstäbe gesetzt, ob im Bereich des (Selbstmord-)Terrorismus oder der Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche. Ihr Generalsekretär Hassan Nasrallah war lange der populärste Führer im Nahen Osten, über den Fernsehsender Al-Manar werden seine Reden weltweit ausgestrahlt. Doch haben die Umbrüche in der arabischen Welt auch die Hisbollah erschüttert, und die »Widerstandskämpfer« sind zunehmend selbst zu Gewaltherrschern im Bündnis mit der iranischen und syrischen Diktatur geworden. Der Vortrag mir einigen Bildern und Videos soll nicht nur die Geschichte, Ideologie und Organisation der Hisbollah beleuchten, sondern aus aktuellem Anlass exemplarisch die Illusion einer demokratischen Integration islamistischer Bewegungen kritisieren.</p>
<p><em>Jonathan Weckerle ist Sprecher von STOP THE BOMB, Mitglied im Mideast Freedom Forum Berlin und freier Autor für u.a. Jungle World, Iz3W und Konkret.</em></p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D</em></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Idiotendynastie Über die Erblichkeit der Dummheit am Beispiel der Familie Martin Walsers</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=761</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=761#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 16:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 8.12.2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei CARL WIEMER (Berlin) Vortrag &#038; Diskussion Entgegen den Thesen Thilo Sarrazins ist Intelligenz keineswegs erblich, Dummheit aber sehr wohl, wie sich am Beispiel der Familie Walser in Gestalt von Vater &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=761">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 8.12.2011, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>CARL WIEMER (Berlin)<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Entgegen den Thesen Thilo Sarrazins ist Intelligenz keineswegs erblich, Dummheit aber sehr wohl, wie sich am Beispiel der Familie Walser in Gestalt von Vater Martin, seinen drei schriftstellernden Töchtern sowie seinen Schwiegersöhnen studieren lässt. In der Erbärmlichkeit der Literaturprodukte aus dem Hause Walser spiegelt sich stellvertretend das Elend des deutschen Kulturbetriebs, welcher die institutionellen Voraussetzungen künstlerischer Inferiorität liefert und der auf einer Mischung aus Nepotismus, Klientelismus und inzestuöser Borniertheit beruht. Zudem werden von den Mitgliedern des Walserclans zwei der glorreichsten deutschen Traditionen repräsentiert – der Antisemitismus durch das NSDAP-Mitglied Martin Walser und das Denunziantentum durch seinen Schwiegersohn und Ehemann von Tochter Alissa, den STASI-Spitzel Sascha Anderson. Die deutsche Wiedervereinigung wird im Hause Walser tagtäglich als Familienzusammenführung begangen.<br />
Carl Wiemer schildert in seiner Dokumentarkomödie ›<em>Der Literaturverweser</em>‹ (Edition Tiamat 2010) einen Tag im Leben der Familie Walser und begleitete darüber hinaus über ein Jahr lang die Auftritte von Martin und Alissa Walser, indem er bei deren Lesungen Flugblätter als Aufklärungsmaterial über den Walserclan unters Publikum brachte. Seitdem wird er von den Walsers mit Unterlassungserklärungen und einstweiligen Verfügungen eingedeckt. Mit allen Mitteln polizeilicher Repression versuchen die Walsers mit dem Grundrecht freier Rede ausgerechnet jene Freiheit zu sabotieren, der die Literatur der Moderne manches zu verdanken hat.<br />
In seinem Vortrag erzählt Carl Wiemer von seinen gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem Walserclan, schildert dessen Antisemitismus als Geschäftsmodell der ganzen Familie und referiert über die Genese von Dummheit, völkischem Bewusstsein und denunziatorischer Bösartigkeit, welche sich in den Vertretern der Familie Walser exemplarisch verkörpern. Die Literatur, deren Tod schon oft prophezeit wurde, ist mit Autoren vom Schlage der Walsers in den Zustand der Verwesung übergegangen.</p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D.</em></strong></p>
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		<title>Eine »nette Hitler-Gemeinde« im »Judenland«  Die Landesgruppe der NSDAP in Palästina</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 17:05:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 3. November 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei Vortrag &#38; Diskussion RALF BALKE, Düsseldorf In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts lebten rund 2.500 nicht-jüdische deutsche Staatsbürger in Palästina. Bereits vor 1933 traten erste Personen dieser &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=730">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 3. November 2011, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>Vortrag &amp; Diskussion<br />
RALF BALKE, Düsseldorf</p>
<p>In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts lebten rund 2.500 nicht-jüdische deutsche Staatsbürger in Palästina. Bereits vor 1933 traten erste Personen dieser Palästina-Deutschen der NSDAP bei, bis 1939 war jeder dritte Erwachsene im Besitz des braunen Parteibuches. Die Geschichte der Landesgruppe der NSDAP ist ein einzigartiges Beispiel für die Selbstnazifizierung einer deutschen Gemeinschaft jenseits der Grenzen des Dritten Reiches auf einem Terrain, das zunehmend jüdisch geprägt war und unter britischer Herrschaft stand. Dies sollte gravierende Folgen für die Beziehungen zu den jüdischen, arabischen und britischen Nachbarn haben und zugleich das Ende des seit der Mitte des 19. Jahrhunderts existierenden Kolonisationsprojekts pietistischer Siedler in Palästina einleiten.</p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit der <a href="http://www.ruhrwerkstatt.de" target="_blank">Ruhrwerkstatt Oberhausen</a>.</em></strong></p>
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		<title>Vom Proletariat zum Pöbel Eine andere Geschichte der deutschen Arbeiterklasse</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 17:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei Vortrag &#38; Diskussion JOACHIM BRUHN (Initiative Sozialistisches Forum, Freiburg) Begriff und Sache der Klassengesellschaft haben ihre eigene, negative Dialektik. Im Resultat der Transformation der bürgerlichen in die kapitalisierte &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=735">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 6. Oktober 2011, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>Vortrag &amp; Diskussion<br />
JOACHIM BRUHN (<a href="http://isf-freiburg.org" target="_blank">Initiative Sozialistisches Forum</a>, Freiburg)</p>
<p>Begriff und Sache der Klassengesellschaft haben ihre eigene, negative Dialektik. Im Resultat der Transformation der bürgerlichen in die kapitalisierte Gesellschaft ist »Klasse« total und objektiv geworden – in dem Sinne genau der vermittlungslosen Anteilnahme an und der kollektiven Arbeitsteilung in der Verwertung des Kapitals. Eine »herrschende Klasse« kann es so wenig noch geben wie eine proletarische; Subjektivität im irgendwie emphatischen Verstande, gar: die revolutionäre der Lohnarbeiter, ist so hoffnungslos wie der Generalstreik von Arbeitsbienen. Mehrwert, Ausbeutung, Profit: diese Kategorien bestehen fort, aber nur als quasi-naturwissenschaftlich zu konstatierende. Es ist dies das Resultat der allgemeinen Tendenz der Kapitalvergesellschaftung, die Produzenten des Reichtums als nur »lebendige Arbeit« und selbstbewußtes »variables Kapital« zu setzen, die Tendenz genau, in der das Kapital seinen Begriff als die Gesellschaft selbst zu setzen strebt; eine Strebung, die der Nazi-Faschismus zur Wirklichkeit hat werden lassen. Ganz wider Willen enthüllt so die marxsche ›Kritik der politischen Ökonomie‹ die Verwandlung der Klassen in den allgemeinen Pöbel, ins willige Menschenmaterial – man muß nur, gegen alle linksdeutsche Ideologie, lesen können, man muß nur einmal die Perspektive umkehren, d.h. den marxschen Klassenbegriff als die Rekonstruktion der negativen Wahrheit verstehen, die Theodor W. Adorno dann 1942 in seinen ›Reflektionen zur Klassentheorie‹ zu Protokoll nehmen mußte. </p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit der <a href="http://www.ruhrwerkstatt.de" target="_blank">Ruhrwerkstatt Oberhausen</a>.</em></strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Elvis Crashed the Towers Zur Kritik von Verschwörungstheorien</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 17:04:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 15. September 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei Vortrag &#38; Diskussion FLORIAN HESSEL (Bochum) Nachdem am 2. Mai 2011 der Tod Osama bin Ladens durch ein Spezialkommando der US-Army bekannt wurde, dauerte es nur wenige Stunden &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=739">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 15. September 2011, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>Vortrag &amp; Diskussion<br />
FLORIAN HESSEL (Bochum) </p>
<p>Nachdem am 2. Mai 2011 der Tod Osama bin Ladens durch ein Spezialkommando der US-Army bekannt wurde, dauerte es nur wenige Stunden bis erste Stimmen dies in Zweifel zogen: bin Laden sei schon seit Jahren tot, vielleicht habe es ihn nie gegeben oder er lebe schon lange unter falscher Identität als Biker in Florida. Seit zehn Jahre zuvor, am 11. September 2001 vier von Selbstmordattentätern gekaperte Flugzeuge etwa 3.000 Menschen unter den Trümmern des New Yorker World Trade Centers und des Pentagons in Washington begraben hatten, stand bin Laden als Repräsentant des verantwortlichen islamistischen Terror-Netzwerkes al-Qaida im Fokus des Interesses. Seine Beteiligung und die Ereignisse von 9/11 insgesamt wurden zum Kristallisationspunkt des von linken Globalisierungskritikern über den europäischen Mainstream bis hin zu rechtsextremen Milizenführern gleichermaßen vertretenen, größten Verschwörungsmythen-Komplexes seit der Erfindung der »Protokolle der Weisen von Zion«: die Anschläge seien durch die Regierung der Vereinigten Staaten wissentlich geduldet, selbst durchgeführt, durch Sprengungen, Logistik etc. unterstützt worden oder eine glatte Lüge. Sie seien nichts als ein zynischer Vorwand zur kriegerischen Unterwerfung der Völker der Welt unter das ökonomische, politische und kulturelle Diktat Amerikas&#8230;<br />
Vor dem Hintergrund der Rezeption der Anschläge vom 11.9.2001 bis hin zum Tod bin Ladens wird die Veranstaltung Hinweise auf die Geschichte, Struktur und Funktion von Verschwörungsmythen geben. Weniger deren vorgeblicher Gehalt an Fakten soll dabei im Mittelpunkt stehen als ihre Form der Erklärung von Elementen oder gar des Ganzen gegenwärtiger Gesellschaft. Warum und wie die paranoide Wahrnehmung Wirkungsmacht entfalten kann, darüber wird versucht werden kritisch Aufklärung zu leisten.</p>
<p><strong><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit der <a href="http://www.ruhrwerkstatt.de" target="_blank">Ruhrwerkstatt Oberhausen</a>.</em></strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>»Mir Zeynen Do«</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 20:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ghettoaufstand und die Partisan/inn/en von Bialystok Ingrid Strobl. Produktion: Kaos-Team, 90 Minuten, Köln 1992 Filmvorführung Mittwoch 30. Juni 2010, 20.00 Uhr, Café Steinbruch, Duisburg Eintritt frei Im August 1943 erheben sich die jüdischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer der ostpolnischen Stadt &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=684">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Ghettoaufstand und die Partisan/inn/en von Bialystok</strong><br />
Ingrid Strobl. Produktion: Kaos-Team, 90 Minuten, Köln 1992</p>
<p>Filmvorführung</p>
<p><strong>Mittwoch 30. Juni 2010, 20.00 Uhr, Café Steinbruch, Duisburg</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>Im August 1943 erheben sich die jüdischen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer der ostpolnischen Stadt Bialystok gegen die endgültige Liquidierung des Ghettos und damit der jüdischen Bevölkerung durch die deutschen Besatzer. Nur wenige überleben den Aufstand, unter ihnen sechs junge Frauen, die fortan den Widerstand der Stadt aufrecht erhalten, bis es ihnen gelingt, den Kontakt zu ihren Kampfgefährtinnen und -gefährten in den umliegenden Wäldern wieder aufzunehmen. Im Frühling 1944 dringt eine sowjetische Partisanenbrigade bis in die Umgebung von Bialystok vor und vereinigt sich mit den jüdischen Partisanen. Die sechs jungen Frauen, »die Mejdalach« (die Mädchen) genannt, organisieren nun als antifaschistisches Komitee die Verbindung zwischen dem Wald und der Stadt, die Waffen- und Informationsbeschaffung und die Vorbereitung der Anschläge gegen deutsche Einrichtungen in Bialystok. Drei dieser ehemaligen Kämpferinnen, Liza Czapnik, Chaika Grossmann und Anja Rud &#8211; sie leben inzwischen in Israel -, erzählen von ihrem Kampf gegen die deutsche Vernichtungspolitik.</p>
<p><em>»Mir Zeynen Do«<br />
Der Ghettoaufstand und die Partisan/inn/en von Bialystok<br />
Ingrid Strobl. Produktion: Kaos-Team, 90 Minuten, Köln 1992</em></p>
<p><em>Inge Strobl studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte über das Thema »Rhetorik im Dritten Reich«. Sie war zunächst beim ORF in Wien tätig, zog 1979 nach Köln und arbeitete als Redakteurin der Zeitschrift Emma. 1986 machte sie sich als freie Autorin selbständig.<br />
Veröffentlichungen zum Thema:<br />
Die Angst kam erst danach. Jüdische Frauen im Widerstand 1939 – 1945<br />
Anna und das Anderle. eine Recherche<br />
Sag nie, du gehst den letzten Weg. Frauen im bewaffneten Widerstand gegen Faschismus und deutsche Besatzung</em></p>
<p>Eine Veranstaltung der Antifa3D<br />
www.3d.antideutsch.com</p>
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		<title>Buffy the Vampire Slayer</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 20:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Slayer Grrrl Power, Ödipale Vampire und die Allegorese der Kulturindustrie Vortrag, Filmausschnitte &#038; Diskussion Carmen Dehnert &#038; Lars Quadfasel Montag, 26.05.2008, 20:00 Uhr, Havanna Duisburg, Musfeldstr. 26, Nähe Dellplatz Eintritt frei Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit dem Bildungswerk &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=681">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Slayer Grrrl Power, Ödipale Vampire und die Allegorese der Kulturindustrie</strong><br />
Vortrag, Filmausschnitte &#038; Diskussion<br />
Carmen Dehnert &#038; Lars Quadfasel</p>
<p><strong>Montag, 26.05.2008, 20:00 Uhr, Havanna Duisburg, Musfeldstr. 26, Nähe Dellplatz<br />
Eintritt frei</strong></p>
<p><em>Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit dem Bildungswerk der Humanistischen Union Essen</em></p>
<p>Vier Jahre nach ihrem Ende wird die amerikanische Fernsehserie »Buffy the Vampire Slayer«, die von 1997 bis 2003 in sieben Staffeln und 144 Folgen lief, unter der Ägide von Schöpfer Joss Whedon als monatlicher Comic fortgesetzt. Die akademische Faszination für die Teenage-Gothic-Horror-Comedy ist ohnehin, vor allem in den angelsächsischen Ländern, ungebrochen: In bislang über 20 Monographien und Sammelbänden, zahllosen Aufsätzen und einer regelmäßig erscheinenden Internetzeitung (http://slayageonline.com) wird analysiert, was und wie an »Buffy« subversiv ist; der nächste Kongress zum Thema wird 2008 in Arkansas stattfinden.</p>
<p>Gerade unter feministisch und dekonstruktivistisch orientierten Intellektuellen ist die Serie dabei zum Renner avanciert. Buffy nämlich subvertiert die Rollenklischees des archetypischen Horrorfilms: Statt hilflos aufs Monster zu starren und auf den Retter zu warten, darf die blonde Teenagerin, stellvertretend für alle ihre Geschlechtsgenossinnen, endlich einmal zurückschlagen – gegen Vampire, Dämonen und all die anderen hässlichen Gestalten, die einem Mädchen das Leben zur Hölle machen können. Situiert in Sunnydale, einer fiktiven Kleinstadt der weißen Mittelklasse, erzählt die Show »von Losern für Loser« (Joss Whedon) vom Horror, den es bedeutet, erwachsen zu werden: Ex-Freunde verwandeln sich in psychopathische Monster, die Autoritäten – vom Rektor bis zum Bürgermeister – sind samt und sonders mit dem Bösen im Bunde, und jeder Schulweg führt direkten Weges zum Höllenschlund, von dem alles Unheil magnetisch angezogen wird. »Buffy« hat nie einen Emmy gewonnen, dafür aber, mit überwältigender Mehrheit, die US-amerikanische ZuschauerInnenwahl zum besten gleichgeschlechtlichen Kuss der Fernsehgeschichte</p>
<p>Auf dieser Veranstaltung soll daher diskutiert werden, ob es der Serie tatsächlich gelungen ist, für  die Verbreitung feministischer und gesellschaftskritischer Inhalte im Fernsehen neue Maßstäbe zu setzen – und ob das im Rahmen von Kulturindustrie überhaupt möglich ist. Dabei soll es zum einen um Darstellungen von Sexualität in »Buffy« gehen: Entzieht sich die Liebe von Tara und Willow (die als erste lesbische Prime-Time-Beziehung öffentlich hohe Wellen geschlagen hat) ihrer Ausbeutbarkeit durch Männerphantasien bzw. Frauenfreundschaftskitsch? Lassen sich die »kastrierten Vampire« Angel und Spike als Repräsentanten maskuliner Sexualängste deuten?</p>
<p>Zum anderen soll es um Fragen kritischer Medientheorie gehen: Inwieweit ist es »Buffy« gelungen, eine eigenständige, d.h. materialgerechte Fernsehästhetik zu erschaffen – und so just dem geistlosen Format der Serie Geist abzutrotzen? Lassen sich ausgerechnet in den elendsten Mechanismen des Fernsehens, den Identifikationen aus zweiter Hand, dem Ineinander von Entfremdung und Alltag, Möglichkeiten des Umschlags finden?</p>
<p>Auch jenseits dieser Fragestellungen wird es sicherlich, nicht zuletzt anhand der dargebotenen Serienausschnitte, genug Stoff für Debatten geben.</p>
<p><em>Zu den ReferentInnen: Carmen Dehnert und Lars Quadfasel sind aktiv in der Hamburger Studienbibliothek (http://www.studienbibliothek.org) und waren 2007 als ReferentInnen zum Istanbuler Kongress »Buffy Hereafter« geladen. Ihr Essay zu »Buffy«, »Ein Gespenst geht um«, ist in Konkret 10/07 abgedruckt. Weitere Veröffentlichungen: »Wenn der braune Großvater erzählt«, in: »Subjekt. Gesellschaft«, Münster 2002; »Wenn Deutsche zu sehr lieben«, in: »Subjekt (in) der Berliner Republik«, Berlin 2003 (gemeinsam mit Sonja Witte).<br />
</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der stumme Zwang</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=678</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.3d.antideutsch.com/?p=678</guid>
		<description><![CDATA[und andere Filme über Möglichkeit und Notwendigkeit der Abschaffung der Lohnarbeit Dienstag, 8.12.2009, 20:00 Uhr, Café Steinbruch Duisburg Nichts ist fürchterlicher, als alle Tage von morgens bis abends etwas tun zu müssen, das einem widerstrebt. (Friedrich Engels) Ein Leben ohne &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=678">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>und andere Filme über Möglichkeit und Notwendigkeit der Abschaffung der Lohnarbeit</strong></p>
<p>Dienstag, 8.12.2009, 20:00 Uhr, Café Steinbruch Duisburg</p>
<p><em>Nichts ist fürchterlicher, als alle Tage von morgens bis abends etwas tun zu müssen, das einem widerstrebt.</em><br />
(Friedrich Engels)</p>
<p>Ein Leben ohne Arbeit scheint heute den meisten Menschen unvorstellbar. Und obwohl sich niemand freut, den der Wecker morgens um fünf aus dem Schlaf reißt, nicht einmal wünschenswert. In einer Welt, in der es, wie Marx formuliert, kein Glück ist, ein produktiver Arbeiter zu sein, sondern ein Pech, ist es ein noch größeres Unglück, nicht als unmittelbares Verwertungsmittel des Kapitals fungieren zu dürfen.<br />
Dabei erwartet diejenigen, die einen bekommen, an ihrem Arbeitsplatz – von dem, wie jedem jeder versichert, alles Wohl und Wehe abhängt und um den alle daher in ständiger Sorge sind – in erster Linie Monotonie und Langeweile, selbst wenn sie, was unwahrscheinlich ist, von nervigen Kunden, launischen Chefs und mobbenden Kolleginnen verschont bleiben: wie zum Hohn auf den Aufwand, der betrieben wird, um die Ware Arbeitskraft so attraktiv erscheinen zu lassen, daß sich für sie ein Käufer findet, könnte der Großteil der Tätigkeiten, die in der heutigen Arbeitswelt anfallen, genauso gut von dressierten Affen und halbwegs begabten Papageien verrichtet werden.<br />
Obwohl sich das Leben der Menschen um die Arbeit dreht, sogar das derjenigen, die keine haben, existiert die Arbeitswelt im konventionellen Spielfilm nur am Rande. Fabriken zum Beispiel kommen in den Fabrikaten der Traumfabrik kaum vor. Der vielleicht berühmteste Film der Frühzeit, Arbeiter verlassen die Lumière-Werke (1895), hat die Richtung vorgegeben: die Filmcharaktere werden gewissermaßen am Werkstor abgeholt. Erst dann beginnt das Abenteuer, das der Erzählung wert ist. Zum einen vielleicht, weil indeed kein Zuschauer nach Feierabend noch einen Gedanken an die Tretmühle, der er gerade eben entkommen ist, verschwenden mag, zum anderen, weil die real existierende Mehrwertproduktion dem auf Entwicklung &#038; Story basierenden Spielfilm wenig zu bieten hat. Dabei zuzuschauen, wie aus Geld mehr Geld wird, ist aufregend bei einem Ganoven, der sich mit einem Tresorknacker zusammentut und den Sprengstoff von einem zwielichtigen Spielhöllenbetreiber finanzieren läßt, Herstellung und Verkauf von, sagen wir, Gewindeschrauben, Playstations oder Schnürsenkeln bieten da deutlich weniger Thrill.<br />
Obwohl in fast allen konventionellen Spielfilmen die Figuren einen Beruf haben, spielt dieser für die Filmhandlung meist nur eine Nebenrolle. Die Haupthandlung findet in der Wohlfühlsphäre der Konsumtion bzw. Reproduktion statt. Jedenfalls treiben sich die Film- und Fernsehhelden ständig in Autos, Flugzeugen, Restaurants, Raumschiffen, Hotels, Bars, Swimming Pools, Betten oder an anderen exotischen Kriegsschauplätzen herum, während die meisten Arbeitsplätze nur in dem Moment gezeigt werden, in dem der Held sie verläßt.<br />
Die wenigen Ausnahmen bilden Berufe, die mit der Kapitalverwertung nur am Rande zu tun haben: Detektiv, Kommissar, Bankräuber, Pirat, Cowboy, Soldat oder Raumfahrer, Berufe, die – mit einer gewissen Nähe zum Tod – besonders zur Heroisierung taugen (aus irgendeinem nicht nachvollziehbaren Grund gelten auch Richter und Anwälte für sexy), und die zugleich eine Form bürgerlicher Subjektivität und Handlungsfähigkeit vorgaukeln, die im wirklichen Leben längst passé ist, sofern es sie je gegeben hat. Selbst die Krankenhaus- oder Polizeirevier-Serien haben mit dem Arbeitsalltag der realen Institutionen wenig zu tun. Statt für die Krankenkassenzugehörigkeit des Patienten interessiert sich das Krankenhauspersonal der Fernsehserie vordringlich dafür, wer mit wem schläft. Und vielleicht wäre es tatsächlich ein seltsamer Film, der eine Kommissarin 90 Minuten lang dabei zeigen würde, wie sie vor dem Rechner sitzt und Papierkram erledigt.<br />
Indem der konventionelle Spielfilm die Realität der Fabriken und Verwaltungsbüros schamhaft verdrängt, läßt er an ihrer grundsätzlichen Berechtigung keinen Zweifel. Nicht einmal der Science Fiction-Film, der nun wirklich alle Möglichkeiten dazu hätte, bringt die Kraft auf, seinem Publikum eine Zukunft zu präsentieren, in der Herrschaft, Geld und Arbeit abgeschafft und durch ein „universelles Produzieren nach den Gesetzen der Schönheit“ (Marx) ersetzt sind – was sich potenziert, ist die Leistungsfähigkeit der Computer und Maschinen, die auf erweiterter Stufenleiter auch auf dem Planeten XY den gleichen Zwecken dienen wie auf der Erde.<br />
Nur wenige Spielfilme haben die Herausforderung angenommen, für eine von Mühsal und Plackerei befreite Gesellschaft Bilder zu finden.<br />
Die Gruppe Slatan Dudow – Filme gegen Deutschland hat ein Programm von solchen Filmen zusammengestellt, die die Notwendigkeit und Möglichkeit der Abschaffung der Arbeit zum Thema haben. Es reicht vom französischen Spielfilm der 1970er bis zum deutschen Spielfilm der 2000er Jahre (einen davon hat die Gruppe selbst beigesteuert). Die Absurdität und der Schrecken der Arbeitswelt werden ebenso vorgeführt wie auf dem Gegenpol eine Gesellschaft, in der die Leute von einem Tag auf den anderen nur noch das tun, wozu sie Lust haben. </p>
<p><em><strong>Eine Veranstaltung der ANTIFA3D ‹www.3D.antideutsch.com›</strong></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Scheinwahlen, Wahlbetrug, Niederschlagung von Massenprotesten</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=675</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=675#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.3d.antideutsch.com/?p=675</guid>
		<description><![CDATA[Die aktuelle Lage im islamischen Gottesstaat Iran und die Bedrohung Israels durch die Atombombe Vortrag &#038; Diskussion Thomas Becker Dienstag, 10.11.2009, 20:00 Uhr, Café Steinbruch Schlechte Zeiten für eine demokratische Revolution in Iran: Kein Transparent mit der Aufschrift »Yes We &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=675">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die aktuelle Lage im islamischen Gottesstaat Iran und die Bedrohung Israels durch die Atombombe</strong></p>
<p>Vortrag &#038; Diskussion<br />
Thomas Becker</p>
<p>Dienstag, 10.11.2009, 20:00 Uhr, Café Steinbruch</p>
<p>Schlechte Zeiten für eine demokratische Revolution in Iran: Kein Transparent mit der Aufschrift »Yes We Can« und kein Sternenbanner wies im Juni den Demonstranten in Teheran die Richtung an, so wenig wie in Washington die Bereitschaft zu erkennen war, sich dem Kampf gegen den Terror anzuschließen. Statt dessen hüllte sich der Protest selbst in Grün, während der amerikanische Präsident dem Islam, nicht den Gegnern, sondern den Schergen des Regimes die »Hand zur Freundschaft« reichte. Sogenannte Islamexperten und selbstgewisse Dialogstrategen der »internationalen Gemeinschaft« propagierten die aktive Nichteinmischung als höchste Kunst moderner Realpolitik, und wiederholten damit doch nur das Credo des totalen Gottesstaats, der keine Souveränität außer sich zu fürchten hat.<br />
So konnte Mahmoud Ahmadinejad seinen Wahlkampf voll ungetrübter Zuversicht unter dem Slogan »Ma Mitavanim« – »Yes, we can« auf Farsi – führen: Wir können Wahlen fälschen, Ehebrecherinnen steinigen, Homosexuelle erhängen, Atomraketen bauen und Israel auslöschen, ohne daß uns jemand daran zu hindern auch nur versuchen wird. Ganz entgegen der Meinung der für jede Illusion zu habenden Weltöffentlichkeit ist das Regime der islamischen Revolutionswächter, das Iran spätestens seit der erstmaligen Wahl Mahmoud Ahmadinejads zum Präsidenten im Sommer 2005 unangefochten beherrscht, durch die Ereignisse des vergangenen Junis nicht geschwächt, sondern in der Gewißheit bestärkt worden, für keines seiner Verbrechen jemals zur Verantwortung gezogen zu werden. Es sei denn, die berühmten »Reformer« – Mousavi, Karoubi, Rafsanjani – wollten jetzt plötzlich den Sturz, nicht bloß mehr Macht für sich innerhalb des Regimes. Doch auch das könnte eine Illusion sein, für die nicht nur die »internationale Gemeinschaft«, sondern auch die iranische Opposition empfänglich sein dürfte.<br />
Der Vortrag wird diese Unwägbarkeiten nicht beseitigen können, ganz im Gegenteil: Die Darstellung der Verhältnisse in Iran, der Ideologie und der Machtmittel des Regimes der Revolutionswächter, seiner Innen- und Außenpolitik und der internen und internationalen Opposition, soll eine Diskussion über die Voraussetzungen und Möglichkeiten eines Regime Change und einer demokratischen Revolution jenseits eines lediglich auf Laune und Temperament gründendem Pessimismus oder Optimismus erst ermöglichen. Es wird dabei um den Kampf um bürgerliche Freiheiten in Iran, den Terrorkrieg gegen Israel und das iranische Atomraketenprogramm gehen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinky Friedman</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=673</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesung, Musik und Filmschnipsel Ein Abend mit Klaus Bittermann (Berlin) Donnerstag 8. Oktober 2009, 20:00 Uhr, Café Steinbruch Duisburg VVK: 7€, AK: 9€ (Tickets im Steinbruch oder bei Kartenhaus.de) Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Antifa3D »Es ist keine Schande, aus &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=673">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lesung, Musik und Filmschnipsel<br />
Ein Abend mit Klaus Bittermann (Berlin)</p>
<p>Donnerstag 8. Oktober 2009, 20:00 Uhr, Café Steinbruch Duisburg<br />
VVK: 7€, AK: 9€ (Tickets im Steinbruch oder bei Kartenhaus.de)</p>
<p>Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Antifa3D</p>
<p>»Es ist keine Schande, aus Texas zu kommen, es ist nur eine Schande, dahin zurückzukehren«, lautet eine schöne Sottise Kinky Friedmans. Diese Selbstironie findet man selten, denn nach seinem langen Leben als Krimiautor in New York kehrte der »jüdische Cowboy« wieder zurück nach Texas, um dort am 7. November 2006 als Kandidat bei den Gouverneurswahlen ins Rennen zu gehen. Wenn er auch nur 4. wurde, konnte er doch immerhin 14 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen, und man darf bezweifeln, daß es soviel Leute in Bayern gibt, die einen Mann wählen würden, der sich von Berlin aus so abfällig über die Südprovinz geäußert hätte.<br />
Aber das ist nicht das einzige Erstaunliche an diesem Exzentriker, der lange Jahre mit den »Texas Jewboys« die Welt des Country mit grandiosen Songs aufmischte. Erst als sein Koks-Konsum so angestiegen war, daß er »auf eine Leiter steigen mußte, um sich am Hintern zu kratzen«, fing er mit dem Schreiben von Krimis an. Nicht die übliche Krimiware natürlich, nein, Kinkys Krimis entziehen sich dem Genre auf elegante Weise, sie dienen ihm dazu, seine Philosophie der Melancholie und der verantwortungslosen Fröhlichkeit auszubreiten.<br />
Diesem ungewöhnlichsten Charakter, den Texas je hervorgebracht hat, widmet sich dieser Abend mit Musik, Filmschnipseln und Lesung.</p>
<p><em>Klaus Bittermann lebt und arbeitet in Berlin. Er gibt seit 1979 die Edition Tiamat. heraus, in der die Reihe ›Critica Diabolis‹ erscheint.<br />
Er ist Herausgeber zahlreicher Anthologien, u.a. des ›Who&#8217;s who peinlicher Personen‹. Unter dem Pseudonym Artur Cravan schrieb er eine Berlin-Krimi-Trilogie.</em></p>
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		<title>»Vertrauen«</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Satirische Lesung mit THOMAS EBERMANN &#038; RAINER TRAMPERT Dienstag, 15.09.2009, 20:00, Café Steinbruch Eintritt: VVK 9 € / AK 12 € (Tickets im Steinbruch und bei ticketmaster.de) Eine Veranstaltung mit Unterstützung der ANTIFA3D www.antifa3d.de Geben wir der Krise keine Chance! &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=667">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Satirische Lesung mit THOMAS EBERMANN &#038; RAINER TRAMPERT</p>
<p>Dienstag, 15.09.2009, 20:00, Café Steinbruch<br />
Eintritt: VVK 9 € / AK 12 € (Tickets im Steinbruch und bei ticketmaster.de)</p>
<p>Eine Veranstaltung mit Unterstützung der ANTIFA3D www.antifa3d.de</p>
<p>Geben wir der Krise keine Chance! Wir benötigen dazu nur eines: Vertrauen! Vertrauen in Märkte, Behörden, Schutzschirme, Rettungspakete, Kirchen, Nachbarn und zu uns. Wer helfen will, muss sich nur etwas einschränken und mehr Geld ausgeben. Warum knausern die Leiharbeiter? Wer jetzt einen Neuwagen kauft, spart die KfZ-Versicherung; wer zwei kauft, das Doppelte. Die Ersparnis sollte sofort in die Kapitalmarkt-Rente investiert oder ausgegeben werden, empfehlen die Wirtschaftsweisen. Dass die Wirklichkeit sich wieder nicht an ihre Prognosen gehalten hat, liegt diesmal an Alan Greenspan, einigen unanständigen Managern, am Produktdesign und an uns. Denn Wirtschaft ist zu 90 Prozent Psychologie. Keiner hat die Komplexität so volkstümlich auf den Punkt gebracht wie der Leiter der Raiffeisenfiliale in Bobingen: „Man kann mit 100 Grad kochen, auch mit 130 Grad. Aber wenn man den Schnellkochtopf auf 150 dreht, dann explodiert er. Und dann braucht man nicht nur einen neuen Topf, sondern muss die ganze Küche renovieren. Aber das ist nicht das Problem, sondern dass keiner mehr Schnellkochtöpfe kauft.“<br />
Aus solchen Geistesblitzen basteln Ebermann und Trampert ihre Geschichten in der „bewährten Montage von unverfälschten Originalzitaten und eigener Kommentierung, die sie in einem arbeitsteiligen Duett vortragen“, ein Programm mit alten und neuen Stücken und „einer satirisch handwerklichen Fallhöhe, dass einem schwindelig wird“.<br />
Kleiner Vorgeschmack gefällig? Gleich nach den ersten Meldungen über faule Papiere suchten die Deutschen Halt und fanden ihn bei Ex-Kanzler „Helmut Schmidt“, der Abend für Abend in Fernsehtalks und Sondersendungen die Weltlage aus der Sicht eines Oberleutnants der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg erklärt.<br />
Und was wäre ein Abend über die Krise ohne kirchlichen Beistand? In einem Gespräch mit „Bischof Marx“ wird Trost gespendet. Auch in schlimmsten Krisen müsse keiner mehr Angst vor dem Sozialismus haben, weil die scholastische Theologie des Mittelalters bereits auf Privateigentum statt Hedonismus gesetzt hat. Je nach Laune besteht noch die Möglichkeit, sich Richard Wagners spannende und Identität stiftende Mordgeschichte „Der Ring der Nibelungen“ oder was anderes anzuhören. Zu Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich an die Kabarettisten ihres Vertrauens. </p>
<p><em>Rainer Trampert und Thomas Ebermann leben als freie Publizisten in Hamburg. Als Autoren schreiben sie u.a. für „KONKRET“ und „Jungle World“. Als Buchtitel erschienen: ›Die Offenbarung der Propheten‹ (1996), ›Verpasst Deutschland den Anschluss?‹ (2000) ›Sachzwang &#038; Gemüt‹ (2002)<br />
Zuletzt gastierten sie mit ihrem Kabarettprogramm „Bitteres Vergnügen“ 2008 in Duisburg</em></p>
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		<title>Revolution gegen den Faschismus?</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=664</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:09:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Thesen zum Verfall des Kommunismus Mittwoch, 24. Juni 2009, 20:00, Café Steinbruch Vortrag &#038; Diskussion Davon ausgehend, daß die Vernichtung der europäischen Juden nicht möglich gewesen wäre ohne das die Klassen übergreifende und verschmelzende Mordkollektiv der Deutschen: die verwirklichte Volksgemeinschaft, &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=664">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thesen zum Verfall des Kommunismus</strong></p>
<p>Mittwoch, 24. Juni 2009, 20:00, Café Steinbruch<br />
Vortrag &#038; Diskussion</p>
<p>Davon ausgehend, daß die Vernichtung der europäischen Juden nicht möglich gewesen wäre ohne das die Klassen übergreifende und verschmelzende Mordkollektiv der Deutschen: die verwirklichte Volksgemeinschaft, will der Vortrag in teils spekulativen Thesen zur Diskussion stellen:</p>
<p><strong>1</strong>. Daß die offizielle Arbeiterbewegung (›Kommunistische‹ und Sozialdemokratische Partei sowie Gewerkschaften) keinen Begriff des Faschismus hatte und diesen also nicht wirksam bekämpfen, geschweige denn verhindern konnte. </p>
<p><strong>2</strong>. Daß diese staatsloyale Arbeiterbewegung im Gegenteil – wenn auch ungewollt – den Faschismus mit vorbereitete.</p>
<p><strong>3</strong>. Daß es in Deutschland eine bessere kommunistische Bewegung gab (namentlich die Kommunistische Arbeiter-Partei und die Allgemeine Arbeiter-Union Einheitsorganisation), die aber unter den Arbeitern seit 1921 isoliert war und daraufhin in Sekten und Einzelgänger zerfiel. </p>
<p><strong>4</strong>. Daß dieser Linkskommunismus zu seiner Zeit die Fundamente des späteren Faschismus, jeglichen Deutschtums angriff.</p>
<p>Eine Veranstaltung der ANTIFA3D </p>
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		<title>Wir sind Dalai Lama!</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=662</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 22:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Reflexionen über die Politik eines tibetischen Mönchs und die Bedürfnisse seiner deutschen Anhänger Dienstag, 26.05.2009, 20:00 Uhr, Steinbruch Duisburg Vortrag &#038; Diskussion Horst Pankow (Berlin) Mitte Juni 2008 berichtete die »Berliner Zeitung« von Anstrengungen deutscher Diplomaten ihren chinesischen Kollegen zu &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=662">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Reflexionen über die Politik eines tibetischen Mönchs und die Bedürfnisse seiner deutschen Anhänger</strong></p>
<p>Dienstag, 26.05.2009, 20:00 Uhr, Steinbruch Duisburg<br />
Vortrag &#038; Diskussion<br />
Horst Pankow (Berlin)</p>
<p>Mitte Juni 2008 berichtete die »Berliner Zeitung« von Anstrengungen deutscher Diplomaten ihren chinesischen Kollegen zu erklären, »daß<br />
Merkels Dalai-Lama-Empfang weniger eine außen- als eine innenpolitische Botschaft enthielt, weil der Friedensnobelpreisträger in<br />
Deutschland nun mal so populär ist«. Und das ist er in der Tat. Schon als der politisierende Mönch im vergangenen Jahr durch Deutschland<br />
tourte, bescherte ihm der allgemeine Zuspruch nicht nur prominente Plätze in den Massenmedien, bei seinen öffentlichen Auftritten<br />
erreichte er Besucherzahlen, wie sie sonst nur Pop-Stars beschieden sind.<br />
Antwort auf die Frage nach den Voraussetzungen dieses, nicht nur in Deutschland, sondern nahezu in der gesamten westlichen Welt zu<br />
verzeichnenden Erfolgs ist freilich nicht leicht zu erlangen. In den Veröffentlichungen des Lamas findet man kaum mehr als diffuse<br />
Lebensweisheiten, die gestreßten Zivilisationsmenschen nahelegen, nicht zu sehr am Materiellen zu kleben, Geduld, Gelassenheit und vor<br />
allem »Loslassenkönnen« zu üben, Weisheiten mithin, die auf dem Esoterik-Markt stets wohlfeil zu haben sind. Auch macht der Lama<br />
selbst wenig Aufhebens von seinem tibetisch-buddhistischen Firlefanz. Bei manchen Gelegenheiten hat er Konvertierungswillige gar mit<br />
der Aufforderung brüskiert, sich doch zunächst einmal mit ihrer »angestammten« religiösen Tradition zu beschäftigen.<br />
Mehr noch als »spiritueller Führer« hat das »geistliche Oberhaupt« der Tibeter als Separatistenchef einen Namen. Ob aus dem indischen<br />
Exil oder während seiner Welt-Tourneen, niemals wird er müde, den »kulturellen Genozid«, den »Ethnozid« am »tibetischen Volk«<br />
mittels »Überfremdung der Heimat« anzuprangern. Wenn solcherlei Aufforderungen zur ethnischen Säuberung aber von tibetischen<br />
Nationalisten handfest umgesetzt werden, wie anläßlich des »Volksaufstandes« im März letzten Jahres, als ein fanatisierter Mob chinesische<br />
Händler und ihre Angestellten lebendig verbrannte, winkt der Lama ab und droht sogar, angesichts der Greueltaten das Handtuch zu<br />
werfen. Nicht die staatliche Unabhängigkeit Tibets ist sein Ziel, mit einer »Autonomie« innerhalb des chinesischen Staatverbandes würde<br />
er sich durchaus begnügen. Das Tibet vor der chinesischen Besetzung zu verklären, ist sein Anliegen offenbar nicht; er selbst hat schon auf<br />
das Barbarische der seinerzeitigen klerikal-feudalen Herrschaft hingewiesen.<br />
Scheint der Dalai Lama eine widersprüchliche Figur zu sein, ohne übertriebene Kohärenz in der Weltsicht, so zeigen sich seine deutschen<br />
Anhänger entschlossener. Die blutigen antichinesischen Ausschreitungen im März wurden nicht nur in Deutschland als legitimer Kampf<br />
gegen eine fiese Besatzungsmacht glorifiziert, der fanatische Mob und die verbrannten Leichen seiner Opfer aus den Videoaufnahmen der<br />
Nachrichtensender weitgehend entfernt. Entschlossen agierende Schlägertypen, die den Transport des »Olympischen Feuers« gewaltsam<br />
zu verhindern versuchten, wurden zu Helden stilisiert, nicht etwa weil sie vielleicht dem irrational-autoritären Feuerzauber ein Ende<br />
hätten machen wollen, sondern weil die weltweite Fangemeinde das mythische Feuer schlicht von falschen, sprich chinesischen, Händen<br />
getragen sah.<br />
Sowenig die westliche Tibetbegeisterung etwas mit den realen Verhältnissen, Möglichkeiten und Perspektiven der kargen Hochland-<br />
Region zu tun hat, so wenig bezieht sie sich auf ein reales China. Auch wer annimmt, das Tibet-Bild der westlichen Tibet-Freunde sei<br />
ebenso eine Projektion wie die Heiligkeit des »geistlichen Oberhauptes«, liegt wohl nicht falsch. Bezeichnenderweise ist gerade die zum<br />
»Dach der Welt« erhobene Himalaja-Region seit langem Projektionsfläche obskurer Bedürfnisse: Ein geheimnisvolles »Shangri-La«,<br />
bewohnt von Menschen mit gleichermaßen intellektueller wie erotischer Weisheit, wähnten dort Schwärmer in der Zeit nach dem 1.<br />
Weltkrieg, später versuchten nazideutsche Expeditionen in dem Hochland die »Wiege der arischen Rasse« zu finden (noch heute geniert<br />
man sich nicht bei dem Hinweis, der Dalai Lama habe seine ersten Unterweisungen in Weltläufigkeit durch den SS-Mann Heinrich Harrer<br />
erhalten), und während des chinesischen Realsozialismus war Tibet ein Focus pseudomessianischen, fanatisch antikommunistischen<br />
Welterlösungswahns.<br />
Obgleich die historischen und mentalen Bedingungen solcher Projektionen heute nicht mehr existieren, wird dennoch ungehemmt weiter<br />
projiziert. Termini wie autochthon, gewachsene Kultur, Fremdherrschaft und Überfremdung bestimmen die aktuellen Tibet-Fantasien.<br />
Was es damit auf sich hat soll im Vortrag erläutert werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Antiserbische Ressentiments in neueren Kriminalfilmen</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=660</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=660#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 21:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<description><![CDATA[6. Mai 2010, 20:00 Uhr, Druckluft, Oberhausen Vortrag &#038; Diskussion Eine Muslima hat den Teufel gesehen, er ist – ein Serbe. Charmant, kultiviert, integriert, geschäftlich erfolgreich – hinter dieser Maske verbirgt sich, mit dunklen Mächten im Bündnis das Böse. Solche &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=660">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>6. Mai 2010, 20:00 Uhr, Druckluft, Oberhausen<br />
Vortrag &#038; Diskussion</strong></p>
<p>Eine Muslima hat den Teufel gesehen, er ist – ein Serbe. Charmant, kultiviert, integriert, geschäftlich erfolgreich – hinter dieser Maske verbirgt sich, mit dunklen Mächten im Bündnis das Böse.<br />
Solche Darstellungen »des Serben«, nicht unähnlich der Darstellung »des Juden« in antisemitischen Filmen, nehmen in letzter Zeit zu, besonders in englischsprachigen und skandinavischen Produktionen. Der Vortrag wird diese Entwicklung anhand von Filmausschnitten einer Kritik unterziehen.</p>
<p>Eine Veranstaltung der Antifa3D<br />
www.3D.antideutsch.com</p>
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		<title>Die Agenda der ›Israelkritiker‹</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=656</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Jan 2011 21:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, 23. Februar 2010 , 20:00 Uhr, Café Steinbruch, Duisburg Eintritt frei Vortrag &#038; Diskussion Alex Feuerherdt (Bonn) Im Auftrag der Uno erarbeitet und veröffentlicht eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Juristen Richard Goldstone einen Bericht, der eine fast 600 &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=656">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag, 23. Februar 2010 , 20:00 Uhr, Café Steinbruch, Duisburg</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p><strong>Vortrag &#038; Diskussion<br />
Alex Feuerherdt (Bonn)</strong></p>
<p>Im Auftrag der Uno erarbeitet und veröffentlicht eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz des Juristen Richard Goldstone einen Bericht, der eine fast 600 Seiten dicke, vehemente Anklageschrift gegen Israel ist und sich zu großen Teilen auf Stellungnahmen antiisraelischer NGOs stützt. Die populäre Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezichtigt den jüdischen Staat in einer umfangreichen Broschüre wahrheitswidrig, den Palästinensern das Wasser zu stehlen und sie dadurch an den Rand des Verdurstens zu bringen. Nahezu alle westlichen Politiker betrachten nicht die Hamas und die Fatah, sondern die israelischen Siedlungen in den umstrittenen Gebieten als „Haupthindernis für den Frieden im Nahen Osten“ und sind hellauf empört, wenn ihnen die Frage gestellt wird, warum Juden in einem prospektiven palästinensischen Staat eigentlich nicht leben dürfen sollen.<br />
Wie kommt es, daß Israel – nicht zuletzt von NGOs, die sich die Verteidigung der Menschenrechte auf die Fahnen geschrieben haben – immer wieder dämonisiert und ihm de facto das Recht abgesprochen wird, sich gegen seine Feinde zur Wehr zu setzen? Warum wird diesen Feinden so viel Verständnis gezollt oder gar Sympathie entgegen gebracht? Weshalb ist die so genannte Israelkritik vor allem hierzulande so ungeheuer populär, und was treibt sie an?</p>
<p><em>Alex Feuerherdt ist freier Autor und lebt in Bonn. Er schreibt regelmäßig für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zum Thema Nahost, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, Konkret, den Tagesspiegel und die Jungle World.</em></p>
<p>Eine Veranstaltung der Antifa3D<br />
www.3D.antideutsch.com</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>D-Day Club Omaha Beach Ein Abend mit der Antifa D-Day Duisburg</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=610</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 19:40:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag, 10.06.2011, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei Am 6. Juni 1944 begann in der Normandie mit der Operation Overlord die Befreiung Frankreichs und später Westeuropas vom Nazifaschismus. Wir feiern die erfolgreiche Landung der alliierten Truppen zwischen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=610">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag, 10.06.2011, 20:00 Uhr, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
<strong>Eintritt frei</strong></p>
<p>Am 6. Juni 1944 begann in der Normandie mit der Operation Overlord die Befreiung Frankreichs und später Westeuropas vom Nazifaschismus. Wir feiern die erfolgreiche Landung der alliierten Truppen zwischen Omaha- und Sword Beach.<br />
Freunde, Förderer, Interessierte und alle, die Lust auf einen Drink bei Duke Ellington, Count Basie, Benny Goodman oder auch Charlie Parker haben, sind herzlich eingeladen.<br />
Filme zur Operation Overlord kommen natürlich auch nicht zu kurz. Die ein- oder andere Zigarre könnte auch am Start sein. An subversiver Literatur wird es nicht mangeln.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wolfgang Pohrt: »Gewalt &amp; Politik«</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=605</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 19:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 5. Mai 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Eintritt frei Buchvorstellung &#38; Diskussion KLAUS BITTERMANN Dreißig Jahre lang galt Wolfgang Pohrt als einer der avanciertesten Köpfe in der Linken. In insgesamt zwölf Büchern, in zahlreichen Artikeln, Glossen, Polemiken &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=605">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 5. Mai 2011, 20:00, <a href="http://drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
Eintritt frei</p>
<p>Buchvorstellung &amp; Diskussion<br />
KLAUS BITTERMANN</p>
<p>Dreißig Jahre lang galt Wolfgang Pohrt als einer der avanciertesten Köpfe in der Linken. In insgesamt zwölf Büchern, in zahlreichen Artikeln, Glossen, Polemiken in fast allen Zeitungen der Republik gab er die Richtung an. Seine großen Themen waren der NS, die Friedensbewegung, der Serbienfeldzug, die Wiedervereinigung, die autoritäre Struktur der Deutschen und natürlich die Linke selbst. Die Leute, die sich von Pohrt auf den Schlips getreten fühlten, weil er ihre geheimen Beweggründe analysierte, ergäben ein beeindruckendes Who‘s who der beleidigten Leberwürste. Das Echo, das Pohrt hervorrief, war für einen freischaffenden Kritiker und Autor ungewöhnlich. An ihm schieden sich die intellektuellen Geister, ihn haßte die Meinungselite in Deutschland aufrichtig und von ganzem Herzen. Seit fünf Jahren ist Wolfgang Pohrt verstummt, eine ungewöhnliche Haltung, der man eine gewisse Bewunderung nicht entsagen kann angesichts derjenigen, die eine dürftige Idee ihr Laben lang auswalzen, ohne etwas wesentlich Neues hinzuzufügen.<br />
Klaus Bittermann, der langjährige Verleger Pohrts erinnert in seinem Vortrag daran, daß in Deutschland die Linke zwar auf der ganzen Linie versagt hat, aber dank Wolfgang Pohrt das Niveau der Kritik an ihr weit besser war, als sie es verdient hatte, ja man kann sogar sagen, daß ein realistisches Bild von ihr nur deshalb erhalten geblieben ist, weil Pohrt sich ihrer Macken, Fehler und Eigenarten angenommen hat. Als Gesellschaftsanalytiker nicht weniger brillant und weitsichtig, war Pohrt in gewissem Sinne das beste Beispiel dafür, wie vergeblich das Anschreiben gegen Verhältnisse sein kann, wenn diese von der Mehrheit so gewollt werden und eine intellektuelle Opposition nicht mehr vorhanden ist, der Gewicht und Bedeutung zukäme.</p>
<blockquote><p><strong>Und am 6. Mai um 20 Uhr liest Klaus Bittermann im <a href="http://www.djaezz.de" target="_blank">DJäzz Duisburg</a> aus seinem neuen Buch <em>›The Crazy Never Die‹</em> über amerikanische Rebellen in der populären Kultur: Lenny Bruce, Robert Mitchum, Hunter S. Thomspon, Abbie Hoffman, Lester Bangs und Kinky Friedman.</strong></p></blockquote>
<p><strong>Klaus Bittermann lebt in Berlin und ist Herausgeber der Edition Tiamat, in der u.a. Titel von Eike Geisel, Hunter S. Thompson und Kinky Friedmann erschienen sind.<br />
Von Pohrt publiztierte die Edition: <em>FAQ</em> (2004), <em>Brothers in Crime. Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit</em> (1997), <em>Theorie des Gebrauchswerts</em> (1995), <em>Harte Zeiten. Neues vom Dauerzustand</em> (1994), <em>Das Jahr danach. Ein Bericht über die Vorkriegszeit</em> (1992), <em>Ein Hauch von Nerz. Kommentare zur chronischen Krise</em> (1989), <em>Stammesbewusstsein, Kulturnation. Pamphlete, Essays, Feuilleton</em> (1984), <em>Kreisverkehr, Wendepunkt. Pamphlete und Glossen</em> (1984)</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine satirische Führung durch 20 Jahre Deutsche Einheit</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=600</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 19:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[mit RAINER TRAMPERT &#038; THOMAS EBERMANN Samstag, 02.04.2011, 20.00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen VVK 9 €, AK 12 € Rainer Trampert und Thomas Ebermann haben aus ihrer 12jährigen Sammlung satirische Stücke ausgewählt, die zu dem Jubiläum »20 Jahre &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=600">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>mit RAINER TRAMPERT &#038; THOMAS EBERMANN</strong></p>
<p><strong>Samstag, 02.04.2011, 20.00 Uhr, <a href="http://www.drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong><br />
VVK 9 €, AK 12 € </p>
<p>Rainer Trampert und Thomas Ebermann haben aus ihrer 12jährigen Sammlung satirische Stücke ausgewählt, die zu dem Jubiläum »20 Jahre deutsche Einheit« passen. Ein Abend voller Überraschungen. Es geht um deutsche Flaggenparaden zu Weltmeisterschaften, die Leitkultur am Beispiel der Wagner-Oper »Die Meistersinger«, die Ehrung eines vorbildlichen Fußballspielers, die Fahndung nach schwarzen Dealern, es geht um saubere Häuserwände, um den Anschluss Helgolands an die Bundesrepublik, die Rückkehr der Wissenschaft zur Schädelmessung, eine Nachbetrachtung zum deutschen Herbst, die eigentümliche Dialektik des Herrn Trittin und einiges mehr.</p>
<p>Nach der Kritik »haben Trampert und Ebermann brillanten, an Marx geschulten Humor«, bei dem auch noch »vor jeder Pointe eine ernsthafte Analyse steht« (›taz‹). Mancherorts hatten sie »einem Teil des Publikums derart zugesetzt, dass ihnen schon zur Pause der Kopf rauchte« (›Hamburger Morgenpost‹). »Was das Duo präsentiert, hat den Charakter einer dialogischen Lesung, bei der die Sätze und Satzteile ineinander greifen – eine wirkungsvolle und unbestechliche Montagetechnik.« Nur »die Frage, wie Deutschland den Sprung in die Zukunft schafft, blieb eher offen«, kritisierte die ›Rheinische Post‹. Das ist wieder zu befürchten, weil beide den Vorsatz pflegen, dem Zeitgeist die Arglosigkeit zu nehmen, ohne sich das Denken durch politischen Pragmatismus verkleistern zu lassen.</p>
<p><em><strong>Eine Veranstaltung der Antifa3D.</strong></em></p>
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		<title>Über das richtige Leben im Elend Das ›Unsichtbare Komitee‹ und der kommende Bürgerkrieg</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=589</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 19:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 24. März 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen NIKLAAS MACHUNSKY (Redaktion ›Prodomo‹, Köln) Vortrag &#38; Diskussion Das kleine Buch über ›Den kommende Aufstand‹ des Unsichtbaren Komitees macht Furore. Fast jede überregionale Zeitschrift hat es rezensiert und in den &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=589">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 24. März 2011, 20:00, <a href="http://www.drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong></p>
<p>NIKLAAS MACHUNSKY (Redaktion ›Prodomo‹, Köln)<br />
Vortrag &amp; Diskussion</p>
<p>Das kleine Buch über ›Den kommende Aufstand‹ des Unsichtbaren Komitees macht Furore. Fast jede überregionale Zeitschrift hat es rezensiert und in den linken Blättern und Blogs wird es heiß diskutiert. Endlich scheint ein kommunistisches Pamphlet wieder von einer breiten Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu bekommen. Steht die Revolution also wieder auf der Tagesordnung, wie es das Komitee behauptet? Ist die Zeit reif? Oder sind die Visionäre des Aufstandes nur die Theoretiker der neuen Protestkultur, wie sie sich in Stuttgart und Gorleben gezeigt hat? So jedenfalls sieht es die »Süddeutsche Zeitung«: »Der Unmut der Menschen mit den Mächtigen entlädt sich wieder häufiger in Demonstrationen auf der Straße. Der Text eines französischen Komitees gibt der diffusen Wut nun einen theoretischen Rahmen.«<br />
Tatsächlich will das Komitee nichts anderes leisten, als das zu formulieren, was sich der Bürger noch nicht offen auszusprechen traut. So gibt das Komitee freimütig zu, nicht Autor des Textes zu sein, sondern der Gesellschaft nur die Feder geliehen zu haben. Weil es sich also bei dem Pamphlet um eine écriture automatique handelt, eignet sie sich besonders gut dazu, der Gesellschaft die Temperatur zu nehmen. Darüber hinaus wird der Referent, die von der ›Jungle World‹ gestellte Frage, ob der Inhalt des Pamphlets eigentlich links sei, in angemessener Weise zu beantworten suchen.</p>
<p><em><strong>Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit der <a href="http://www.ruhrwerkstatt.de" target="_blank">Ruhrwerkstatt Oberhausen</a>.</strong></em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Iran – Eine Diktatur im Niedergang?</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=575</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 20:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch, 16. Februar 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen BERND BEIER (›Jungle World‹, Berlin) Vortag &#038; Diskussion Von Teheran nach Tunis und zurück? Die politische Revolution in Tunesien sendet ihre Schockwellen auch in die Islamische Republik Iran. Dort kursiert &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=575">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittwoch, 16. Februar 2011, 20:00, <a href="http://www.drucklufthaus.de" target="_blank">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong></p>
<p>BERND BEIER (›Jungle World‹, Berlin)<br />
Vortag &#038; Diskussion</p>
<blockquote><p>
<strong>Von Teheran nach Tunis und zurück?</strong><br />
Die politische Revolution in Tunesien sendet ihre Schockwellen auch in die Islamische Republik Iran. Dort kursiert bereits ein Aufruf für eine Demonstration am 14. Februar in Teheran, um Solidarität mit den »Volksbewegungen in der Region und insbesondere mit den Freiheit suchenden Bewegungen des tunesischen und ägyptischen Volks gegen ihre autokratischen Regimes« zu zeigen.<br />
Unser Referent Bernd Beier hat einige Tage in Tunesien verbracht und die Ereignisse dort aus nächster Nähe verfolgt. Er wird auf der Iran-Veranstaltung (auch?) über die Parallelen und die Unterschiede zwischen der »grünen Bewegung« im Iran, die mit der Wahlfälschung 2009 ihren Ausgang nahm, und dem Aufstand in Tunesien referieren.</p></blockquote>
<p>Es knirscht im Getriebe der Islamischen Republik Iran. Ein mal offener, mal verdeckter Machtkampf durchzieht sämtliche Institutionen. Das Parlament versucht, eine Amtsenthebung des Präsidenten Ahmadinejad vorzubereiten. Hohe Ayatollahs, einst die ideologische Stütze des Regimes, kritisieren den Obersten geistlichen Führer Khamenei, weil er die harte Repression – Hinrichtungen, Massenverhaftungen, Folter &#8211; gegen  die Opposition deckt. Bei den »Revolutionswächtern«, der bewaffneten Elitetruppe, werden Generäle wegen Unzuverlässigkeit in den Ruhestand geschickt.<br />
Das institutionelle Hickhack ist die Folge der Wahlfarce vom Juni 2009 und der anschließenden Massenproteste. Angefeuert wird es durch die kriselnde Ökonomie: Der Spielraum für die Verteilung der Ölrente wird enger, im gleichen Maß schwindet die Loyalität. Zudem will die Ahmadinejad-Regierung die Subventionen für Benzin und Grundnahrungsmittel kürzen &#8211; in der optimistischen Hoffnung, die von den Subventionen Abhängigen würden dies widerstandslos hinnehmen.<br />
Die politischen und ökonomischen Machthaber im Iran haben allen Grund zur Sorge. Seit dem Sommer 2009 ist eine Tatsache unübersehbar: Das Land ist in zwei Teile gespalten, von denen der eine will, daß das System der Islamischen Republik verschwindet.</p>
<p><em><strong>Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit der <a href="http://www.ruhrwerkstatt.de" target="_blank">Ruhrwerkstatt Oberhausen</a>.</strong></em></p>
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		<item>
		<title>Dialektik der Gegenaufklärung: Von der Romantik zum Nazifaschismus</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=567</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=567#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 20:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antifa3D</dc:creator>
				<category><![CDATA[2011]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch, 19. Januar 2011, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Vortag &#038; Diskussion KARL SELENT (Düsseldorf) Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit der Ruhrwerkstatt Oberhausen. Alexander Abusch, geboren 1902 in einer jüdischen Familie in Krakau, Kommunist der ersten Stunde, &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=567">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittwoch, 19. Januar 2011, 20:00, <a href="http://www.drucklufthaus.de">Druckluft</a>, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong></p>
<p>Vortag &#038; Diskussion<br />
KARL SELENT (Düsseldorf)</p>
<p><em><strong>Eine Veranstaltung der Antifa3D in Kooperation mit der <a href="http://www.ruhrwerkstatt.de">Ruhrwerkstatt Oberhausen</a>.</strong></em></p>
<p>Alexander Abusch, geboren 1902 in einer jüdischen Familie in Krakau, Kommunist der ersten Stunde, 1918 und 1923 Teilnehmer an den revolutionären Kämpfen in Bayern und Thüringen, 1926-27 Redakteur der ›Roten Fahne‹ in Berlin, 1935-39 ihr Chefredakteur im Prager, im Pariser Exil, nach der Besetzung Frankreichs durch die Nazi-Wehrmacht aus dem Internierungslager geflohen, illegal für die Leitung der KPD in Toulouse tätig, 1941 durch Flucht nach Mexiko dem Holocaust entronnen, in der antifaschistischen Zeitung, für die er dort arbeitete, eine prozionistische Haltung einnehmend, nach der Zerschlagung des Nazifaschismus Chefredakteur der im sowjetisch besetzten Sektor Berlins von Maude Ossietzky neu herausgegebenen ›Weltbühne‹, Alexander Abusch also, später Kulturminister der DDR, faßte 1946 die Aufgabe, mit welcher die antifaschistischen Intellektuellen konfrontiert waren, programmatisch zusammen:<br />
»Die Enthüllung aller reaktionären Elemente in der deutschen Geschichte, Literatur und Philosophie, die zu Wegbereitern für Hitler wurden und seine Herrschaft begünstigen konnten, ist zur unabdingbaren Verpflichtung geworden. Die ganze verpfuschte Geschichte der deutschen Nation steht zur Kritik &#8230;«<br />
Dem folgend, thematisiert der Referent jene Gegenaufklärung, wie sie in den deutschen Fürstentümern, in der deutschen Nationalbewegung als »romantische Reaktion« (Franz Mehring) auf die französische Aufklärung, die französische Revolution, die napoleonische militärische Präsenz wirkmächtig geworden ist. Nicht aufgeklärter, republikanischer, territorialer Nationalismus französischer Prägung war in deutschen Landen gefragt, sondern völkischer, abstammungs-, blutsmäßiger Nationalismus. Hatte der Vormarsch der französischen revolutionären Armeen in die deutschen Fürstentümer den Juden die Befreiung aus dem Ghetto gebracht (Mainz), die Aufhebung Jahrhunderte alter Ansiedlungsverbote (Köln, Lübeck, Bremen), desgleichen das Bürgerrecht (nicht in Österreich u. Sachsen), so folgte auf die deutschen »Befreiungs«kriege, auf die Niederlage der Napoleonischen: die Restauration, die erneute Unterwerfung der Juden unter die alten antijüdischen Bestimmungen. Es soll der »Sieg der Romantik« (Franz Mehring) bis hin zum verhängnisvollen Scheitern der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848 thematisiert werden. Nicht Humanismus, sondern Anti-Humanismus, nicht Liberalismus, sondern Anti-Liberalismus, nicht Materialismus, sondern Anti-Materialismus, nicht Kommunismus, sondern Anti-Kommunismus waren in den deutschen Fürstentümern, im militaristischen deutschen Kaiserreich, in der Weimarer Republik, der »Republik ohne Republikaner«, angesagt. Gegenaufklärung dominierte Staat und Gesellschaft.<br />
Erreichten in Frankreich aufgeklärte Kräfte (Liberale und Sozialisten) in einem jahrelangen zähen Kampf 1906 die Rehabilitation des jüdischen Generalstabsoffiziers Alfred Dreyfus, der 1894 in einem von antisemitischen Motiven bestimmten, juristisch unhaltbaren Verfahren wegen Spionage zu Degradierung, zu lebenslanger Verbannung verurteilt worden war, wobei der Prozeß von antisemitischen Ausschreitungen begleitet war, und konnte im Verlauf der Dreyfusaffäre über weitere Maßnahmen der Trennung von Religion und Staat (Säkularisation der Schulen 1902, Aufkündigung des Konkordats 1905) erreicht werden, daß der althergebrachte, christliche Antijudaismus, der Antisemitismus im Folgenden zurück gedrängt wurden, so blieben im reaktionären preußisch-militaristischen Machtstaat Deutschland die Antisemiten mehr oder weniger unbehelligt. Weil Aufklärung hierzulande Minderheitenströmung blieb, ihre Niederlage nie wettzumachen vermochte, nie tatsächlich wirkmächtig wurde (»Der Kaiser ging, die Generäle blieben«, von ultrarechts bis ultralinks, von Krupp bis Krause bekämpfte man 1923 die letzte Chance zum Sieg der Aufklärung, die französische Besetzung des Ruhrgebiets), deshalb soll hier nicht die Dialektik der Aufklärung thematisiert werden, um den Nazifaschismus zu erklären, sondern die Dialektik der Gegenaufklärung. Auf der Grundlage literatursoziologischer Studien der Kritischen Theorie über ›Die Romantik &#8211; die verdrängte Revolution‹ (Leo Löwenthal) soll »die Sonderentwicklung (!) des bürgerlichen Bewußtseins im Deutschland des 19. Jahrhunderts verfolgt« werden, eben jener »romantische Antimodernismus«, der zusammen mit weiteren, späteren literarischen Strömungen »zum Syndrom der gescheiterten bürgerlichen Revolution« sich fügte. Es soll mit der editorischen Nachbemerkung zu Löwenthals Studie der Frage nachgegangen werden, »warum sich ein aufgeklärtes bürgerliches Bewußtsein in Deutschland nie hat festigen können«. Es soll der Unterschied gezeigt werden zwischen »Kultur und Culture« (Adorno), also zwischen dem, was man in Deutschland meint, unter Kultur verstehen zu müssen, und dem, was man in den USA mit Culture verbindet. Um es mit der Überschrift eines Artikels von Adorno zu sagen: Es soll Antwort gegeben werden »Auf die Frage: Was ist deutsch«. Antwort, wie sie in dem Buch von Joachim Bruhn ›Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation‹ gegeben wurde, wie sie aber auch in der politischen Theorie Hannah Arendts über den völkischen Nationalismus, den kontinentalen Imperialismus, den Antisemitismus zu finden ist. Antwort, wie sie, allgemeiner, von der in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften entwickelten Theorie des deutschen Sonderwegs gegeben wurde. Kurzum, es sollen immer noch jene »Deutschen Zustände« thematisiert werden, jene »Deutsche Ideologie«, die bereits von Marx und Engels unnachgiebig der Kritik unterzogen wurden. Mit Lenin soll »Über deutschen und nichtdeutschen Chauvinismus« Klarheit geschaffen werden.</p>
<p><em>Der Referent, Karl Selent, ehemals Student der Komsomolhochschule in Moskau, Absolvent zweier Sommerlehrgänge der FDJ-Hochschule Wilhelm Pieck in Berlin / Bernau, ist Diplom-Sozialwissenschaftler, derzeit Lehrbeauftragter an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg Essen. Er veranstaltet gemeinsam mit dem marxschen Soziologen Prof. em. Dankwart Danckwerts die ambitioniert auf mindestens sieben Semester angelegte Seminarreihe »Dialektik der Gegenaufklärung«.<br />
</em></p>
<p>http://www.ruhrwerkstatt.de/</p>
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		<item>
		<title>Wolfgang Pohrt: »Gewalt &amp; Politik«</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=528</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 08:23:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag, 10.12.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Wolfgang Pohrt: »Gewalt &#38; Politik« Buchvorstellung &#38; Diskussion KLAUS BITTERMANN Eintritt frei Dreißig Jahre lang galt Wolfgang Pohrt als einer der avanciertesten Köpfe in der Linken. In insgesamt zwölf Büchern, in zahlreichen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=528">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag, 10.12.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen<br />
Wolfgang Pohrt: »Gewalt &amp; Politik«</p>
<p>Buchvorstellung &amp; Diskussion<br />
KLAUS BITTERMANN</p>
<p>Eintritt frei</p>
<p>Dreißig Jahre lang galt Wolfgang Pohrt als einer der avanciertesten Köpfe in der Linken. In insgesamt zwölf Büchern, in zahlreichen Artikeln, Glossen, Polemiken in fast allen Zeitungen der Republik gab er die Richtung an. Seine großen Themen waren der NS, die Friedensbewegung, der Serbienfeldzug, die Wiedervereinigung, die autoritäre Struktur der Deutschen und natürlich die Linke selbst. Die Leute, die sich von Pohrt auf den Schlips getreten fühlten, weil er ihre geheimen Beweggründe analysierte, ergäben ein beeindruckendes Who‘s who der beleidigten Leberwürste. Das Echo, das Pohrt hervorrief, war für einen freischaffenden Kritiker und Autor ungewöhnlich. An ihm schieden sich die intellektuellen Geister, ihn haßte die Meinungselite in Deutschland aufrichtig und von ganzem Herzen. Seit fünf Jahren ist Wolfgang Pohrt verstummt, eine ungewöhnliche Haltung, der man eine gewisse Bewunderung nicht entsagen kann angesichts derjenigen, die eine dürftige Idee ihr Laben lang auswalzen, ohne etwas wesentlich Neues hinzuzufügen.<br />
Klaus Bittermann, der langjährige Verleger Pohrts erinnert in seinem Vortrag daran, daß in Deutschland die Linke zwar auf der ganzen Linie versagt hat, aber dank Wolfgang Pohrt das Niveau der Kritik an ihr weit besser war, als sie es verdient hatte, ja man kann sogar sagen, daß ein realistisches Bild von ihr nur deshalb erhalten geblieben ist, weil Pohrt sich ihrer Macken, Fehler und Eigenarten angenommen hat. Als Gesellschaftsanalytiker nicht weniger brillant und weitsichtig, war Pohrt in gewissem Sinne das beste Beispiel dafür, wie vergeblich das Anschreiben gegen Verhältnisse sein kann, wenn diese von der Mehrheit so gewollt werden und eine intellektuelle Opposition nicht mehr vorhanden ist, der Gewicht und Bedeutung zukäme.</p>
<p>Klaus Bittermann lebt in Berlin und ist Herausgeber der Edition Tiamat, in der u.a. Titel von Eike Geisel, Hunter S. Thompson und Kinky Friedmann erschienen sind.<br />
Außerdem in der Edition Tiamat erschienen sind von Pohrt die Titel<br />
– FAQ, Berlin 2004<br />
– Brothers in Crime. Die Menschen im Zeitalter ihrer Überflüssigkeit, Berlin 1997<br />
– Theorie des Gebrauchswerts, Berlin 1995<br />
– Harte Zeiten. Neues vom Dauerzustand, Berlin 1994<br />
– Das Jahr danach. Ein Bericht über die Vorkriegszeit, Berlin 1992<br />
– Ein Hauch von Nerz. Kommentare zur chronischen Krise, Berlin 1989<br />
– Stammesbewusstsein, Kulturnation. Pamphlete, Essays, Feuilleton, Berlin 1984<br />
– Kreisverkehr, Wendepunkt, Pamphlete und Glossen, Berlin 1984</p>
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		<item>
		<title>Fight for Freedom! – Die Legende vom »anderen Deutschland«</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=51</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=51#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 13:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag, 10.09.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen ANJA WORM Buchvorstellung &#38; Diskussion Eintritt frei »Nach der ersten deutschen Niederlage«, so erklärten Curt Geyer und Walter Loeb 1942, »wurde der Welt die Lüge von der deutschen Unschuld aufgetischt. Die Welt wurde &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=51">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag, 10.09.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong></p>
<p>ANJA WORM<br />
Buchvorstellung &amp; Diskussion</p>
<p>Eintritt frei</p>
<p>»Nach der ersten deutschen Niederlage«, so erklärten Curt Geyer und   Walter Loeb 1942, »wurde der Welt die Lüge von der deutschen Unschuld   aufgetischt. Die Welt wurde eingeladen zu glauben, dass Deutschland   angegriffen wurde und dass es das Schwert zu  seiner eigenen Verteidigung  gezogen hat. Eine zweite Lüge wird derzeit  für den universellen  Gebrauch vorbereitet, die Lüge, dass das deutsche  Volk an diesem Krieg  unschuldig ist.« Während die erste Lüge  inzwischen weitgehend vergessen  ist, hat die zweite nach wie vor  Bestand. Die Legende vom »anderen  Deutschland« war eine der  ideologischen Gründungsvoraussetzungen der  Bundesrepublik und der DDR.  Sie gehört bis heute zum  geschichtspolitischen Repertoire der Berliner  Republik.</p>
<p>Curt Geyer, Walter Loeb und die Mitglieder der   »Fight-for-Freedom«-Gruppe zählen zu den Wenigen, die dieser Legende   schon in den frühen 1940er Jahren, im britischen Exil, entgegentraten.   Mit antideutschen Schriften unterstützten sie Sir Robert Vansittart,   Mitglied des britischen Oberhauses und Publizist – und neben Henry   Morgenthau bis heute einer der meistgehassten Männer in Deutschland.</p>
<p>Anja Worm, die mit Jan Gerber die zentralen Texte des   »Fight-for-Freedom«-Kreises erstmals in deutscher Übersetzung   herausgegeben hat, stellt in ihrem Vortrag nicht nur die Aktivitäten,   Schriften und Reflexionen dieser Gruppe vor. Sie hinterfragt zugleich   die Rede vom »anderen Deutschland«. Warum konnte die Vorstellung, der   Nationalsozialismus, der Zweite Weltkrieg und Auschwitz seien den   Deutschen gegen ihren Willen von einer kleinen Clique Wahnsinniger   aufgezwungen worden, wirkungsmächtig werden? Welche Bedürfnisse bedient   die Rede vom »anderen Deutschland«? Warum wurde die   »Fight-for-Freedom«-Gruppe also trotz ihrer erfolgreichen   publizistischen Aktivitäten in Großbritannien und der zahllosen   Angriffe, mit denen sie von Seiten des arbeiterbewegten Exils – vom   damaligen SAPler Willy Brandt über den Kommunisten Jürgen Kuczynski bis   hin zu den Sozialdemokraten Friedrich Stampfer und Erich Ollenhauer –   bedacht wurde, sowohl in der deutschen Öffentlichkeit als auch im   Wissenschaftsbetrieb über Jahrzehnte hinweg ignoriert?</p>
<p>Curt Geyer, Walter Loeb u.a.: ›Fight for Freedom! Die Legende vom   »anderen Deutschland«‹, herausgegeben von Jan Gerber und Anja Worm, Ça   Ira-Verlag, Freiburg 2009</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kritik üben</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=140</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 12:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch, 6.10.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen DIRK BRAUNSTEIN (Rote Ruhr-Uni Bochum) Vortrag &#38; Diskussion Eintritt frei War Kritik in Zeiten der Aufklärung noch das Mittel schlechthin zu Erkenntnis und Mündigkeit, wird in der Gesellschaft, die derweil zu ihrer &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=140">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch, 6.10.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen</p>
<p>DIRK BRAUNSTEIN (Rote Ruhr-Uni Bochum)<br />
Vortrag &amp; Diskussion</p>
<p>Eintritt frei</p>
<p>War Kritik in Zeiten der Aufklärung noch das Mittel schlechthin zu Erkenntnis und Mündigkeit, wird in der Gesellschaft, die derweil zu ihrer eigenen Ideologie geworden ist, vom Sparkassenangestellten bis zum Bundespräsidenten eine »Kritikfähigkeit« erwartet, die einen gegenteiligen Zweck verfolgt: Die Erzeugung von Einverständnis mit dem Bestehenden; das Abnicken dessen, was nun einmal so und nicht anders ist. Warum das so ist und wie Kritik tatsächlich geht, versucht der Vortrag von Dirk Braunstein zu zeigen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Antizionismus als die Tragödie eines jüdischen Revolutionärs</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=53</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=53#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 09:48:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.3d.antideutsch.com/wordpress/?p=53</guid>
		<description><![CDATA[Montag, 8.11.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen Abraham Léon (1918 – 1944): JOACHIM BRUHN Vortrag &#38; Diskussion Eintritt frei Die Substanz des proletarischen Antizionismus war die tätige Hoffnung auf die Weltrevolution, und seine Wahrheit bestand nur in dieser Authentizität. Dieser &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=53">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Montag, 8.11.2010, 20:00, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen</strong></p>
<p>Abraham Léon (1918 – 1944):</p>
<p>JOACHIM BRUHN<br />
Vortrag &amp; Diskussion</p>
<p>Eintritt frei</p>
<p>Die Substanz des proletarischen Antizionismus war die tätige Hoffnung auf die Weltrevolution, und seine Wahrheit bestand nur in dieser Authentizität. Dieser Internationalismus setzte auf die Gleichzeitigkeit revolutionärer Subjektivität, engagierte sich gegen den universalen Zwangszusammenhang der Nationen. <span id="more-53"></span>Soweit diese subversive Absicht aus den Arsenalen des Marxismus sich begründete, verfielen auch der jüdische Nationalismus, der Zionismus, und sein Staatsgründungsversuch in Palästina der rigorosen Ablehnung. Der jüdische Revolutionär Abraham Léon hat die Weltrevolution theoretisch bis zum letzten ausbuchstabiert und praktisch bis zur bitteren Neige ausschöpfen müssen; sein Werk ›Die jüdische Frage. Eine marxistische Darstellung‹, geschrieben im Untergrund während der Okkupation Belgiens, gibt in einem den Höhepunkt der marxistischen Theorie, wie zugleich, auf eben diesem historischen Scheitelpunkt, ihren Umschlag in Affirmation. Die kritische Theorie der Totalität degeneriert zur Soziologie, weil die Gesellschaft aus ihren Kategorien flieht. Da es falsch wurde, wie Léon im Anschluß an die Tradition glauben möchte, daß der Antisemitismus ein Versuch des »Großkapitals« ist, »den Klassenhaß der Massen von sich abzulenken«, fällt zugleich der proletarische Antizionismus und damit die Kritik, die »zionistische Ideologie« sei nur die »Ideologie des jüdischen Kleinbürgertums, das zwischen den Ruinen des Feudalismus und dem absterbenden Kapitalismus zerrieben wird«, d.h. der wahnsinnige Versuch, »das jüdische Problem unanhängig von der Weltrevolution zu lösen«. Was aber für Léon ein Unglück war, das wurde der postnazistischen Linken zur genauen Absicht ihrer Propaganda gegen Israel und ihrer haltlos verblendeten Bemühungen um einen »emanzipatorischen Antizionismus«: Diese Reflexionsverweigerung verdoppelt den Tod noch einmal, den die Deutschen den jüdischen Revolutionär Léon in Auschwitz erleiden ließen.</p>
<p>Es spricht Joachim Bruhn (ISF, Freiburg), Autor u.a. von ›Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation‹ (ça ira-Verlag 22010) und Co-Autor des Buches der Initiative Sozialistisches Forum ›Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten. Israel und die linksdeutsche Ideologie‹ (ça ira-Verlag).</p>
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		<title>Kalkül und Wahn, Vertrauen und Gewalt</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 11:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor dem Ausnahmezustand des Kapitals Joachim Bruhn (ISF Freiburg) Vortrag und Diskussion Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Gleichwohl: Die Gesellschaft der totalen Konkurrenz ist in heller Panik, sie wird sich zersetzen und zerstören. Unmöglich noch &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=427">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Ausnahmezustand des Kapitals</p>
<p>Joachim Bruhn (ISF Freiburg)<br />
Vortrag und Diskussion</p>
<p>Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Gleichwohl: Die Gesellschaft der totalen Konkurrenz ist in heller Panik, sie wird sich zersetzen und zerstören. Unmöglich noch kann sie die Bedingung der Möglichkeit ihrer eigenen Existenz aus sich selbst heraus reproduzieren: der vollendet autistische Selbstbezug des Kapitals, die losgelassene Akkumulation um der Akkumulation willen, die “Plusmacherei” (Marx) rutscht ins historische Minus, zerbricht an sich und eben daran, daß die Gesellschaftlichkeit der Individuen als Subjekte bloß auf dem<br />
generalisierten Ausschluß aller durch alle gründet, der, eben in den Formen von Wert, Geld, Kapital den totalen Einschluß stiftet, d.h.: die gesellschaftliche Synthesis als vollendet negative. Das ist gewiß paradox: die unbedingte gesellschaftliche Einheit in der Form des totalisierten Atomismus; ein Paradox jedoch, das im Geld dingliche Gewalt annimmt und als “logisches Rätsel” (FAZ) erscheint. In der Panik wird sich die falsche Gesellschaft ihres eigenen Widersinns inne, allerdings in einer nur noch verrückteren Form, einer Form, die das bankrotte Kalkül der Ökonomie vermittels des Wahns der Politik zu therapieren verspricht, tatsächlich zu überbieten sucht: der Form eines paranoiden Souveräns, der den Triumph des Willens über den kapitalen Sachzwang beschwört und so gerade die Angst vor dem Chaos schürt, darin die Flucht nach vorn anpeitscht und so auf den autoritären Staat provoziert, auf den Ausnahmezustand, d.h. auf die ursprünglich faschistische Situation: denn nichts anderes ist der “Preis des Marktes” als das politisch, vermittels des Gewaltmonopols auf Leben und Tod erzwungene Opfer der Individuen.</p>
<p>Joachim Bruhn (Initiative Sozialistisches Forum, Freiburg) hat zuletzt mit Jan Gerber das Buch “Rote Armee Fiktion” herausgegeben (ça ira: 2007), demnächst erscheint von ihm “Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation” (ça ira: Winter 2008).</p>
<p>Eine Veranstaltung der Antifa3D</p>
<p>Mittwoch 22. April 2009, 20.00 Uhr, Eintritt frei<br />
Cafe Steinbruch, Lotharstr. 315, Duisburg Neudorf, www.cafe-steinbruch.com</p>
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		<title>Privateigentum – „tief im Wesen des Menschen“ begründet?</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 11:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Entstehung und Kritik des bürgerlichen Eigentumsbegriffs Ingo Elbe (Rote Ruhr Uni Bochum) Vortrag und Diskussion Der Begriff des Privateigentums ist einer der zentralen Begriffe, auf dem die moderne Gesellschaft ihr Selbstverständnis aufbaut. Privateigentum wird als „dem“ Menschen angemessene Aneignungs- &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=422">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Entstehung und Kritik des bürgerlichen Eigentumsbegriffs</p>
<p>Ingo Elbe (Rote Ruhr Uni Bochum)<br />
Vortrag und Diskussion</p>
<p>Der Begriff des Privateigentums ist einer der zentralen Begriffe, auf dem die moderne Gesellschaft ihr Selbstverständnis aufbaut. Privateigentum wird als „dem“ Menschen angemessene Aneignungs- und Rechtsform von Gütern begriffen – die bürgerliche Gesellschaft damit als vernünftig und dem Wesen des Menschen angemessene legitimiert. Die bei weitem einflussreichste Fassung, ja die Begründung des modernen Privateigentumsbegriffs findet sich in der 1689 veröffentlichten Zweiten Abhandlung über die Regierung von John Locke. Locke leitet das Recht auf Privateigentum aus dem Wesen des Menschen ab, genauer: aus der „Vermischung“ seiner Fähigkeiten mit Sachgütern durch Arbeit. Privateigentum wird damit erstmals in der politischen Ideengeschichte systematisch als vorsoziales Rechtsinstitut begründet und damit dem aufstrebenden Bürgertum eine nachhaltige Legitimationsgrundlage geschaffen, die noch im BGB nachwirkt. Auch viele Kritiken am Kapitalismus wurden von dieser „Arbeitstheorie des Eigentums“ geprägt („Eigentum (der Ausbeuter) ist Diebstahl“, „Recht auf den vollen Arbeitsertrag“ usw.). Der Vortrag soll Lockes Ansatz in seinen Grundzügen und ideengeschichtlichen Konstellationen vorstellen und einer Kritik unterziehen. Die Widersprüche des ökonomischen Liberalismus sollen dabei ebenso deutlich werden, wie die gemeinsamen (falschen) Grundlagen, die viele linke Eigentumstheorien mit ihrem liberalen Widerpart teilen.</p>
<p>Eine Veranstaltung der Antifa3D</p>
<p>Mittwoch 18. März 2009, 20.00 Uhr, Eintritt frei<br />
Cafe Steinbruch, Lotharstr. 315, Duisburg Neudorf, www.cafe-steinbruch.com</p>
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		<title>„Im Land der tausend Derbys“</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 13:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Geschichte des RuhrgebietsfußballHartmut Hering (Gelsenkirchen) Lichtbilder-Vortrag und Diskussion Seit langem gehört der Fußball zum Lebensrhythmus des Ruhrpotts. Vor über 100 Jahren begann das runde Leder die Herzen der Menschen dort zu erobern, und seit 70 Jahren verkörpert diese Region &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=244">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Zur Geschichte des Ruhrgebietsfußball</strong><strong>Hartmut Hering (Gelsenkirchen)<br />
Lichtbilder-Vortrag und Diskussion<br />
</strong></span></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="500" align="center">
<tbody>
<tr bgcolor="#ffffff">
<td>Seit langem gehört der Fußball zum Lebensrhythmus des Ruhrpotts.          Vor über 100 Jahren begann das runde Leder die Herzen der Menschen          dort zu erobern, und seit 70 Jahren verkörpert diese Region die deutsche          Fußballhochburg schlechthin. Nicht nur, weil 14mal der deutsche          Meister von der Ruhr kam. Sondern vor allem, weil es hier mehr Fußballvereine          gibt als anderswo, mehr Sportplätze, auf denen sich am Wochenende          das Stadtteil-Publikum trifft, und mehr Kneipen, in denen abends das Spiel          noch einmal durchdiskutiert wird. Vor allem die zahllosen Derbys, die          emotionsgeladenen Spiele zwischen konkurrierenden Nachbarvereinen, sorgen          dann für Gesprächsstoff.<br />
Der Vortrag beleuchtet die große Tradition der Spitzenvereine wie          Schalke 04 und Borussia Dortmund ebenso wie die &#8220;zweite Reihe&#8221;          der Profivereine MSV Duisburg und VfL Bochum; er erinnert an die Glanztage          einst berühmter, aber heute vergessener, Klubs und beobachtet auch          den Stadtteilverein um die Ecke.</p>
<p>Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Antifa3D</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffff">
<td>Dienstag 3. Februar 2009, 20.00 Uhr, Eintritt frei<br />
Cafe Steinbruch, Lotharstr. 315, Duisburg Neudorf, <a href="http://www.cafe-steinbruch.com/" target="_blank">www.cafe-steinbruch.com</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Smoke. Smoke. Smoke that Cigarette!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 11:08:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Verherrlichung des Rauchens Ein Abend mit Klaus Bittermann (Verlag Edition Tiamat &#8211; Berlin) Jean-Paul Sartre hielt ein Leben ohne Zigarette für &#8220;ein bisschen weniger lebenswert&#8221;, Somerset Maugham bezeichnete das Rauchen als &#8220;einzige Erfüllung seines Lebens, in die sich nie &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=416">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Verherrlichung des Rauchens<br />
Ein Abend mit Klaus Bittermann (Verlag Edition Tiamat &#8211; Berlin)</p>
<p>Jean-Paul Sartre hielt ein Leben ohne Zigarette für &#8220;ein bisschen weniger lebenswert&#8221;, Somerset Maugham bezeichnete das Rauchen als &#8220;einzige Erfüllung seines Lebens, in die sich nie die Bitternis der Enttäuschung gemengt habe&#8221; und Mark Twain meinte: &#8220;Wenn man es im Himmel nicht tun darf, gehe ich nicht hin.&#8221; Und die göttliche Jeanne Moreau sagte: &#8220;Männer, die sich das Rauchen abgewöhnt haben, sind mir unheimlich&#8221;, während Marguerite Duras noch einen Schritt weiter ging und fragte: &#8220;Wozu Sex haben, wenn man auch so rauchen kann.&#8221;<br />
Nur Adolf Hitler &#8211; der schon wieder &#8211; krittelte: &#8220;Die deutsche Frau raucht nicht.&#8221; Und was hat es gebracht? Ein zwölf Jahre dauerndes 1000jähriges Reich, einen Weltkrieg und das Passivrauchen. Erst als die Amerikaner die Lucky Strike einführten wurde es in Deutschland wieder etwas lebenswerter.<br />
Im Anschluss: „That´s Entertainment Club“ mit DJ Tillomat<br />
In gediegener Clubatmosphäre wird neben Sammy Davis Juniors Song &#8220;Smoke. Smoke. Smoke that cigarette!&#8221; einiges vom Rat Pack, Lou Reed, Amy Winehouse, Kinky Friedmans Texas Jew Boys oder Tom Waits zu hören sein. Bei einem Glas Rotwein oder einem Whiskey wird an diesem Abend auch filmisch das Rauchen verherrlicht werden.</p>
<p>Klaus Bittermann lebt und arbeitet in Berlin. Er gibt seit 1979 die Edition Tiamat. heraus, in der die Reihe „Critica Diabolis“ erscheint.<br />
Er ist Herausgeber zahlreicher Anthologien, u.a. des „Who&#8217;s who peinlicher Personen“. Unter dem Pseudonym Artur Cravan schrieb er eine Berlin-Krimi-Trilogie.</p>
<p>Anlass ist das Erscheinen des Buches<br />
Bittermann, Klaus/Dobler, Franz (Hg.)<br />
Smoke Smoke Smoke that Cigarette!<br />
Eine Verherrlichung des Rauchens<br />
Critica Diabolis 161</p>
<p>Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Antifa3D</p>
<p>Samstag 10. Januar 2009 Cafe Steinbruch 20.00 Uhr<br />
VVK: 5,00 €, AK: 7,00 € (Tickets im Steinbruch)<br />
www.cafe-steinbruch.com</p>
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		<item>
		<title>Kritik und Krise</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=252</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Apr 2008 13:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Anfang des Marx´schen „Kapital“ und das Ende der kapitalisierten Gesellschaft Jochen Bruhn (ISF Freiburg) „Wahrheit ist objektiv, nicht plausibel“: Dies Diktum Theodor W. Adornos scheint der tatsächliche Grund zu sein, warum weder die offizielle bürgerliche Gesellschaft noch ihr linker, &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=252">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Anfang des Marx´schen „Kapital“ und das Ende der kapitalisierten Gesellschaft<br />
Jochen Bruhn (ISF Freiburg)</strong></p>
<p>„Wahrheit ist objektiv, nicht plausibel“: Dies Diktum Theodor W. Adornos scheint der tatsächliche Grund zu sein, warum weder die offizielle bürgerliche Gesellschaft noch ihr linker, insbesondere nicht ihr universitärer Begleitservice mit der Kritischen Theorie sonderlich viel anfangen mögen. Daß das Denken in der Interpretation des Vorfindlichen zu gründen habe, daß das Denken es daher auch nicht weiter bringen kann als bis zur Meinung, und, wenn’s gut geht oder die Staatsmacht dahintersteht, zum Konsens und zum Einverstandensein, gilt allseits als abgemacht. So massiv ist der „Schein der Tatsachen“ (Marx) geworden, daß seine gesellschaftliche Konstitution als unerreichbar gilt und schon der Anspruch darauf als autoritärer Dogmatismus. Das Ergebnis ist danach: wo Vernunft, deren Thema nur eben die Konstitution des Gesellschaftlichen sein kann, auf bloßen Verstand reduziert wird, da macht sich die Bauernschläue von Intellektuellen breit, die ihr Denkprodukt mit erlesener Raffinesse am Markt zu behaupten wissen. Die Widersprüche, gar: die Antinomien, in die sie verfallen, kümmern nicht weiter: eben dies ist ja der Sinn von Ideologie als der Rationalisierung des Widersinnigen. Der Marxsche Begriff der Kritik dagegen gründet in der ungeschmälerten Erfahrung des logischen Widerspruchs und im Vertrauen auf die Objektivitätsmächtigkeit des Denkvermögens, d.h. in subjektiver Vernunft, die ihre bloße Subjektivität keinesfalls als Vorwand nimmt, sich zu relativieren. Denn der Begriff von Wahrheit, den diese Kritik nur haben kann, ist in der notwendigen Krise, im Untergang und im Zusammenbruch des Kapitalverhältnisses als einer unmöglichen Vergesellschaftungsweise angelegt: indem die Kritik die Krise kategorial antizipiert und in jeder ihrer Aktionen polemisch ausdrückt, kommt ihr ihre eigene Objektivität entgegen.</p>
<p>Joachim Bruhn (ISF, Freiburg). Gemeinsam mit Jan Gerber hat er gerade den Band „Rote Armee Fiktion“ herausgegeben (Freiburg: ça ira 2007); demnächst erscheint bei ça ira die 2., erw. Auflage seines Buches „Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation“.</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3D in Kooperation mit dem Bildungswerk der humanistischen Union Essen</p>
<p>Mo., 7.4.2008, 20.00 Uhr, Havanna Duisburg, Musfeldstr. 26, Nähe Dellplatz,<br />
Eintritt frei</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Über die Symbolik des Nazifaschismus</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=412</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 11:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Das &#8220;Hakenkreuz&#8221; und der &#8220;Judenstern&#8221; &#8220;Der Führer&#8221; und &#8220;Der ewige Jude&#8221; Karl Selent Der Referent, marxistischer Sozialwissenschaftler, stellt sein Buch &#8220;Vom Steinzeitkreuz zum Hakenkreuz. Eine kleine Geschichte der Herrschaftssymbole&#8221; vor. Im Ergebnis dieser bis in die Steinzeit zurückreichenden symbolgeschichtlichen und &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=412">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;Hakenkreuz&#8221; und der &#8220;Judenstern&#8221;<br />
&#8220;Der Führer&#8221; und &#8220;Der ewige Jude&#8221;<br />
Karl Selent</p>
<p>Der Referent, marxistischer Sozialwissenschaftler, stellt sein Buch &#8220;Vom Steinzeitkreuz zum Hakenkreuz. Eine kleine Geschichte der Herrschaftssymbole&#8221; vor. Im Ergebnis dieser bis in die Steinzeit zurückreichenden symbolgeschichtlichen und sozialanthropologischen Überlegungen zur Dialektik von Macht und Herrschaft untersucht der Autor die oben genannten vier zentralen Symbole des Nationalsozialismus. Er diskutiert die Frage, warum die destruktiven Wirkungen von Zivilisation und Kapitalismus in der Tendenz bürgerlich-demokratischer Herrschaft wenigstens halbwegs eingefriedet blieben, im Verlauf der Sonderentwicklung des deutschen Kapitalismus aber vollends entfesselt wurden, bis hin zur Vernichtung der Objekte von Herrschaft, der Juden.</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3D in Kooperation mit dem Bildungswerk der humanistischen Union Essen.</p>
<p>Mo., 17.3.2008, 20.00 Uhr, Havanna Duisburg, Musfeldstr. 26, Nähe Dellplatz,<br />
Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>„Bitteres Vergnügen“</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=409</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=409#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 11:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Rainer Trampert und Thomas Ebermann (Hamburg) „Bitteres Vergnügen“ Eine satirische Lesung &#8220;Sie gelten als die Linksaußen in der deutschen Kabarettszene.&#8221;- Woran erkennt man das? Sie fordern von ihren Zuhörern die Nutzung eines Organs, das aus der Mode gekommen ist, seit &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=409">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rainer Trampert und Thomas Ebermann (Hamburg)<br />
„Bitteres Vergnügen“<br />
Eine satirische Lesung</p>
<p>&#8220;Sie gelten als die Linksaußen in der deutschen Kabarettszene.&#8221;- Woran erkennt man das? Sie fordern von ihren Zuhörern die Nutzung eines Organs, das aus der Mode gekommen ist, seit wir alle nicht mehr &#8220;klüger als der Markt&#8221; sein und selbst die Studenten nur noch lernen statt denken sollen: &#8220;Wer beiden folgen möchte, der muss nicht nur die Ohren spitzen, sondern auch das Gehirn einschalten.&#8221; Das kann, wenn lange unbenutzt, zu Reibung und Qualm führen &#8211; &#8220;einem Teil des Publikums rauchte zur Pause schon der Kopf.&#8221; Aber dann findet man sich: &#8220;Galgenhumor nennt man das wohl, was auch beim Publikum vergnügte Bitterheit oder bitteres Vergnügen bewirkt.&#8221; Selbiges wird erzielt mit &#8220;einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Technik: Original-Töne werden mittels Zwischenbemerkungen zur Kenntlichkeit entstellt.&#8221; Daraus entsteht &#8220;ein erzählerisches Meisterstück, eine in Benjaminscher Erzählweise verdichtete Schlagzeilen &#8211; Berichterstattung.&#8221; Manchmal fühlen sie sich von den Rezensenten richtig gut verstanden: &#8220;Das ist der verzweifelte Witz, der aus der Position der Ohmacht entsteht und doch nie ohne tief empfundene Solidarität daherkommt.&#8221; Manche Rezensenten sind ihrerseits erleichtert, dass besagter Witz ein ohnmächtiger ist. Sie sind &#8220;froh, dass die beiden bärbeißigen Linken ihre Verachtung des politischen Pragmatismus nur auf harmlosem Papier austoben und keine Politik mehr gestalten.&#8221; Versprochen ist ein Mix aus alter und neuer Verachtung des Pragmatismus.</p>
<p>Einige Anmerkungen zu den Stücken:</p>
<p>In dem aktuellen Stück: „Der Dax in der Hypothekenkrise“ (Trampert) geht es um wichtige Anlagetipps (in den USA sind Immobilien günstig zu haben) und um die Frage: Braucht der Mensch, der vom Humankapital zum kompletten Kapital mutiert, nicht hin und wieder etwas Lebendiges wie den Dax, der freundlich ist, nachgibt, sich erholt&#8230; ? Nicht minder aktuell ist die Frage, was die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland damit zu tun hat, dass der Dirigent des Deutschen Synfonieorchesters am 3.Oktober die Kantate „Von deutscher Seele“ des Nazi-Komponisten Hans Pfitzner aufführen musste (Ebermann).<br />
In der Rubrik „Erkenne dich selbst und tu was für dich“ begründen beide, dass sie sich, was ihre beruflichen Perspektiven angeht, der „Digitalen Boheme“ (Ebermann) anschließen. Warum? Wer Websoftware (das neue Lotto der digitalen Boheme) schreibt, dem stehen alle Quellen des Sponsoring, Product Placement und Eventmarketing offen. In dem Stück „Hypnotische Reinkarnationstherapie“ (Trampert) wird dann gezeigt, dass jeder Mensch schon viele Wiedergeburten hinter sich hat, und, dass traumatische Erlebnisse aus früheren Leben, ob im alten Rom oder in einem Stall in Bethlehem, per Reinkarnationstherapie leichter zu heilen sind als per Psychoanalyse.<br />
Im Programmteil „Wissenschaft leicht gemacht“ wird der neueste Stand der „modernen Gehirnforschung“ (Trampert) vorgestellt, weil jeder wissen sollte, dass er keinen eigenen Willen hat, sondern von Schaltkreisen und Neuronen gesteuert wird, für die er nichts kann. Es wird ein Zwischenbericht sein, weil noch offen ist, warum die Neuronen sich im Nationalsozialismus gerade so und nicht anders entschieden haben. Außerdem geht es um die neuen „Elite-Unis“ (Ebermann). Dass wir sie brauchen, steht ausser Frage, offen ist aber, was semiotisch reine, prädiskursive Wege durch das architektonische Rauschen, die frei sein müssten vom Unterholz der Sinnlichkeit , damit zu tun haben, dass der Versuch des Verstehens ein stolpernder und potentiell irrender ist.<br />
Im Bereich „Politik, Geschichte und Kultur“ wird mit „Joschka Fischer“ (Trampert) darüber gesprochen, warum er erst jetzt, in seinem 29. Buch, offenbart, dass er schon immer unter seiner Hochbegabung gelitten hat, und dass Gerhard Schröder eine Niete ist. Zur Aufarbeitung der Geschichte gehört, dass man nicht nur die Taten von Franz Josef Strauss, dem alten Fritz, Fürst Bismarck, Otto Lilienthal, Dutch Schultz, Ceausescu, Konfuzius oder Mutter Teresa kennt, sondern endlich auch ihre „letzten Worte“ (Ebermann) würdigt, die sie hauchten, bevor sie die Augen für immer schlossen.<br />
Supermodern wird das Programm bei der Frage, ob Rapper „Eminem“ (Trampert), Bushido, acht Einschüsse (nur für die Authentizität) und die Suche nach der Wiederkehr der verlorenen Pubertät im Kampf gegen das neue Selbstverständnis der Frauen helfen können. Weitere Fragen sind: Mit welchem Trick will „Benedikt“ (Trampert) den dramatischen Niedergang der Katholischen Kirche in Brasilien und Österreich stoppe? Nach welcher Regel ist das Spiel fortzusetzen, wenn eine Krähe mit dem Golfball im Schnabel seitwärts in den Wald geflogen ist? (Ebermann) Wer hilft Lotto_Millionären bei der Flucht vor ihren Verwandten und weniger nahe stehenden Schatzsuchern? (Trampert)</p>
<p>Rainer Trampert und Thomas Ebermann leben als freie Publizisten in Hamburg als Autoren u.a. für KONKRET und Jungle World<br />
Zuletzt gastierten sie mit ihrem Kabarettprogramm „Zu Gast bei Freunden“ 2006 in Duisburg</p>
<p>Als Buchtitel erschienen: Die Offenbarung der Propheten (1996) Verpasst Deutschland den Anschluss? (2000) Sachzwang &#038; Gemüt (2002)</p>
<p>Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Bildungswerk der humanistischen Union Essen</p>
<p>Di., 15.1.2008, 20.00 Uhr,<br />
Pianissimo Duisburg, Schweizer Str. 1 / Ecke Mülheimer Str., Du-Duissern,<br />
Eintritt: VVK: 9,00 €, AK: 12,00 €</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rote Armee Fiktion</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Dec 2007 11:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Die RAF und ihr Weg vom Protest zum antisemitischen Attentat Vortrag und Buchvorstellung Jan Gerber Es verwundert nicht, dass die RAF auf Che Guevara sich berief, auf Mao-tse-tung, auf die Tupamaros und zugleich vor allem auf die bewaffneten Antisemiten vom &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=405">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die RAF und ihr Weg vom Protest zum antisemitischen Attentat<br />
Vortrag und Buchvorstellung<br />
Jan Gerber</p>
<p>Es verwundert nicht, dass die RAF auf Che Guevara sich berief, auf Mao-tse-tung, auf die Tupamaros und zugleich vor allem auf die bewaffneten Antisemiten vom „Befreiungskampf des palästinensischen Volkes“, niemals aber auf Johann Georg Elser. Denn an Elser, der 1938 versucht hatte, des Volks Gemeinschaft mit Hitler zu liquidieren, hätte sie nicht nur lernen müssen, was es bedeutet, in absoluter Einsamkeit das objektiv Vernünftige zu erkennen und daraus praktische Konsequenz zu ziehen, d.h. materialistisch zu reflektieren und zu agieren. An Elsers Tat hätte sie zugleich erkennen müssen, dass die Identität von Souveränität und Staatsapparat in der Figur Hitler nur im System der nazifaschistischen Barbarei möglich war und ist. Da sie all dies, in verstockter Renitenz gegen die materialistische Aufklärung, keineswegs lernen wollte, fälschte die RAF den Begriff des NS-Faschismus zur deutschen Gemeinverträglichkeit um und machte die Kühnls, Gossweilers und Dimitroffs glücklich. Als von „Israels Nazi-Faschismus“ die Rede war, als dann behauptet wurde, der Hass auf die Juden sei „ins Volk reinmanipuliert worden“ und eigentlich ein Zeichen der „Sehnsucht nach dem Kommunismus“, als es schließlich hieß: „Ohne dass wir das deutsche Volk vom Faschismus freisprechen – denn die Leute haben ja wirklich nicht gewusst, was in den Konzentrationslagern vor sich ging – können wir es nicht für unseren revolutionären Kampf mobilisieren“, da war die RAF, indem sie auf die Charaktermasken von Kapital und Staat anlegte, tatsächlich, wenn auch im Untergrund, ein ideologischer Staatsapparat geworden: Lüge in Waffen. Auch darum war die RAF niemals eine, wenn auch hoffnungslos verspätete, Fraktion jener Roten Armee, die die letzten Überlebenden von Auschwitz befreite.Joachim Bruhn (ISF Freiburg) und Jan Gerber haben das Buch „Rote Armee Fiktion“ (ça ira Verlag, Freiburg) herausgegeben.</p>
<p>Mehr Infos</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3D in Kooperation mit dem Bildungswerk der humanistischen Union Essen.</p>
<p>Mi., 19.12.2007, 19.00 Uhr, Havanna Duisburg, Musfeldstr. 26, Nähe Dellplatz,<br />
Eintritt frei</p>
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		<title>Walter Benjamin und die Frankfurter Schule</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=402</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Nov 2007 11:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion Christoph Hesse (Rote Ruhr Uni) 1942 erschien in Los Angeles ein Band mit dem Titel ›Walter Benjamin zum Gedächtnis‹, herausgegebenen vom Frankfurter Institut für Sozialforschung, das inzwischen nach Amerika emigriert war. Gedruckt fand sich darin u.a. Benjamins &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=402">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Diskussion<br />
Christoph Hesse (Rote Ruhr Uni)</p>
<p>1942 erschien in Los Angeles ein Band mit dem Titel ›Walter Benjamin zum Gedächtnis‹, herausgegebenen vom Frankfurter Institut für Sozialforschung, das inzwischen nach Amerika emigriert war. Gedruckt fand sich darin u.a. Benjamins letzte Schrift, seine Thesen »Über den Begriff der Geschichte«. Das Manuskript hatte er Gretel Adorno anvertraut, die es dem Institut übergab. In den 50er Jahren war es Theodor W. Adorno, der zusammen mit Gershom Scholem Benjamins Schriften der deutschsprachigen Öffentlichkeit erstmals wieder bekannt machte. Die Wiedereröffnung der später sogenannten Frankfurter Schule an ihrem Gründungsort 1950 hat Benjamin nicht mehr erlebt. Daß er Erhebliches zur Entwicklung dieser Schule beigetragen hatte, daran ließen Horkheimer und Adorno nie einen Zweifel. Ebensowenig ist jedoch zu bezweifeln, daß Benjamin unter den Institutsmitarbeitern der 30er Jahre ein Außenseiter geblieben war, den es räumlich sowohl wie gedanklich gleichsam in die Diaspora verschlagen hatte (in der sich, unter freilich günstigeren Bedingungen, auch das Institut längst befand).</p>
<p>Christoph Hesse ist Mitarbeiter am Institut für Kommunikationsgeschichte und<br />
angewandte Kulturwissenschaften an der FU Berlin, hat 2006 das Buch<br />
&#8220;Filmform und Fetisch&#8221; (Aisthesis: Bielefeld) veröffentlicht.</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3D in Kooperation mit dem Bildungswerk der humanistischen Union Essen.</p>
<p>Mi., 14.11.2007, 20.00 Uhr, Havanna Duisburg, Musfeldstr. 26, Nähe Dellplatz,<br />
Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		<title>„The English Disease“</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 11:01:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Geschichte der britischen Football Firms Filmdokumentation, Vortrag und Diskussion Mit Paul Mentz (Dortmund) Sie nennen sich Zulus, Yids, Bushwackers oder Headhunters, und ihre Geschichte ist zugleich eine Geschichte der britischen Arbeiterklasse. Während der Fußball in Großbritannien in den frühen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=399">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Geschichte der britischen Football Firms<br />
Filmdokumentation, Vortrag und Diskussion<br />
Mit Paul Mentz (Dortmund)</p>
<p>Sie nennen sich Zulus, Yids, Bushwackers oder Headhunters, und ihre Geschichte ist zugleich eine Geschichte der britischen Arbeiterklasse. Während der Fußball in Großbritannien in den frühen siebziger Jahren häufig von Skinheads und rassistischer Gewalt bestimmt wurde, entwickelte sich ab Ende der siebziger Jahre eine politisch differenziertere Szene, die u.a. durch die Bergarbeiter-Streiks, Immigration, den „Troubles“ in Irland und den Thatcherismus geprägt wurde. Erst vor dem Hintergrund politischer, ökonomischer und kultureller Differenzen lassen sich viele Rivalitäten im britischen Fußball verstehen.</p>
<p>Eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne FARE – Football Against Racism in Europe, der antifa3d in Kooperation mit dem Fanprojekt Duisburg und dem Bildungwerk der Humanistischen Union</p>
<p>Mi., 31.10.2007, 20.00 Uhr, Havanna Duisburg, Musfeldstr. 26, Nähe Dellplatz,<br />
Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Israel und die Fußball-Uno</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 11:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherdt (Bonn) Eigentlich wäre Israel für die Weltmeisterschaft 1958 in Schweden kampflos qualifiziert gewesen. Denn die Türkei, Indonesien und der Sudan boykottierten die Qualifikationsspiele gegen die Auswahl des jüdischen Staates. Doch die Fifa verdonnerte letztere &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=396">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Diskussion mit Alex Feuerherdt (Bonn)</p>
<p>Eigentlich wäre Israel für die Weltmeisterschaft 1958 in Schweden kampflos qualifiziert gewesen. Denn die Türkei, Indonesien und der Sudan boykottierten die Qualifikationsspiele gegen die Auswahl des jüdischen Staates. Doch die Fifa verdonnerte letztere kurzerhand zu zwei Entscheidungsspielen gegen Wales, die Israel verlor. Und diese Episode ist nur ein Beispiel aus einer ganzen Reihe politisch motivierter Benachteiligungen des israelischen Fußballs durch die Dachorganisation und ihren europäischen Ableger, die Uefa.<br />
Die Fifa tritt dabei als eine Art Fußball-Uno auf und verhält sich ganz ähnlich wie ihr Pendant in der Politik: Wenn etwa palästinensische Kassam-Raketen einen Sportplatz in einem Kibbuz zerstören, wie im April 2006 geschehen, unternimmt sie nichts. Wenn Israel daraufhin ein Stadion im Gazastreifen unter Beschuss nimmt, weil es als Trainingslager und Raketenabschussrampe für den „Islamischen Djihad“ dient, beschwert sich die Fifa beim israelischen Botschafter in ihrem Hauptsitz Schweiz, bezahlt der Wiederaufbau der Sporteinrichtung und erklärt: „Ein Fußballstadion zu beschießen, ist absolut kontraproduktiv für den Frieden, denn heute ist Fußball das einzige universelle Werkzeug, das Gräben überbrücken kann.“<br />
Alex Feuerherdt (Bonn) schildert in seinem Vortrag, welche Schikanen der israelische Fußball bis heute zu überwinden hat und wie er damit umgeht.</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3d in Kooperation mit dem Bildungwerk der Humanistischen Union Essen und dem Jugendforum Rhein-Ruhr.</p>
<p>Di., 04.09.2007, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
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		<title>Theodor W. Adorno und der kategorische Imperativ nach Auschwitz</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=625</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 07:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerhard Scheit Jean Améry, Theodor W. Adorno und der kategorische Imperativ nach Auschwitz]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerhard Scheit</strong><br />
Jean Améry, Theodor W. Adorno und der kategorische Imperativ nach Auschwitz</p>
]]></content:encoded>
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		<title>D-Day Club Omaha Beach</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=393</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2007 10:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Clubabend mit der Duisburger Antifa Freunde, Förderer, Interessierte und alle, die Lust auf einen Drink bei Coltraine und Charlie Parker heben, sind herzlich eingeladen. Filme zur Operation Overlord kommen natürlich auch nicht zu kurz. Die ein oder andere cubanische &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=393">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Clubabend mit der Duisburger Antifa</p>
<p>Freunde, Förderer, Interessierte und alle, die Lust auf einen Drink bei Coltraine und Charlie Parker heben, sind herzlich eingeladen. Filme zur Operation Overlord kommen natürlich auch nicht zu kurz. Die ein oder andere cubanische Zigarre könnte auch am Start sein. An subversiver Literatur wird es nicht mangeln.</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3d</p>
<p>Mi., 30.05.2007, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		<title>„Dann fangen wir von vorne an“</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2007 10:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[(Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert Film und Diskussion mit Theodor Bergmann und dem Filmemacher Thorsten Fuchshuber Weiteres zum Film unter: www.dann-fangen-wir-von-vorne-an.de Eine Veranstaltung der antifa3d in Kooperation mit dem Bildungwerk der Humanistischen Union Essen. Di., 17.04.2007, 20.00 Uhr, &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=390">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert<br />
Film und Diskussion mit Theodor Bergmann und dem Filmemacher Thorsten Fuchshuber</p>
<p>Weiteres zum Film unter: www.dann-fangen-wir-von-vorne-an.de</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3d in Kooperation mit dem Bildungwerk der Humanistischen Union Essen.</p>
<p>Di., 17.04.2007, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jüdischer Widerstand im Minsker Ghetto</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=387</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2007 10:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit Felix Lipski (Bochum) Felix Lipski wird 1938 als Sohn jüdischer Eltern in Minsk geboren. Am 19. Juli 1941, sechs Wochen, nachdem die deutschen Truppen die Stadt besetzt haben, wird der Befehl zur Errichtung des Minsker Ghettos &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=387">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Diskussion mit Felix Lipski (Bochum)</p>
<p>Felix Lipski wird 1938 als Sohn jüdischer Eltern in Minsk geboren. Am 19. Juli 1941, sechs Wochen, nachdem die deutschen Truppen die Stadt besetzt haben, wird der Befehl zur Errichtung des Minsker Ghettos erteilt, in dem bis zum Kriegsende über 60 000 Juden aus ganz Europa ermordet werden.<br />
Auch Felix Lipski wird mit seiner Familie im Ghetto interniert, in dem sich schon bald darauf eine Untergrundorganisation herausbildet, zu deren ersten Mitgliedern auch seine Mutter zählt. Im Sommer 1942 gelingt ihnen die Flucht aus dem Ghetto. Sie schließen sich einer jüdischen Partisaneneinheit an und leben bis zum Rückzug der Deutschen im Sommer 1944 in den Wäldern.<br />
Seine Kindheitserinnerungen an die Hungersnot und die ständige Todesangst haben Felix Lipski dazu veranlasst, sich als Erwachsener mit der Geschichte des Minsker Ghettos und der Teilnahme der Juden an der weißrussischen Widerstandsbewegung intensiv auseinander zu setzen. 1991 gründete er, zusammen mit anderen Überlebenden, den &#8220;Weißrussischen Verband der ehemaligen jüdischen Häftlinge der nationalsozialistischen Ghettos und KZ&#8221;. Er lebt heute in Bochum.</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3d und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DU-MH-OB in Kooperation mit dem Bildungwerk der Humanistischen Union Essen und dem Jugendforum Rhein-Ruhr.</p>
<p>Di., 13.03.2007, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutschland, du Ammenmärchen</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=384</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Feb 2007 10:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fußball-WM und ihre Folgen: eine Nachbetrachtung Vortrag &#038; Diskussion mit Alex Feuerherdt (Bonn) Ihr „Sommermärchen“ konnten die Deutschen zuletzt im Kino sehen und sich dabei noch einmal selbst inszenieren; mehr als vier Monate nach der Fußball-Weltmeisterschaft ist Sönke Wortmanns &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=384">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fußball-WM und ihre Folgen: eine Nachbetrachtung<br />
Vortrag &#038; Diskussion mit Alex Feuerherdt (Bonn)</p>
<p>Ihr „Sommermärchen“ konnten die Deutschen zuletzt im Kino sehen und sich dabei noch einmal selbst inszenieren; mehr als vier Monate nach der Fußball-Weltmeisterschaft ist Sönke Wortmanns Streifen der Versuch, den „gefühlten Weltmeistern“ noch einmal eine schwarz-rot-geile Injektion zu verpassen, bevor der „Teamgeist 82 Millionen“, für den sich die Nationalspieler nach dem Turnier auf ihren T-Shirts über­schwänglich beim Fußvolk bedankt hatten, endgültig vorbei ist. So viel Deutschland wie während der vier WM-Wochen war schon lange nicht mehr – kaum ein Balkon, kaum ein Auto, kaum eine Kneipe ohne die deutschen Farben; kaum ein Bundesbürger, der sich nicht ins Volltrottelkostüm warf und die pathosgeladenen Schnulzen von Xavier Naidoo und den Sportfreunden Stiller intonierte, um dem nationalen Auftrag gerecht zu werden.<br />
Dabei ging es mitnichten bloß darum, die vergleichsweise erfolgreichen und phasenweise ansehnlichen Darbietungen einer prinzipiell eher limitierten Fußballmannschaft zu würdigen. Und auch die allfällige Ansicht, die WM sei vor allem eine Riesenparty um ihrer selbst willen gewesen, gehört ins Reich der Fabel. Der „größte Aufmarsch deutscher Fahnen und Symbole seit den Parteitagen in Nürnberg“ (Rainer Trampert) war vielmehr ein demonstrativer Akt, der volksgemeinschaftliche Züge trug. Doch Auschwitz, das war gestern: Mit wachsender Penetranz versäumte es kein Kommentator zu betonen, wie unbefangen und unbeschwert doch die deutschen Menschen feierten. Abweichung vom Konsens, vom stumpfen, an den Sieg gekoppelten Frohsinn, wurde als Sabotage oder Intrige empfunden und entsprechend verbal oder sogar physisch geahndet. Dabei waren die Heerscharen in den Stadien, Fanmeilen und Gaststätten durchaus keine Nazis: Faschos hätten nur die Unverkrampftheit im Umgang mit dem Deutschtum gestört und für eine schlechte Auslandspresse gesorgt. Außerdem wurden sie schlicht nicht mehr gebraucht. „Sieg!“ skandieren gute Demokraten auf den Sitzplätzen schließlich nicht weniger laut. Und die Medien hatten den deutschen Nationalismus über Nacht vom Image der Gartenzwerge und Glatzen gelöst, um ihn als jung, sexy und urban zu präsentieren.<br />
Inzwischen gibt es jedoch helle Aufregung: Hools mit Reichskriegsflaggen randalieren unter „Wir sind wieder einmarschiert!“-Rufen in der Slowakei, und in den Stadien gibt es Affenlaute und „Asylanten“-Rufe. Aus den Amateurklassen werden derweil Wochenende für Wochenende rassistische und antisemitische Vorfälle gemeldet. Doch was unisono als Widerspruch zum „fröhlichen Patriotismus“ gewertet wird – der aller Welt zeigen wollte, dass die Deutschen Ausländer lieb haben, wenn sie zahlende Gäste sind –, ist lediglich die andere Seite derselben Medaille, eine Konkurrenzveranstaltung um die Frage, wer und was deutsch(er) ist.</p>
<p>In Kooperation mit dem Fanprojekt Duisburg, dem Bildungswerk der Humanistischen Union Essen und der antifa3D</p>
<p>Do., 08.02.2007, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Warenfetisch und Kulturindustrie</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=381</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Jan 2007 10:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit Christoph Hesse (Rote Ruhr Uni, Bochum) In der bürgerlichen Gesellschaft herrscht Marx zufolge die tote Arbeit über die lebendige. In der Kulturindustrie wird gleichsam die tote Arbeit selber zum Leben erweckt, um die Konsumenten, als welche &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=381">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Vortrag und Diskussion mit Christoph Hesse (Rote Ruhr Uni, Bochum)</p>
<p>In der bürgerlichen Gesellschaft herrscht Marx zufolge die tote Arbeit über die lebendige. In der Kulturindustrie wird gleichsam die tote Arbeit selber zum Leben erweckt, um die Konsumenten, als welche ihr die Produzenten nach Feierabend gegenübertreten, in lebende Leichen zu verwandeln. Die Produkte der Kulturindustrie demonstrieren auch den über Hunger und Elend Erhabenen, was Marx gemeint hat, als er über die modernen Erfindungen sagte, „daß sie materielle Kräfte mit geistigem Leben ausstatten und das menschliche Leben zu einer materiellen Kraft verdummen.“<br />
Die Kulturindustrie, forderten Horkheimer und Adorno, müsse ernster genommen werden, als sie es von sich aus möchte. Daran ist nicht zu zweifeln: immer weitere Bereiche der kapitalistischen Produktion haben sich seither der „Kultur“ verschrieben, den „notwendigen Überflüssigkeiten“ (Balzac), die indes zu den Notwendigkeiten einer Produktionsweise gehören, die ohne solcherart Überfluß gar nicht existieren könnte. Notwendig sind diese Produkte nicht nur als Waren, deren Absatz die Akkumulation des Kapitals befördert, sondern im besonderen auch als „Kulturgüter“. Durch deren Konsum erst bewähren sich die Menschen als Mitglieder der Gesellschaft, die in ihrem sogenannten Überbau bisweilen ebenso gnadenlose Anforderungen stellt wie an der materiellen Basis, an der jeder einzelne außer seinem täglichen Brot auch das Geld für seine kulturellen Selbstentwürfe zu verdienen gezwungen ist. Indem er diese ihm eingeräumte Freiheit ausfüllt – die wie die freie Lohnarbeit längst zur Verpflichtung geworden ist, „was aus sich zu machen“ –, trägt er in doppelter Funktion dafür Sorge, daß ein Produktionsverhältnis, in dem man ihm selbst das Brot täglich wegzunehmen droht, sich am Leben erhält. Der Konsument betätigt sich zugleich als Ideologe seines eigenen Verhängnisses.<br />
Wenn die Kritik der Kulturindustrie weder als Entrüstung der kultivierten Bürger über den Verlust ihres Privilegs noch als schlichte Priestertrugstheorie verstanden, sondern als eine an Marx orientierte Kritik der kapitalistischen Kulturwarenproduktion ernst genommen werden soll, stellen sich allerdings Fragen, auf die man bei Adorno selbst keine Antworten findet. Einer davon, nämlich der nach der Bedeutung des Warenfetischs in der Kritik der Kulturindustrie, soll in diesem Vortrag nachgegangen werden.</p>
<p>Christoph Hesse hat Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie studiert. Im Frühjahr 2006 erschien von ihm das Buch „Filmform und Fetisch“ im Aisthesis Verlag, Bielefeld.</p>
<p>Eine Veranstaltung der antifa3D in Kooperation mit dem Bildungswerk der humanistischen Union Essen</p>
<p>Mo., 22.01.2007, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Psychoanalyse der Deutschen</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=377</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=377#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2006 11:26:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.3d.antideutsch.com/wordpress/?p=377</guid>
		<description><![CDATA[Über die negative Aufhebung des Subjekts Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (ISF Freiburg) Der Nazifaschismus hat die Bedingung der Möglichkeit zerstört, die Gesellschaft, wie immer auch ideologisch, als Interaktionszusammenhang, bei dem es auf Motivation noch irgend ankäme, sich intellektgerecht &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=377">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die negative Aufhebung des Subjekts<br />
Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (ISF Freiburg)</p>
<p>Der Nazifaschismus hat die Bedingung der Möglichkeit zerstört, die Gesellschaft, wie immer auch ideologisch, als Interaktionszusammenhang, bei dem es auf Motivation noch irgend ankäme, sich intellektgerecht zurecht zu legen. Das trifft die Kategorie des Subjekts ins Mark. Nicht mehr kann sie, emphatisch, wie bei Sigmund Freud, als Anweisung darauf betrachtet werden, das &#8220;Ich&#8221; gegen seine angeborenen Feinde zu verwirklichen; vielmehr ist sie als die Inkarnation des gesellschaftlichen Zwangs zur Identität zu verhandeln. Die Transformation der bürgerlichen Gesellschaft ins totale Mordkollektiv zeigt, daß das &#8220;Subjekt&#8221; keineswegs der Ort freier Selbstbestimmung und vernünftiger Spontaneität ist, sondern nur eine juristische, eine politökonomische Kategorie des Warentausches, eine Kategorie des Bürgerlichen Gesetzbuches. Wie die Ware, das hat Alfred Sohn-Rethel gezeigt, unterm identischen Preisschild den Naturprozeß stillstellt und als Realabstraktion verfährt, so zwingt das Subjekt als vom Staat mit Gewalt bewehrte &#8220;fictio juris&#8221; (Marx), das konkrete Individuum, der kontrafaktisch unterstellten Identität (und Kontinuität) des freien Willens sich anzubequemen, d.h. sich, als Natur und Trieb, stillzustellen. Da kochen die Ressentiments auf, nicht zuletzt der antisemitische Wahn. Die Psychoanalyse scheitert an Deutschland, gerade im Verhältnis von &#8220;Massenpsychologie und Ich-Analyse&#8221;. Deutschland, der Mordzusammenhang, setzt die Psychoanalyse außer Kraft.</p>
<p>Joachim Bruhn ist Mitglied der Initiative Sozialistisches Forum in Freiburg und Teil des Ca ira &#8211; Verlagskollektives. Er schreibt gelegentlich für &#8220;konkret&#8221; und &#8220;jungle World&#8221;. Co-Autor u.a. von Initiative Sozialistisches Forum, Flugschriften. Gegen Deutschland und andere Scheußlichkeiten, Freiburg: Ca ira 2001; Autor u.a. von &#8220;Was deutsch ist. Zur kritischen Theorie der Nation&#8221; (2., erw. Auflage: Freiburg: Ca ira 2006) und Mitherausgeber der &#8220;Gesammelten Schriften&#8221; von Johannes Agnoli.</p>
<p>Veranstalter:<br />
Antifa 3D, Bildungswerk der Humanistischen Union Essen</p>
<p>Mo., 04.12.2006, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
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		<title>Leninismus und Islamismus</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Nov 2006 11:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Geschichte und Kritik des Antiimperialismus Vortrag und Diskussion mit Jan Gerber (Halle a.d.Saale) Der Referent verteidigt die Marxsche Analyse des Kapitals gegen Lenins Imperialismustheorie. Während noch Marx die Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse betrieb, der Fabrikant als bloß &#8220;personifiziertes Kapital&#8221; außen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=374">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Zur Geschichte und Kritik des Antiimperialismus<br />
Vortrag und Diskussion mit Jan Gerber (Halle a.d.Saale)</p>
<p>Der Referent verteidigt die Marxsche Analyse des Kapitals gegen Lenins Imperialismustheorie. Während noch Marx die Kritik gesellschaftlicher Verhältnisse betrieb, der Fabrikant als bloß &#8220;personifiziertes Kapital&#8221; außen vor blieb, betrieb Lenin die Personifizierung gesellschaftlicher Verhältnisse, schoß sich ein auf: &#8220;eine Handvoll skrupelloser, in Laster und Luxus erstickender Milliardäre“, deren „Beruf der Müßiggang&#8221; sei, &#8220;ein paar Hundert Finanzkönige&#8221;, ein &#8220;Häuflein Monopolisten“. Die Kritik der politischen Ökonomie verkam zur Hetze gegen „Spekulationen“ und „Finanzmachenschaften“, ergo: zur Verschwörungstheorie. Gegen das höchste Stadium des Kapitalismus, den Imperialismus, wurde nun das nationale Selbstbestimmungsrecht unterdrückter Völker in Anschlag gebracht. Hatte Marx im Anschluß an die amerikanische und französische Revolution vernunftmäßig Nation noch als Kombination aus nationalem Markt und modernem Staat (die Republik) verstanden, setzte Lenin die Nation in eins mit dem Volk. Marxens Herrschafts- und Staatskritik geriet so zur Kritik der Fremdherrschaft, und die UdSSR schließlich an die Seite solch illustrer Gegner der Fremdherrschaft wie Idi Amin. Während aber Lenin und der Zweite Kongreß der Kommunistischen Internationale immerhin die Sektionen des Nahen und Mittleren Ostens darauf verpflichteten gegen den reaktionären Antiimperialismus der islamischen Mullahs und Muftis demokratisch-nationale antiimperialistische Bewegungen zu unterstützen, paktieren die linksdeutschen Antiimperialisten seit 1979 mit der religiösen Terrordiktatur des Iran. Während immerhin die Sowjetunion bis 1925 in Dagestan die islamisch-fundamentalistische Konterrevolution niederschlug, inklusive des öffentlichen Antretenlassens Tausender Frauen zum kollektiven Ablegen und Verbrennen des Kopftuchs, machen sich die linksdeutschen Antiimperialisten seit Jahren mit der &#8220;Partei Gottes&#8221; (Hizbullah) gemein. Während immerhin die Rote Armee in Afghanistan 1979-89 die Revolution gegen die heiligen Mudjahedin-Krieger verteidigte, paktierten wieder die linksdeutschen Antiimperialisten &#8211; grüne Fusselbartträger und K-Grüppler &#8211; mit den afghanischen Islamisten, ließen sich mit diesen triumphierend auf erbeuteten sowjetischen Panzern ablichten.</p>
<p>Veranstalter:antifa3D<br />
mit Unterstützung des Bildungswerks der Humanistischen Union Essen</p>
<p>Do. 16.11.2006, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
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		<title>Michel Foucault und der Iran</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Oct 2006 11:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich (KONKRET-Autor) Als wolle er das Vorurteil Kritischer Theorie bestätigen, dem zufolge Homosexuelle einen Hang zum Totalitären haben und zum Aufgehen in der Identität der Gleichen, zeigte sich Michel Foucault 1978 von der islamischen Revolution &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=371">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich (KONKRET-Autor)</p>
<p>Als wolle er das Vorurteil Kritischer Theorie bestätigen, dem zufolge  Homosexuelle einen Hang zum Totalitären haben und zum Aufgehen in der  Identität der Gleichen, zeigte sich Michel Foucault 1978 von der  islamischen Revolution im Iran begeistert. Wissend, daß der  viermonatigen Herrschaft des Mobs, die der Revolution folgte, schon sehr  früh sexuelle Abweichler zum Opfer fielen, konnte er sich seiner  Faszination für die „spirituelle Energie“, die er in den Straßen  Teherans zu verspüren meinte, nicht entziehen. Immerhin verstummte  Foucault, als die Schwulenhatz in Gesetzesrang erhoben wurde, aber sein  Begriff von der Entstehung der Homosexualität als eine der Maßnahmen der  „Macht”, ihre Moral anhand einer medizinalisierten Zuschreibung zu  inkorporieren, und seine Wende zu einer anderen Form der  Selbstabschaffung – nämlich der Idealisierung der antiken Homosexualität<br />
– sprechen nur allzu deutlich für die Sehnsucht nach autoritärer  Absicherung des eigenen Begehrens. Freiheit ist eine Last, Unterdrückung  ist die Befreiung von dieser: so exemplifizierte Foucault seine  Philosophie an sich selbst. Doch mehr noch wurden Foucaults Reportagen  aus der &#8220;Islamischen Republik&#8221; die Grundlage für das bis heute  andauernde europäische Appeasement mit dem Islam-Faschismus, wie es sich  zum Beispiel nach der öffentlichen Hinrichtung zweier schwuler Teenager  2004 vom schwulen Weblog bis zur Bildzeitung äußerte.</p>
<p>Es spricht Tjark Kunstreich, Publizist, Berlin.</p>
<p>Veranstalter:<br />
Antifa 3D, Bildungswerk der Humanistischen Union Essen</p>
<p>Mo., 16.10.2006, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a, Eintritt frei</p>
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		<title>Kritische Theorie und Zionismus</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=368</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Sep 2006 11:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat (&#8220;Cafe Critique&#8221; &#8211; Wien) Während die Studenten Ende der sechziger Jahre in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus nach einem kurzen Erschrecken über ihre Eltern meinten, es sei eine prima Idee, dem &#8220;Volke zu dienen&#8221; und &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=368">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Diskussion mit Stephan Grigat (&#8220;Cafe Critique&#8221; &#8211; Wien)</p>
<p>Während die Studenten Ende der sechziger Jahre in den Nachfolgestaaten des Nationalsozialismus nach einem kurzen Erschrecken über ihre Eltern meinten, es sei eine prima Idee, dem &#8220;Volke zu dienen&#8221; und sich von den palästinensischen Fedayin ausbilden zu lassen, ahnten die Vertreter der Kritischen Theorie schon früh, wohin dieser deutsche Aufbruch führen würde und setzten dagegen die Solidarität mit den prospektiven Opfern. Diese Solidarität führte zwar nicht dazu, die Bedeutung des Zionismus in vollem Ausmaß zu erfassen (vgl. Scheit 2004: 322), aber sie implizierte ganz selbstverständlich die Solidarität mit Israel als Zufluchtstätte für alle vom Antisemitismus Bedrohten.</p>
<p>Der Referent ist freier Autor, Buchautor des Ca Ira Verlags, Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, Forschungsstipendiat in Tel Aviv</p>
<p>Veranstalter: antifa3D<br />
mit Unterstützung des Bildungswerks der Humanistischen Union Essen</p>
<p>Mi. 20.9.2006, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a,<br />
Eintritt frei</p>
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		<title>Mokum zit in onse hart &#8211; Unser erstes Jahr mit Ajax Amsterdam</title>
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		<pubDate>Thu, 11 May 2006 11:22:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Ajax Supporters Mokum zit in onse hart &#8211; Unser erstes Jahr mit Ajax Amsterdam Der etwas andere Saisonrückblick Ultras aus der Fanszene stellen ihren Club, den niederländischen Rekordmeister und mehrfachen Champions League Sieger Ajax Amsterdam, ins Rampenlicht. Für viele Deutsche &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=365">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Ajax Supporters<br />
Mokum zit in onse hart &#8211; Unser erstes Jahr mit Ajax Amsterdam<br />
Der etwas andere Saisonrückblick</p>
<p>Ultras aus der Fanszene stellen ihren Club, den niederländischen Rekordmeister und mehrfachen Champions League Sieger Ajax Amsterdam, ins Rampenlicht.<br />
Für viele Deutsche ist es unvorstellbar Fan von Ajax oder einem anderen internationalen Club zu sein und diesen aktiv zu unterstützen. Die Ajax Supporters erklären, was sie bewegt hat aktiv an der Amsterdamer Fanszene teilzuhaben und was sie in ihrem ersten Jahr mit der Fangruppe Vak410 so alles erlebt haben. Von Heerenveen und Breda über Bern bis nach Mailand folgten sie ihrem Club und werden mit dem einen oder anderen, auch medialen, Reisebericht über ihre Eindrücke aus der Fanszene berichten.</p>
<p>Veranstalter: Sportstudio HundertMeister, Fanprojekt Duisburg<br />
Antifa 3D, Bildungswerk der Humanistische Union Essen<br />
Infos zu den Ajax Supporters unter: www.ajaxsupporters.com</p>
<p>Do. 11.5.2006, 20.00 Uhr, Kulturzentrale HundertMeister Duisburg, Dellplatz 16a,<br />
Eintritt frei</p>
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		<title>Die friedfertige Antisemitin</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Apr 2006 11:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Ljiljana Radonic (Cafe Critique – Wien) Die friedfertige Antisemitin Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus Haben Frauen dasselbe Bedürfnis wie Männer, unerlaubte Regungen auf „Sündenböcke“ zu projizieren oder sind sie zu aggressivem Verhalten und Antisemitismus gar nicht fähig? Sind Frauen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=362">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ljiljana Radonic (Cafe Critique – Wien)<br />
Die friedfertige Antisemitin<br />
Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus</p>
<p>Haben Frauen dasselbe Bedürfnis wie Männer, unerlaubte Regungen auf „Sündenböcke“ zu projizieren oder sind sie zu aggressivem Verhalten und Antisemitismus gar nicht fähig? Sind Frauen tatsächlich das „friedfertige Geschlecht“ wie M. Mitscherlich behauptet?<br />
Jahrelang hat die „neue Frauenbewegung“ im Sinne einer identitätsstiftenden Geschichtsschreibung ein positives Bild von „der Frau“ im NS gezeichnet, was nicht selten zu einer den Holocaust verharmlosenden und antisemitischen Argumentation führt(e). Entgegen der Tatsache, dass Frauen als KZ-Aufseherinnen, Denunziantinnen oder Fürsorgerinnen an der antisemitischen Ausgrenzung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden begeistert mitwirkten, werden sie in feministischen Schriften oft auch, im Widerspruch zu dem obigen positiven Bild, gerne als auf die Mutterrolle reduzierte „Gebärmaschinen“ (Renate Wiggershaus) dargestellt. Während 1988 zum Jahr des Holocausts an den Frauen erklärt wurde, gaben feministische Theologinnen dem Judentum die Schuld am Untergang des Matriarchats, dem Patriarchat weiters die Schuld am Nationalsozialismus… Wie die Schuldkette weitergeht, kann man bei Gerda Weiler nachlesen – ein feministischer Fall von Täter(innen)-Opfer-Umkehr.<br />
Ist dem feministischen Opfermythos seine Grundlage entzogen, so lässt sich auf Basis einer kritischen Theorie des Antisemitismus die Frage stellen, ob der Antisemitismus bei Frauen und Männern die gleichen Bedürfnisse befriedigt, oder ob entsprechend der verschiedenen Geschlechterrollen unterschiedliche Inhalte projiziert werden.</p>
<p>Ljiljana Radonic ist Lehrbeauftragte am Wiener Institut für Politikwissenschaft. „Die friedfertige Antisemitin? Kritische Theorie über Geschlechterverhältnis und Antisemitismus“ ist 2004 im Peter Lang-Verlag erschienen.</p>
<p>Veranstalter:<br />
Antifa 3D, Humanistische Union Essen</p>
<p>Fr. 21.4.2006, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt frei </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zu Gast bei Freunden</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Apr 2006 11:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Thomas Ebermann und Rainer Trampert (Konkret – Hamburg) Zu Gast bei Freunden Eine satirische Lesung Auch in ihrem neuen Programm kümmern sich Rainer Trampert und Thomas Ebermann wieder um das, was uns bewegt. Dabei operieren sie wieder mit „einer ebenso &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=359">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Ebermann und Rainer Trampert (Konkret – Hamburg)<br />
Zu Gast bei Freunden<br />
Eine satirische Lesung</p>
<p>Auch in ihrem neuen Programm kümmern sich Rainer Trampert und Thomas Ebermann wieder um das, was uns bewegt. Dabei operieren sie wieder mit „einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Technik: Original-Töne werden mittels Zwischenbemerkungen zur Kenntlichkeit entstellt“. So entsteht, wie es in Kritiken heißt, „eine Kleinkunst, die sie ‚Lesebühne‘ nennen“, die aber „in Wirklichkeit das beste linke Kabarett ist, das gegenwärtig zu haben ist“.<br />
Auch in ihrem neuen Programm kümmern sich Rainer Trampert und Thomas Ebermann wieder um das, was uns bewegt. Werden die Deutschen dem Leitmotiv der Fußball-WM 2006, „Zu Gast bei Freunden“, schon gerecht oder müssen Gastfreundschaft und gute Laune noch trainiert werden? Wie erfolgreich sind der Karlsruher Verfassungsrichter Di Fabio, der sein Hobby, die Fortpflanzung der deutschen Gattung, zum Beruf gemacht hat, und die Initiative NoFitti in ihrem Kampf gegen GraFitti? Warum sind harmlose Horrorfilme erst ab 16, die Gewalt verherrlichenden Märchen aber schon ab drei Jahren freigegeben? Wer hat Arbeitslose als „Parasiten“ enttarnt und warum sind Stasi-IMs für den Unterhosen-Schnüffel-Test in WGs ungeeignet? Ist Kanzlerin Angela Merkel eine „Killer-Queen“, ein „Alpha-Tier“, eine „Machtphysikerin“ oder gar ein „Sumo-Ringer“? In seinen Memoiren „Was ich noch zu sagen hätte“ spricht Reinhard Mey zum ersten Mal offen an, dass er ein guter Mensch ist, aber die 68er und intelligente Frauen hasst. Warum rief Benedikt XVI. in Köln: „Eins, zwei, drei!“? Worüber sprachen Schröder, Putin und Chirac in Kaliningrad, und warum haben die Russen die Stadt nicht restauriert? Dabei operieren Rainer Trampert und Thomas Ebermann wieder mit „einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Technik: Original-Töne werden mittels Zwischenbemerkungen zur Kenntlichkeit entstellt“. So entsteht, wie es in Kritiken heißt, „eine Kleinkunst, die sie ‚Lesebühne‘ nennen“, die aber „in Wirklichkeit das beste linke Kabarett ist, das gegenwärtig zu haben ist“. In ihrem Programm überraschen die beiden Autoren erstmals mit der Bereitschaft, über eigene Probleme und über ihre positiven Erfahrungen mit Büchern der aktiven „Lebenshilfe“ zu sprechen.<br />
Veranstaltet von:<br />
Sportstudio HundertMeister, Antifa 3D, Humanistische Union Essen</p>
<p>Do. 13.4.2006, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt 7 € im VVK, 9 € AK </p>
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		<item>
		<title>Apokalyptischer oder &#8216;offener&#8217; Marxismus?</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=356</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Mar 2006 11:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Ingo Elbe (Arbeitskreis rote ruhr – uni, Bochum) Apokalyptischer oder &#8216;offener&#8217; Marxismus? Zwei missglückte Varianten nachmarxscher Revolutionstheorie Eine neue Marx-Lektüre, die in den späten 1960er Jahren einsetzte, hat nicht nur dazu beigetragen, das Marxsche Programm einer radikalen Kritik kapitalistischer Reichtums- &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=356">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Ingo Elbe (Arbeitskreis rote ruhr – uni, Bochum)<br />
Apokalyptischer oder &#8216;offener&#8217; Marxismus?<br />
Zwei missglückte Varianten nachmarxscher Revolutionstheorie</p>
<p>Eine neue Marx-Lektüre, die in den späten 1960er Jahren einsetzte, hat nicht nur dazu beigetragen, das Marxsche Programm einer radikalen Kritik kapitalistischer Reichtums- und Zwangsformen gegen einen zur Legitimationswissenschaft verkommenen Marxismus geltend zu machen. Die Texte der neuen Marx-Lektüre kreisen auch seit Mitte der 70er Jahre um die Frage, ob es in der Kritik der politischen Ökonomie Erklärungspotentiale für das Ausbleiben der kommunistischen Revolution gibt, die sich gegen den erfahrungsunfähigen marxistisch-leninistischen Triumphalismus und &#8216;Durchhalteparolenoptimismus&#8217; (Pohrt) wenden lassen.<br />
Die Marxsche Ökonomiekritik und Fetischtheorie soll endlich als Erklärung für die Stabilität der bürgerlichen Gesellschaft, bzw. ihr Abgleiten in die Barbarei ernstgenommen werden. Dabei sind vor allem zwei Theoriestränge auszumachen, die aus dieser Aufgabenstellung geradezu entgegengesetzte Schlussfolgerungen ziehen: Der eine Strang baut seine Marx-Rekonstruktion zu einer fundamentalen Krisendiagnose der Revolutionstheorie aus. Stichworte sind dabei die &#8216;Zerstörung des Gebrauchswerts’, die &#8216;schlechte Identität von kapitalistischer Form und stofflichem Inhalt’ oder die &#8216;Eindimensionalität der spätkapitalistischen Gesellschaft’, die eine Revolution als unmöglich erscheinen lassen. In Abgrenzung zu diesen vermeintlich hermetischen Lesarten der Kritik der politischen Ökonomie mit ihrem Konzept eines &#8216;starren Fetischismus’ (Holloway), beansprucht eine zweite Position als &#8216;offener’ Marxismus die Öffnung Marxscher Kategorien für die Konzepte &#8216;Praxis’, &#8216;Kampf’ und &#8216;Widerspruch’.<br />
Der Vortrag soll am Beispiel der Positionen von Wolfgang Pohrt und John Holloway diese beiden Varianten einer sich auf Marx beziehenden Revolutionstheorie diskutieren und zeigen, dass sowohl die Hermetik jener als auch die Offenheit dieser bloß erschlichen sind.</p>
<p>Veranstaltet von: Antifa 3D, Humanistische Union Essen</p>
<p>Mi. 22.3.2006, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt frei</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Eigentlichkeit als Marktvorteil</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=353</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=353#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2006 11:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Philipp Lenhard (Redakteur der Zeitschrift Prodomo – Köln) Eigentlichkeit als Marktvorteil Oder: was ist Deutsch-Pop? Seitdem die Deutschen links geworden sind, also mit der Ära Rot-Grün, lebt es sich ganz ungeniert: Wer wollte bei soviel Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=353">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Philipp Lenhard (Redakteur der Zeitschrift Prodomo – Köln)<br />
Eigentlichkeit als Marktvorteil<br />
Oder: was ist Deutsch-Pop?</p>
<p>Seitdem die Deutschen links geworden sind, also mit der Ära Rot-Grün, lebt es sich ganz ungeniert: Wer wollte bei soviel Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und Toleranz noch daran zweifeln, dass die Deutschen ihre Vergangenheit nicht nur in einzigartiger Weise bewältigt haben, sondern, getreu dem Imperativ Adornos, auch noch nach der Maxime handeln, die Wiederholung von Auschwitz zu verhindern? Im Kosovo haben sie den &#8220;Serben-Hitler&#8221; Milosevic mit seinen in Fußballstadien eingerichteten &#8220;Konzentrationslagern&#8221; gestoppt, im Irak haben sie sich dem &#8220;Genozid&#8221; der USA in den Weg gestellt und innenpolitisch sind sie darauf bedacht, der Islamophobie, die angeblich ein neuer Antisemitismus sei, durch einen &#8220;Dialog der Kulturen&#8221; entgegenzutreten.<br />
So in etwa lässt sich das neue deutsche Selbstbewusstsein, das auf der vollständigen Verkennung des Charakters des Nationalsozialismus beruht, einigermaßen treffend auf den Punkt bringen. Es dürfte einleuchten, dass ein so beschaffenes Nationalgefühl, welches die Kontinuität der deutschen Ideologie, die zu Auschwitz führte, leugnet, auch eine neue Begleitmusik erfordert. Wer möchte sich schon die soziale Wärme im modernen Kollektiv durch den muffigen Sound der Bonner Republik madig machen lassen? Deshalb bringt das neue, antifaschistische, antirassistische und antinationale Deutschland eine Unzahl an Pop-Bands hervor, die nur allzu gerne die Speerspitze dieser geläuterten Republik verkörpern wollen und deshalb die neue Leitkultur in grenzenlosem Ausmaß verinnerlichen. Was heute deutsch ist, das lässt sich an den Deutsch-Pop-Bands mühelos zeigen.<br />
So scheinbar unterschiedlich die Bands in Hinsicht auf ihren Musikstil oder ihre politischen Äußerungen ausfallen, sie alle kommen nicht umhin, sich positiv auf ihren Standort zu beziehen. Während die einen, etwa die viel gescholtene Berliner Elektro-Pop Band &#8220;Mia&#8221;, dabei ganz offen zu ihrem &#8220;Friedenskanzler&#8221; stehen, betreiben die anderen, die gesamte linke Subkultur, eine Spiegelfechterei, indem sie vorgeben, kritisch zu sein und doch nur konformistisch agieren. Gerade die Gegner von Radio-Quote und &#8220;Renationalisierung des Pop&#8221;, wie etwa das allseits wohlgelittene Samplerprojekt &#8220;I can´t relax in Deutschland&#8221;, sind recht erfolgreich dabei, ein neues Marktsegment zu kreieren, welches in vermeintlich deutschland-kritischer Attitüde der antideutschen Sache einen Bärendienst erweist und stattdessen neue Absatzmöglichkeiten für sogenannte &#8220;Polit-Bands&#8221; auslotet.<br />
Philipp Lenhard, Redakteur der Prodomo – Zeitschrift in eigener Sache, erläutert, welche Rolle die Subkulturindustrie bei der Kreation einer frischen und unverbrauchten deutschen Identität spielt.</p>
<p>Veranstaltet von:<br />
Antifa 3D, Hannah Arendt Bildungswerk Essen</p>
<p>Do. 23.2.2006, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt frei</p>
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		<title>Suicide Attack</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2006 11:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerhard Scheit (Cafe Critique – Wien) Suicide Attack Zur Kritik der politischen Gewalt Das Selbstmord-Attentat gilt als Verzweiflungstat &#8211; als Mittel der Verzweifelten in einem Kampf für durchaus legitime politische Zwecke. In Wahrheit ist es ein Mittel, das den Zweck &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=350">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerhard Scheit (Cafe Critique – Wien)<br />
Suicide Attack<br />
Zur Kritik der politischen Gewalt</p>
<p>Das Selbstmord-Attentat gilt als Verzweiflungstat &#8211; als Mittel der Verzweifelten in einem Kampf für durchaus legitime politische Zwecke. In Wahrheit ist es ein Mittel, das den Zweck vollständig in sich trägt: Vernichtung um ihrer selbst willen. Suicide Attack bedeutet also einen neuen Begriff des Politischen im alten Sinne Carl Schmitts: Politik als „Bereitschaft zum Nichts“.<br />
Ist es ein Zufall, daß Selbstmord-Attentate in bestimmten Kreisen als eine Form der Mitbestimmung in der internationalen Politik verstanden werden; daß die EU immer neu Verhandlungsbereitschaft mit Organisationen wie Hamas und Hizbollah signalisiert; oder daß es gerade Jürgen Habermas war, der Ted Honderichs Apologie des Selbstmord-Attentats dem Suhrkamp-Verlag empfohlen hat? Die Rechtfertigung jenes Vernichtungswahns aus der Peripherie des „Großraums“ Europa, der auf Israel und dessen Schutzmacht zielt, geht erstaunlicherweise mit der Forderung nach „Verrechtlichung der internationalen Beziehungen“ einher, wie sie in „Kerneuropa“ im Namen der UNO formuliert wird. Diesen Zusammenhang zwischen der „Verdrängung des Souveräns“ und der Eskalierung politischer Gewalt, also die internationale Arbeitsteilung zwischen postnazistischer Demokratie und islamistischer Vernichtung, versucht das vorliegende Buch offenzulegen.</p>
<p>Veranstaltet von: Antifa 3D, Hannah Arendt Bildungswerk Essen</p>
<p>Di. 31.1.2006, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt frei</p>
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		<title>FC Hollywood &#8211; Lackstiefelclub</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2005 11:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Alex Feuerherdt – Bonn FC Hollywood &#8211; Lackstiefelclub Über deutsche und linksdeutsche Ressentiments gegen den FC Bayern München Gewiss, Bayern München ist der größte und titelträchtigste deutsche Fußballverein mit den meisten Mitgliedern und Fans. Doch wer den Klub nicht verehrt, &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=344">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alex Feuerherdt – Bonn<br />
FC Hollywood &#8211; Lackstiefelclub<br />
Über deutsche und linksdeutsche Ressentiments gegen den FC Bayern München</p>
<p>Gewiss, Bayern München ist der größte und titelträchtigste deutsche Fußballverein mit den meisten Mitgliedern und Fans. Doch wer den Klub nicht verehrt, hasst ihn aufrichtig und gehört damit zu einer Mehrheit, die sich jedoch – typisch deutsch – einbildet, eine machtlose Minderheit zu sein. Eine Minderheit nämlich, die es mit Proletenromantik hält, ein Blut-Schweiß-und-Tränen-Ideal pflegt, auf biergeschwängerte Vereinsheimidylle steht und den guten, alten Zeiten hinterhertrauert, in denen die Spieler noch ehrlich, der Sport noch sauber und die Welt frei von Kommerz war.<br />
Das ultimative Feindbild dieser antiliberalen und romantizistisch-reaktionären Träumer ist der als „FC Hollywood“ geschmähte Münchner Verein, weil er erfolgreich ist und dieser Erfolg angeblich ausschließlich dem vielen Geld zu verdanken ist, das der Verein besitzt, zu dem er scheinbar mühelos und ohne Arbeit gekommen zu sein und das sich wie von selbst zu vermehren scheint, während andere Klubs darben und ständig um ihre Existenz kämpfen müssen. Nicht das tatsächlich Negative, das abstrakte, das objektive Kapitalverhältnis ist Gegenstand der Kritik; nein, das Abstrakte wird konkretisiert und personalisiert im „Lackstiefelclub“ FC Bayern München, um es sodann austreiben zu können. Geradezu prototypisch für diesen deutschen Antikapitalismus steht die Düsseldorfer Popgruppe „Die Toten Hosen“, die in ihrem Anti-Bayern-Song so ziemlich alle gängigen (links-) deutschen Ressentiments von der Leine gelassen hat.<br />
Genau diese Ressentiments stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Alex Feuerherdt. Es soll erörtert werden, inwiefern der Hass auf den FC Bayern – bereits von den Nazis als „Judenklub“ bezeichnet – heute immer noch antisemitische Züge trägt, warum der FCB gewissermaßen die USA der Fußball-Bundesliga ist (und sich auch klassisch antiamerikanische Stereotypen gegen ihn entladen) und wie der Kampf der deutschen Kiezmiliz gegen den kosmopolitischen Klub aussieht.</p>
<p>Veranstaltet von: Antifa 3D, Fanprojekt Duisburg, Hannah Arendt Bildungswerk Essen, Sportstudio HundertMeister</p>
<p>Do. 15.12.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt frei</p>
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		<title>Vernunft und Barbarei</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2005 11:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Joachim Bruhn – Initiative sozialistisches Forum, Freiburg Vernunft und Barbarei Über die Begreifbarkeit des Nazifaschismus Der NS ist fraglos das Produkt der kapitalisierten Gesellschaft, die Konsequenz ihrer ureigenen Krise und ihres historischen Zusammenbruchs. Aber die Weise, wie der Nazismus als &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=341">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Bruhn – Initiative sozialistisches Forum, Freiburg<br />
Vernunft und Barbarei<br />
Über die Begreifbarkeit des Nazifaschismus</p>
<p>Der NS ist fraglos das Produkt der kapitalisierten Gesellschaft, die Konsequenz ihrer ureigenen Krise und ihres historischen Zusammenbruchs. Aber die Weise, wie der Nazismus als ableitbares Produkt gesetzt wurde, gibt zugleich das Gesetz seiner unableitbaren Autonomie, die in der Massenvernichtung der Juden kulminiert. Als &#8220;objektive Gedankenform&#8221; (Marx) ist der Antisemitismus mehr und anderes als Ideologie im landläufigen Sinne: Als Feindbestimmung und Staatsprogramm erzeugt er in Verfolgung und Mord die gesellschaftliche Synthesis. So ist der NS dem Kapital im doppelten Sinne entsprungen, von ihm erzeugt und ihm zugleich entronnen: Es ist dieser Doppelcharakter des Nazismus, der ihn, je länger, je mehr, dazu trieb, sich zur Gesellschaft eigener Ordnung zu radikalisieren, sich als Gesellschaftsformation sui generis zu konstituieren: als die Barbarei an und für sich. Jeder Versuch, Auschwitz rational zu erklären, ist daher Rationalisierung, d.h. Injektion subjektiver Vernunft in einen Gegenstand, der sie als objektive nicht mehr enthält. Der Nazismus zerstört die Bedingungen der Möglichkeit, unter denen Gesellschaft als an sich und objektiv rationale erkennbar ist &#8211; und indem er diese Zerstörung leistet, demonstriert er, daß der Begriff der Vernunft eher der positivistischen Rationalität von Zweck und Mittel geschuldet war als materialistischer Dialektik. Dieser Befund kann nicht zuletzt an den marxistischen Theorien über den Faschismus ausbuchstabiert werden, an Ernst Bloch und August Thalheimer, an Leo Trotzki und an Alfred Sohn-Rethel. Es zeigt sich sodann, warum die Quintessenz von &#8220;Hitlers Volksstaat&#8221; &#8211; die Transformation der bürgerlichen Gesellschaft in das so klassenübergreifende wie die Klassen in sich negativ aufhebende Mordkollektiv der Deutschen &#8211; weder vom Standpunkt bürgerlicher noch in der Perspektive marxistischer Geschichtswissenschaft kritisiert werden kann.</p>
<p>Do. 27.10.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt frei</p>
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		<title>Popnation oder Popuniverse &#8211; Viva oder VH1</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2005 11:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Karl Selent Popnation oder Popuniverse &#8211; Viva oder VH1 Zur Verteidigung der Kulturindustrie im Wissen um ihre Dialektik 15 Jahre deutsche Einheit – und die fette Nation blickt auf ihre Siege im Kalten Kulturkrieg gegen die &#8220;Weltmacht Amerika&#8221;. Techno, jene &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=338">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Karl Selent<br />
Popnation oder Popuniverse &#8211; Viva oder VH1<br />
Zur Verteidigung der Kulturindustrie im Wissen um ihre Dialektik</p>
<p>15 Jahre deutsche Einheit – und die fette Nation blickt auf ihre Siege im Kalten Kulturkrieg gegen die &#8220;Weltmacht Amerika&#8221;. Techno, jene in den Tagen der deutschen Wiedervereinigungsbesoffenheit in Gang gekommene Maschinenmusik, hat in den 90ern Rock und Pop aus den Diskotheken und von den Straßen gefegt. MTV ist bloß noch eine Kopie des deutschen Heimatpopmusiksenders VIVA. Deutsche Moderatoren quatschen an deutschen Lokalitäten über deutsche Musikszenen. Längst hat der ehemals kosmopolitische Popkultursender eine 40 Prozent Quote deutscher Musikproduktionen. Erfolgreich fordert die Popnation das Popuniverse heraus. Deutschrock, deutscher Hip Hop, neue deutsche Härte auf allen hiesigen Kanälen. Rammstein präsentierten bei den MTV Europe Music Awards, nein, keine Lightshow, kein sprühendes Bühnenfeuerwerk, sondern ein Stahlgewitter! VIVA, Stefan Raab, Jürgen Drews und Guildo Horn haben den deutschen Schlager wieder hoffähig gemacht, Jürgen Becker, Gaby Köster und weitere alternative Mundartpfleger, sprich Kabarettisten, den Karneval (Stunksitzung). Die Toten Hosen mit samt ihres Punkerkindergartenanhangs zieht es zum Rosenmontagszug. Und das Wandern ist neuerdings nicht nur des Müllers Lust, sondern auch die des Fernsehknechts von Harald Schmidt, Manuel Andrag. Seit 1945 war keine Jugend so mit der Kultur ihrer Nazi-Väter versöhnt wie die heutige. Vor &#8217;89 hätte keine deutsche Jugend es gewagt, einen solchen Massenaufmarsch zu veranstalten wie den der 1,5 Millionen Loveparadeure, die gerne auch mit schwarz-rot-goldenen Eulenspiegelhüten herumraven, während textile Riesenluftröhren in den Deutschlandfarben von so manchem Techno-Truck in den Himmel zucken und im VIVA-Livebericht beständig und zwanghaft die Wahrzeichen der Nation ins Bild geraten: die Siegessäule, das Brandenburger Tor, der Reichstag. Am friedlichen deutschen Technowesen sollte die Welt vom Krieg genesen. Mit Tausenden von Euro haben das Außenministerium und das Goethe-Institut den Export der Loveparade bis nach Mexiko-City unterstützt, wo 2004 immerhin 250.000 Leute sich tummelten – und doch, vergebens. Gab es bereits 2002 in Berlin nur 650.000, im Jahr darauf nur 500.000 Raver, und hat es sich seither ausgeravt, so brachten Joschkas Euro in der Welt nicht mal diese Teilnehmerzahlen zusammen. Zappelten in Acapulco 200.000 Leute herum, waren es in Santiago de Chile nur 100.000, in San Francisco ganze 15.000, in Kapstadt 3000. (Wien und Zürich dürfen als angeschlossen gelten, und in Paris hat man sich den Deutschen schon immer ergeben.) Weitere Loveparades? Sydney? Bombay? Hongkong? Montreal? New York? Fehlanzeige. Es hat sich ausgesiegt. Wer in der Welt interessiert sich schon für eine modernisierte Variante der deutschen Marschmusik. Das Popuniverse schlägt zurück. In dessen unendlichen Weiten verliert sich der Kulturkrieg des neuen Deutschland wie einst der militärische Krieg des alten in der Tiefe des sowjetischen Raumes. Die Loveparade ist tot. Rammsteins Riefenstahl-Olympiafilm-Musikvideoclip ist in der Heavy Rotation solange durchgedudelt und durchgenudelt worden, bis das Stück rückstandslos erledigt war. Die Nazi-Kunst sollte für die Ewigkeit sein, ihren Wagner, ihren Beethoven und ihren Goethe wollen die Deutschen auf immer verehren – jedoch das Popuniverse hat noch jeden gigantischen Mega-Act letztendlich auf einen winzigen Stern unter Milliarden zusammengeschrumpft. Die Kulturindustrie hat noch alles, was hip und trendy ist, jede Mode und jede neue Musikbewegung final kleingekriegt. Was heute in ist, ist morgen out. &#8220;Alles Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht &#8230; die Bourgeoisie&#8221;, heißt es im Kommunistischen Manifest, &#8220;hat die Konsumtion kosmopolitisch gestaltet&#8221;. Die Sehnsucht der Deutschen nach Heimat und Gemeinschaft, nach Vaterland und dem Idyll des Schrebergartens kann im Popuniverse keine Erfüllung finden. Die Star-Trekis müssen immerzu aufbrechen zu neuen Welten, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat.<br />
Daß man dort auf ganz irdische Verhältnisse trifft, daß der Kick des Mega-Events nicht lange anhält, dieses bloß die Wiederholung des eigentlich immer Gleichen bietet, ficht die Fans nicht an. Mit dem Sex verhält es sich ja ähnlich, und trotzdem ist man immer wieder scharf drauf. Während die Hiesigen vor der Glitzerwelt in die Heile Welt sich flüchten und gegen die allgegenwärtige Unsicherheit zur faschistischen Volksgemeinschaft tendieren, wissen die Fans um die finale Vergeblichkeit ihrer Vergnügungssucht. I can&#8217;t get no satisfaction, sangen die Stones. Keiner kommt hier lebend raus, wußte der Country-Musiker Hank Williams.<br />
Der Referent, im Bewußtsein der widersprüchlichen Entwicklung der Kulturindustrie, im Wissen um den Kampf, der in ihr zwischen Antisemitismus und Anti-Antisemitismus, zwischen Rassismus und Antirassismus, Homophobie und Anti-Homophobie im Gange ist – freilich haben im Kino noch immer die Guten gesiegt, siehe die Entwicklung der Star-Trek-Story von der ersten persönlichen Begegnung Captain Jean-Luc Picards mit einem Ferengi als Rachejuden bis zur Aufnahme des ersten Juden-Ferengi in die Sternenflotte, siehe die Entwicklung des Kinofilms von der Darstellung der Schwarzen ausschließlich als Diener des weißen Mannes bis zur Berufung des Benjamin Sisko zum Captain der Raumstation Deep Space 9 – der Referent also, ein Verehrer von Jil Taylor, Fran Fine und Diana Krall, verteidigt das Popuniverse gegen seine Antagonisten. Er räumt die Bühne frei von teutonischen Söhnen Mannheims, von Bochum-ich-komm-aus-dir-Heimatpopmusikanten, von all den Brothers Keepers, die stolz sind, ein Deutscher zu sein, er räumt die Bühne frei für Roisine Murphy, jene lasziv-glamouröse Trip-Hoperin, Frontfrau der Popband Moloko, die mit einem schwarzen Musikerkollegen – live on stage! – schon mal Sachen gemacht hat, für die er in einer ostdeutschen Kleinstadt erschlagen, sie in Teheran gesteinigt würde und im Gazastreifen einen Benzin getränkten Autoreifen um den Hals gehängt bekäme.</p>
<p>Do. 13.10.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg (Studio)</p>
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		<title>Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2005 11:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Film Bernd Reinink (Regie und Buch) ist anwesend Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit Bei „Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit“ handelt es sich um einen surrealistischen, experimentellen Agentenfilm im Stil von Godards Alphaville (dem auch die Hauptfigur &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=333">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Film<br />
Bernd Reinink (Regie und Buch) ist anwesend<br />
Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit</p>
<p>Bei „Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit“ handelt es sich um einen surrealistischen, experimentellen Agentenfilm im Stil von Godards Alphaville (dem auch die Hauptfigur Lemmy Caution entlehnt ist) und dem Film noir der 40er Jahre (Schwarzweiß, Format: Mini-DV, Länge: ca. 73 Minuten, in Berlin von einer unabhängigen Student(inn)enfilmgruppe gedreht im Sommer 2004).</p>
<p>Geheimagent Lemmy Caution kommt nach Berlin, um Ermittlungen gegen die kapitalistische Wirklichkeit aufzunehmen. Er soll herausfinden, warum die Menschen an Verhältnissen kleben, die für die meisten von ihnen nur Leid, Elend und Not bereithalten. Die deutsche Abwehr, die ihn schon erwartet, schickt Lemmy ihre Agenten auf den Hals. Mit ihnen wird er spielend fertig, nicht aber mit der geheimnisvollen Doppelagentin Svobodnaja Ljubova. Eine vermeintliche Spur führt in die Villa des Großindustriellen Bertotti (hinter dem sich der Chef der deutschen Abwehr, Hermann Müller-Goebbels, verbirgt). Durch den Verrat Svobodnajas gerät Lemmy dort in eine Falle. Doch in letzter Sekunde schlägt sie sich auf Lemmys Seite und rettet ihm das Leben. Als Lemmy, der sich Hals über Kopf in ein anderes Mädchen verliebt, seinen Auftrag aus den Augen verliert, erschießt ihn Svobodnaja, um sich – ihrer eigenen Eifersucht gewahr werdend &#8211; „ihre Freiheit zu bewahren“. Sterbend sinniert Lemmy über seinen Grundirrtum, eine mächtige, alles steuernde Organisation dort erwartet zu haben, wo überpersönliche Verhältnisse walten.</p>
<p>Produktion: Gruppe Slatan Dudow</p>
<p>Regie &#038; Buch: Bernd Reinink<br />
Kamera &#038; Schnitt: Alexander Fuchs</p>
<p>Darsteller: Andreas Schreyer (Lemmy Caution)<br />
Melanie Krabs (Svobodnaja Ljubova)<br />
Oliver Witte (Hermann Müller-Goebbels)</p>
<p>Länge: 73 Min.<br />
Format: Mini-DV, 16:9, Schwarzweiß<br />
Premiere: 2005 (Dreharbeiten Sommer 2004)</p>
<p>Info zur Gruppe: Das Filmkollektiv Gruppe Slatan Dudow – Filme gegen Deutschland existiert seit 2002 und besteht aus StudentInnen der Berliner Universitäten (HU, FU) sowie SchülerInnen bzw. AbsolventInnen der Ernst-Busch-Hochschule für Schauspiel­kunst bzw. des Europäischen Theater­instituts (ETI).<br />
Bisherige Produktionen: They, the people (2002, Mini-DV, 4 Minuten) und Faux frais (2003, Mini-DV, 15 Minuten).</p>
<p>Do. 22.09.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg</p>
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		</item>
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		<title>Der Iran und die Bombe</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=330</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2005 11:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion Thomas Becker (Bielefeld) Der Iran und die Bombe Seit zwei Jahren ist der Internationalen Atomenergiebehörde das bis dahin erfolgreich geheim gehaltene Atomwaffenprogramm des Iran bekannt. Die Berichte ihrer Inspektoren, die seit dem Frühjahr 2003 im Iran Ortsbesichtigungen &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=330">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag und Diskussion<br />
Thomas Becker (Bielefeld)<br />
Der Iran und die Bombe</p>
<p>Seit zwei Jahren ist der Internationalen Atomenergiebehörde das bis dahin erfolgreich geheim gehaltene Atomwaffenprogramm des Iran bekannt. Die Berichte ihrer Inspektoren, die seit dem Frühjahr 2003 im Iran Ortsbesichtigungen durchführen, dokumentieren jedes technische Detail und die Funktion jeder einzelnen Anlage des Atomwaffenprogramms und liefern ein lückenloses Beweismaterial: Die Arbeiten an den Anlagen zur Anreicherung von Uran und Plutonium sind inzwischen so weit fortgeschritten, dass der Iran in zwei oder drei Jahren über die ersten Atomwaffen verfügen wird, sofern ihn niemand daran hindert. Während Israel und auch die USA bereits mehrfach klarstellten, dass sie nicht gewillt seien, den Aufstieg Irans zur Atommacht hinzunehmen, schlug die EU einen gänzlich anderen Weg ein: Angeführt von Deutschland und Frankreich versucht sich die EU in einem mal &#8220;kritischen&#8221; mal &#8220;kulturellen Dialog&#8221; mit den Mullahs, einem Regime, welches immer wieder betont, dass es gewillt ist, Israel auszulöschen. Unter allen Umständen soll eine militärische Intervention verhindert werden. Die EU schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: einerseits präsentiert sie sich gegenüber dem Iran als verlässlicher Partner, indem sie sich deutlich von den USA abgrenzt, andererseits erscheint sie auch anderen auf blutiger Unterdrückung beruhenden Regimes als pazifistischer und damit für die Kontinuität der Herrschaftsführung garantiert ungefährlicher Staat.</p>
<p>Mi. 15.06.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg<br />
Veranstalter: antifa3D<br />
mit Unterstützung des Hannah Arendt Bildungswerk und<br />
der Bildungskooperative Oberhausen (BIC)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Spaniens Himmel über Manhattan</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=327</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=327#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2005 11:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurzvortrag und Film Frank Dittmeyer (Geschichtswerkstatt Oberhausen) Spaniens Himmel über Manhattan Harry Fisher und seinen Comrades &#8220;Krieg ist niemals etwas Herrliches, niemals ein Abenteuer. Krieg ist im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle. Es hätte wohl keine gerechtere, ehrenhaftere Sache &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=327">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurzvortrag und Film<br />
Frank Dittmeyer (Geschichtswerkstatt Oberhausen)<br />
Spaniens Himmel über Manhattan<br />
Harry Fisher und seinen Comrades</p>
<p>&#8220;Krieg ist niemals etwas Herrliches, niemals ein Abenteuer. Krieg ist im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle.<br />
Es hätte wohl keine gerechtere, ehrenhaftere Sache als die unsrige in Spanien geben können. Aber auch in einer noch so edlen Form ist der Krieg ein Grauen (&#8230;).Und so stehe ich vor der Frage: Welches ist das größere Übel &#8211; Faschismus oder Krieg?<br />
Die Antwort für mich war und ist: Faschismus&#8221;<br />
(Harry Fisher)<br />
Aufgewachsen in einer proletarischen jüdischen Familie in Brooklyn -N.Y. entwickelte sich Herschel &#8220;call me Harry&#8221; &#8211; Fisher über Gewerkschaftsaktivitäten, unter anderen in der &#8220;Young Communist League (YCL)&#8221;, zum Kommunisten.<br />
&#8220;1934 begann ich mich für internationale Angelegenheiten zu interessieren, speziell für das, was sich in Deutschland tat. Hitler war an der Macht, und die Nazischergen wüteten. Damals (&#8230;) sahen wir Bild- und Filmnachrichten in den Wochenschauen der Kinos. Bis heute erinnere ich mich der erschreckend nahen und grauenhaften Szenen, die SA-Männer mit dem Hakenkreuz auf dem Ärmel zeigten, wie sie Juden aus ihren Geschäften zerrten, sie anspuckten, verhöhnten und mit ihren glänzenden Stiefeln traten.&#8221;<br />
&#8220;Die Kommunistische Partei rief damals dazu auf, Unterstützung für den Kampf gegen den Faschismus in Spanien zu leisten. 30 % der Lincoln-Brigade waren Juden. Ich selbst bin jüdisch, allerdings nicht religiös. Ich war entsetzt darüber, was ich (&#8230;) über Nazi-Deutschland las. (&#8230;). Als in Spanien die Faschisten eine demokratisch gewählte Regierung stürzten, wollte ich endlich handeln, etwas Praktisches tun, um diesen Wahnsinn zu verhindern. Ich bin zwar Pazifist, aber ich wollte aktiv dazu beitragen, den Faschismus zu bekämpfen.&#8221;<br />
1937/38 stritt Fisher gemeinsam mit 2800 anderen US-Amerikanern im Abraham-Lincoln-Bataillon auf der Seite der Republik gegen den Franco-Faschismus in Spanien .<br />
Die Lincoln Brigade, unter stalinistischer Führung (deren unrühmliche Rolle im Film allerdings nicht thematisiert wird) vereinigte Kommunisten, Sozialisten, Parteilose und Anarchisten unter einem Dach. Zwischen achtzig und hundert schwarze Soldaten, unter ihnen der erste schwarze Kommandeur Oliver Law, waren beteiligt.<br />
Nach der Niederlage der republikanischen Seite kehrte Fisher unter schwierigen Umständen in die USA zurück.<br />
Damit war allerdings der antifaschistische Kampf für ihn und viele seiner Genossen nicht beendet. Als Bordschütze auf einem B-26 Bomber einer US Army Einheit nahm er später an der Befreiung Europas vom Nazifaschismus teil.</p>
<p>Im Frühjahr 2001 war Harry Fisher auf Deutschland-Tour und stellte sein Buch &#8220;Comrades&#8221; vor. Bei einer Lesung in Oberhausen traf er den Historiker Frank Dittmeyer und es entstand ein erster lockerer Kontakt.<br />
Im November 2001 meldete sich eine Frau, die ihren verstorbenen Mann auf einem der Fotos in &#8220;Comrades&#8221; erkannt hatte. Dieser hatte, nachdem er 1928 in die USA ausgewandert war, mit den Lincolns in Spanien gekämpft, wurde anschließend interniert und kehrte 1946 nach Frankfurt zurück. Die Frau bat, den Nachlass ihres Mannes dem amerikanischen Archiv der Lincoln-Brigade zu übergeben.<br />
Bei dieser Gelegenheit besuchten die Autoren des Films Harry Fisher 2002 in New York. Auf dem Jahrestreffen der Veteranen der Abraham-Lincoln-Brigade in Manhattan trafen sie auf weitere US-amerikanische Spanienkämpfer. Sie erzählten ihre Geschichte, aus der Zeit vor und nach dem spanischen Bürgerkrieg.<br />
Der Film dokumentiert Harry Fishers bewegtes Leben wie auch dessen politisches Umfeld und richtet seinen Focus dabei auf die Ereignisse in Spanien Ende der 30er Jahre.<br />
Am Ende des Film nimmt Fisher kurz zu den islamistischen Anschlägen auf das World Trade Center Stellung und kritisiert die militärischen Maßnahmen der USA, die den Anschlägen in New York im Kampf gegen den Terror folgten. Warum es aus Sicht Fishers richtig war, mit der Lincoln Brigade in Spanien gegen den Faschismus und selbstverständlich auch, im Rahmen von Einheiten der US Air Force, gegen Nazi- Deutschland, zu kämpfen, sich aber wider militärische Maßnahmen gegen den Faschismus des Baath Regime zu wenden, bleibt eine Widersprüchlichkeit, die Fisher selbst nicht mehr auflösen kann. Er verstarb im Jahr 2003.</p>
<p>Zitate aus:<br />
1) Harry Fisher: &#8220;Comrades &#8211; Bericht eines Interbrigadisten im spanischen Bürgerkrieg&#8221; 2001<br />
2) Terz &#8211; Stattzeitung für Düsseldorf: Interview mit Harry Fisher<br />
lesen</p>
<p>Di. 12.04.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg</p>
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		<title>Theo van Gogh und die multikulturelle Gesellschaf</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2005 11:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Veranstaltung der antifa3d mit Unterstützung des Hannah Arendt Bildungswerk Essen Justus Wertmüller Theo van Gogh und die multikulturelle Gesellschaft In memoriam an einen Antifaschisten Zwei Monate nach dem Mord an Theo van Gogh sind sich mit DJane Ipek alle einig, &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=324">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Veranstaltung der antifa3d<br />
mit Unterstützung des Hannah Arendt Bildungswerk Essen<br />
Justus Wertmüller<br />
Theo van Gogh und die multikulturelle Gesellschaft<br />
In memoriam an einen Antifaschisten<br />
Zwei Monate nach dem Mord an Theo van Gogh sind sich mit DJane Ipek alle einig, daß er das Opfer eines Einzeltäters geworden sei, und mit Kanak-Attak-Gründer Feridun Zaimoglu, daß van Gogh mit seiner Islamkritik längst eine Grenze überschritten hätte und zwar die des guten Geschmacks. Die Heroine des sinnfreien Ressentiments in postmoderner Absicht, Katja Diefenbach, rumort etwas von einer kapitalistischen Überschreitungskultur, der er angehangen habe, um sich zu entäußern und entgrenzend voranzuschreiten. In der Jungle World, weiß man, daß seine Freunde Verbindungen nach rechts hätten. Wieder andere werden nicht müde, darauf hinzuweisen, van Gogh sei Antisemit gewesen, womit über seine Ermordung durch einen Islamfaschisten wohl kein Wort mehr zu verlieren ist. In der Interim heißt es zusammenfassend: Das solche Personen aus einer antirassistischen und antifaschistischen, aber auch antisexistischen Perspektive bekämpft werden müssen &#8211; sollte Konsens sein, über die Mittel läßt sich trefflich streiten. Sein Mörder hätte eine gute Begründung aus seiner Betroffenheit als gesellschaftlich marginalisierter religiöser Moslem wohl allemal gehabt, um zu tun, was er getan hat.<br />
Was ist schon hängen geblieben? Da gab es einen Film namens &#8220;Submission&#8221;, der als sexistisch abgestempelt wurde. Da war das Wort von &#8220;Allahs Ziegenfickern&#8221;, das als klar rassistisch taxiert wurde und da gab es drei zwischen 11 und 20 Jahre alte antisemitische Bemerkungen. War da sonst noch was? Die Kleinigkeit von ca. 20 zum Teil preisgekrönten Filmen, Hunderte von Kolumnen und öffentlichen Auftritten, eine Trauerkundgebung mit fast 50.000 Teilnehmern jeder Herkunft und aus allen politischen Lagern. Und ganz am Rande seine Mitstreiterin und Freundin, die Parlamentsabgeordnete und Drehbuchautorin Ayaan Hirsi Ali, die lange vor Theo van Gogh von Islamisten ermordet worden wäre, lebte sie nicht in ständig wechselnden Verstecken im eigenen Land.<br />
Höchste Zeit, zu erklären wer Theo van Gogh wirklich war, was er überhaupt gesagt und geschrieben hat, wer ihn mit dem Tode bedrohte und wie er zu Tode gehetzt wurde, im freiesten und multikulturellsten Land Europas. Denn soviel ist sicher: Alle scheinen Bescheid zu wissen über Theo van Gogh, alle sind sich einig, daß &#8220;so einer&#8221; keine Solidarität verdient, und sie alle haben definitiv keine Ahnung, über den &#8220;gesunden Raucher&#8221;, wie er sich selbst nannte.<br />
Wer von den vielen kritischen Linken, darunter auch den Freunden Israels, brächte hierzulande, wo die Gefahr weit geringer ist als in den Niederlanden, den Mut auf, über die grünen Nazis und Antisemiten zu sagen, was Theo van Gogh angesichts einer wahren Flutwelle von Morddrohungen bis wenige Tage vor seinem Tod publizierte? Theo van Goghs außergewöhnliches Leben und sein atemberaubender Feldzug gegen die Islamisierung sind nicht zu trennen. Er ist in seinen komischen, sentimentalen, kämpferischen und manchmal auch ausgesprochen abstoßenden Seiten sicher nicht als Identifikationsfigur geeignet, er wäre zu Lebzeiten der erste gewesen, der mit Hohn und Spott auf jede Beweihräucherung seiner Person reagiert hätte.<br />
Und doch ist es höchste Zeit auch einmal in Deutschland den Hut zu ziehen, vor einem mutigen Antifaschisten, einem Unterstützer Israels und dem kompromißlosen Freund Ayaan Hirsi Alis.</p>
<p>Mi. 23.03.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg</p>
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		<title>Wie Nazis zu Dealern wurden</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2005 11:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonja Witte (Bremen) Wie Nazis zu Dealern wurden Eine psychoanalytische Darstellung der deutschen Schuldabwehr Am Beispiel der deutschen Synchronfassungen von &#8220;Notorious&#8221; (Hitchcock 1946) geht es um die Beziehung zwischen einem Film und seinem Publikum. Während in der Originalfassung Agenten der &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=321">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonja Witte (Bremen)<br />
Wie Nazis zu Dealern wurden<br />
Eine psychoanalytische Darstellung der deutschen Schuldabwehr</p>
<p>Am Beispiel der deutschen Synchronfassungen von &#8220;Notorious&#8221; (Hitchcock 1946) geht es um die Beziehung zwischen einem Film und seinem Publikum. Während in der Originalfassung Agenten der CIA einer Naziclique in Rio de Janeiro mit Hilfe der Nazitochter Alicia Hubermann auf die Schliche kommen, macht &#8220;Weißes Gift&#8221;, die deutsche Erstsynchronisation von 1951, daraus die Verfolgung eines internationalen Drogenkartells. Eine der ursprünglichen Fassung adäquate Synchronisation erschien in Deutschland erst 1969 unter dem Titel &#8220;Berüchtigt&#8221;. Der Vortrag wird die Transformation der Verdrängung und Abwehr deutscher Schuld in den fünfziger und sechziger Jahren anhand des psychoanalytischen Konzepts der Masse bei Sigmund Freud aufweisen und zeigen, wie diese Abwehr die Beziehung von Film und Publikum prägt. Diese Abwehr, d.h. die deutsche Strategie zur Aufrechterhaltung völkischer Identität, soll als das den Blick des Publikums bestimmende Moment verstanden und auf das Unverwechselbare, Besondere der Filme Alfred Hitchcocks bezogen werden. Anhand von Filmbeispielen wird erläutert werden, was unter &#8220;MacGuffin&#8221; und &#8220;Suspense&#8221; &#8211; zwei für Hitchcocks Filme typische &#8220;Funktionsweisen&#8221; &#8211; zu verstehen ist; und mit Hilfe der freudianischen Theorie des Witzes soll dann gezeigt werden, warum Suspense und MacGuffin nur in der Interaktion von Film und Publikum entstehen können. Schlußendlich: Gezeigt werden soll, warum die Verwandlung von Nazis in Dealer in der Synchronisationsfassung &#8220;Weißes Gift&#8221; unbedingt notwendig war, um einen für Deutsche unverfänglichen Rahmen zu schaffen, ohne den weder &#8220;MacGuffin&#8221; noch &#8220;Suspense&#8221; ihre Wirkung entfalten können. &#8211; Nach dem mit Filmbeispielen aus der ersten Fassung illustrierten Vortrag wird &#8220;Notorious&#8221; in der Fassung von 1969 gezeigt.</p>
<p>Mi. 16.02.2005, 19.00 Uhr &#8211; anschließend Film, HundertMeister Duisburg</p>
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		<title>Das Gerücht über die Juden</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2005 11:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2005]]></category>

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		<description><![CDATA[Paul Mentz Das Gerücht über die Juden Antisemitismuskritik bei Horkheimer und Adorno &#8220;Wer den Antisemitismus erklären will, muss den Nationalsozialismus meinen. Ohne Begriff von dem, was in Deutschland geschehen ist, bleibt das Reden über den Antisemitismus in Siam oder in &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=318">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paul Mentz<br />
Das Gerücht über die Juden<br />
Antisemitismuskritik bei Horkheimer und Adorno</p>
<p>&#8220;Wer den Antisemitismus erklären will, muss den Nationalsozialismus meinen. Ohne Begriff von dem, was in Deutschland geschehen ist, bleibt das Reden über den Antisemitismus in Siam oder in Afrika bedeutungslos. Der neue Antisemitismus ist der Sendbote der totalitären Ordnung, zu der die liberalistische sich entwickelt hat. Es bedarf des Rückgangs auf die Tendenzen des Kapitals.&#8221; (Horkheimer)</p>
<p>Die Auseinandersetzung mit der irrationalen Ideologie des Antisemitismus nimmt in den Arbeiten von Horkheimer und Adorno eine zentrale Stellung ein, ist der Antisemitismus doch mehr als ein Vorurteil gegen eine beliebig zu wählende Minderheit.Die Antisemitismusforschung der &#8216;Kritischen Theorie&#8217; geht dabei weit über jegliche vorhergehende Erklärungsansätze des Antisemitismus hinaus, indem sie sich der Mittel der interdisziplinären Forschung bedient.Horkheimer und Adorno gehen davon aus, dass die Irrationalität des Antisemitismus ihre Ursachen in der Gesellschaft hat und eben nicht als metaphysischer Geist über die Menschheit gekommen ist. Um aber die Wirkungsmächtigkeit des Antisemitismus als Resultat einer gescheiterten Aufklärung oder der Dialektik von Aufklärung und Gegenaufklärung in seiner Totalität näher zu bestimmen, gilt es sowohl die historische Genese des Antisemitismus, wie auch dessen Grundlagen in der Ökonomie und der Psyche der Subjekte zu untersuchen.<br />
Paul Mentz, Dortmund, studiert an der Ruhr-Universität Bochum Philosophie und Soziologie. Er ist Mitglied des Arbeitskreises rote ruhr-uni.</p>
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		<title>Nach dem Zionismus?</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2004 10:00:35 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[2004]]></category>

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		<description><![CDATA[Die israelische Linke &#8211; Kronzeuge des Antizionismus? Unter deutschen Linken findet sich kaum einer, der seinen Haß auf Israel nicht unter Berufung auf die israelische Linke, sei sie nun offen antizionistischer oder diskret postzionistischer Couleur, zu rechtfertigen und tatsächlich zu &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=312">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die israelische Linke &#8211; Kronzeuge des Antizionismus?</strong></p>
<p>Unter deutschen Linken findet sich kaum einer, der seinen Haß auf Israel nicht unter Berufung auf die israelische Linke, sei sie nun offen antizionistischer oder diskret postzionistischer Couleur, zu rechtfertigen und tatsächlich zu bemänteln wüßte. Die Veredelung des Antizionismus zum Engagement für nichts als Menschenrechte &#8211; gerade in Deutschland seit Hitler die politische Darreichungsform des Antisemitismus &#8211; scheint gelungen, wenn Uri Avnery, Felicia Langer, Michael Warschawski, Mosche Zuckermann, Mosche Zimmermann, Jakob Taut, Shraga Elam und ihre Claque ins Feld geführt werden können: Sie sagen es doch selbst, freut sich die deutsche Linke, daß Israel rassistisch, völkisch, militaristisch sei, und der Zionismus überhaupt sei die Ideologie zur Praxis von Kolonisatoren. Aber es stimmt und stimmt doch zugleich nicht, wenn sich die deutsche Linke in der israelischen wiedererkennen will, um ihrem verschrobenen Internationalismus (&#8220;Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker&#8221;) zur glaubhaft zu machen. Es stimmt: denn diese israelische Linke ist ein ebenso materialismusvergessener Verein wie sie selbst, eben das, was der Marx des &#8220;Kommunistischen Manifests&#8221; als den &#8220;wahren Sozialismus&#8221; denunzierte, ein Tatbestand, der zur Sprache kommt, wenn etwa Zuckermann von der &#8220;Umstrukturierung der Gesellschaft&#8221; spricht, ganz so, als sei diese ein Lego-Baukasten aus dem Hause Habermas. Und es stimmt zugleich nicht: denn diese israelische Linke weiß sehr genau, worin die auch für sie unverzichtbare Garantie des Zionismus liegt: als einer Lebensversicherung gegen den Antisemitismus oder, wie Theodor Herzl im September 1900 schrieb, als &#8220;einer wechselseitigen jüdischen Nothfallversicherung&#8221; nach &#8220;Analogie des Unfallversicherungswesens&#8221;. Das Problem ist nur, daß die israelische Linke der Staatlichkeit Israels mit lupenreinem Sozialdemokratismus zu Leibe rückt. Der Staat Israel, so heißt es von Avnery bis Zuckermann, habe kein &#8220;jüdischer Staat&#8221; zu sein, sondern ein &#8220;Staat aller seiner Bürger&#8221;, also wahrhaft demokratisch: Alle Macht soll, wie hierzulande, vom Volke ausgehen: Das versteht man gut in Deutschland: daß &#8220;wir&#8221; der Staat sind und der Souverän; das ist seit Ferdinand Lassalle und bis Adolf Hitler das Dogma schlechthin des gesunden Menschenverstandes. Es ist die sozialdemokratische Staatsillusion, die die israelische Linke in einem die Staatlichkeit Israels verkennen läßt wie sie zugleich die deutschen Israel-Hasser zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Referent: Jochen Bruhn, ISF Freiburg Mo. </p>
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		<title>&#8220;Spüüüts euer Spüüü !!!&#8221;</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=309</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2004 10:23:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2004]]></category>

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		<description><![CDATA[Jüdischer Fußballsport Gestern und Heute Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte &#8211; Walther Bensemann Walther Bensemann, dessen Lebensgeschichte hier beschrieben wird, ist eine Person der Zeitgeschichte. Für das Jahrzehnt vor der Gründung des Deutschen Fußball Bundes im Jahr &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=309">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jüdischer Fußballsport Gestern und Heute</p>
<p>Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte &#8211; Walther Bensemann<br />
Walther Bensemann, dessen Lebensgeschichte hier beschrieben wird, ist eine Person der Zeitgeschichte. Für das Jahrzehnt vor der Gründung des Deutschen Fußball Bundes im Jahr 1900 gilt er als einer der wichtigsten Fußballpioniere in Deutschland; in der Epoche der Weimarer Republik glänzte er als meisterhafter Sportjournalist. Als Gründer des &#8220;Kicker&#8221;, füllte in den 13 Jahren seiner Herausgeberschaft nahezu 2.000 Seiten mit seinen Artikeln Bensemanns ungewöhnlicher Lebensweg gibt uns Einblicke in zwei der spannendsten Phasen der deutschen Sportgeschichte: zunächst in jene Frühzeit, in der kühne Pioniere, nicht selten wie Bensemann jüdischer Herkunft, den &#8220;english sports&#8221; den Weg nach Deutschland ebneten; dann in der Zwischenkriegsepoche, als der Fußball die Herzen der Massen eroberte. Es waren zugleich die Jahre, in denen um die Organisation und Ausprägung dieses Sports erbittert gestritten wurde und zwischen kosmopolitisch geprägten sowie nationalistisch orientierten Sportidealisten tiefe Gräben entstanden. Mit welchem Ausgang ist bekannt. Im Fußball, so weiß jeder Fan, spielt Tradition eine mächtige und meist als positiv empfundene Rolle. Das schillernde und am Ende tragische Leben des Pioniers Walther Bensemann beweist, dass &#8220;Traditionspflege&#8221;, die Begegnung mit Heroen der Vergangenheit, mehr vermag als das Ausschlachten verklärter Mythen. Sie ist unterhaltsam, vor allem aber politisch aufschlussreich und intellektuell anregend. Auch im Fußball. Lesung mit Bernd M. Beyer, Verlag &#8220;die Werkstatt&#8221; Göttingen<br />
Mo. 25.10.2004, 20.00 Uhr,Hundertmeister Duisburg (Saal)<br />
______________________________________________________________________</p>
<p>&#8220;Die Tragweite der Bestrebungen ist eine ganz ungeheure&#8230;&#8221;<br />
Zur Geschichte jüdischer Sportbewegungen. 1902 &#8211; 1938<br />
Zionistisch, nationaljüdisch, deutschnational oder bürgerlich-liberal: Wo auch immer deutsche Juden sich in exklusiv jüdischen Sportvereinigungen zusammen fanden, verband sie über alle weltanschaulichen Differenzen ein Motiv. Sei es, dass dem antisemitischen Zerrbild vom &#8220;kränklichen Juden&#8221; etwas entgegen gehalten werde sollte, sei es, dass jüdische Jugendliche mittels Kampfsport auf handfeste Auseinandersetzungen vorbereitet werden sollten &#8211; die Geschichte des jüdischen Sports findet in der Abwehr des Antisemitismus ihren zentralen Beweggrund. So unterhielt in Berlin der JBC Makkabi aus den Reihen seiner Boxstaffel eine eigene Abwehrgruppe, die schon 1922 vor Synagogen Wache stand und durchs Scheunenviertel patrouillierte, wo viele jüdische Einwanderer aus Osteuropa ein erstes Zuhause fanden. Der Vortrag will die Unterschiede sichtbar machen, um die Bedeutung des gemeinsamen Ziels herauszustreichen. Antisemitismus wurde weit vor der Machtergreifung als drängendes Problem erkannt, die Organisation in Sportvereinen war ein wichtiges Mittel, ihm aktiv Grenzen zu setzen. Die Geschichte des jüdischen Sports erzählt vom Widerstand deutscher Juden, der auf sich alleine gestellt scheitern musste.<br />
Vortrag und Diskussion mit Jan Buschbom, Autor beim &#8220;Journal der Jugendkulturen&#8221; Berlin<br />
Di. 26.10.2004, 20.00 Uhr, Hundertmeister Duisburg (Saal<br />
______________________________________________________________________</p>
<p>Sie bauen eine U-Bahn nach Auschwitz</p>
<p>Lichtbildervortrag und Diskussion mit Christian Kretschi (Ludwigsburg) und Martin Endemann (Berlin) vom Bündnis aktiver Fußball Fans Di. 26.10.2004, 20.00 Uhr, Hundertmeister Duisburg (Saal) &#8220;Die Tragweite der Bestrebungen ist eine ganz ungeheure&#8230;&#8221;Zur Geschichte jüdischer Sportbewegungen. 1902 &#8211; 1938 Zionistisch, nationaljüdisch, deutschnational oder bürgerlich-liberal: Wo auch immer deutsche Juden sich in exklusiv jüdischen Sportvereinigungen zusammen fanden, verband sie über alle weltanschaulichen Differenzen ein Motiv. Sei es, dass dem antisemitischen Zerrbild vom &#8220;kränklichen Juden&#8221; etwas entgegen gehalten werde sollte, sei es, dass jüdische Jugendliche mittels Kampfsport auf handfeste Auseinandersetzungen vorbereitet werden sollten &#8211; die Geschichte des jüdischen Sports findet in der Abwehr des Antisemitismus ihren zentralen Beweggrund. So unterhielt in Berlin der JBC Makkabi aus den Reihen seiner Boxstaffel eine eigene Abwehrgruppe, die schon 1922 vor Synagogen Wache stand und durchs Scheunenviertel patrouillierte, wo viele jüdische Einwanderer aus Osteuropa ein erstes Zuhause fanden. Der Vortrag will die Unterschiede sichtbar machen, um die Bedeutung des gemeinsamen Ziels herauszustreichen. Antisemitismus wurde weit vor der Machtergreifung als drängendes Problem erkannt, die Organisation in Sportvereinen war ein wichtiges Mittel, ihm aktiv Grenzen zu setzen. Die Geschichte des jüdischen Sports erzählt vom Widerstand deutscher Juden, der auf sich alleine gestellt scheitern musste. Vortrag und Diskussion mit Jan Buschbom, Autor beim &#8220;Journal der Jugendkulturen&#8221; Berlin<br />
Mi. 27.10.2004, 20.00 Uhr, Hundertmeister Duisburg (Saal)</p>
<p>______________________________________________________________________</p>
<p>Jedes Land braucht eine Legende</p>
<p>Das Wunder von Bern &#8211; die wundersame Entschuldung der deutschen &#8220;Opfer-Gemeinschaft&#8221;<br />
Der 4. Juli 1954 gab den Deutschen über lange Zeit zum postnazistischen Staunen über die eigene Wirtschaftswunderkraft eine emotionale Dreingabe: Die &#8220;Helden von Bern&#8221; waren mustergültige Repräsentanten des Wiederaufstiegs; eine nationale Selbstvergewisserung, dass Fleiß und Disziplin wieder lohnen und die eigene bescheidene Geschäftigkeit die &#8220;Hauptwaffe bei der Abwehr von Wirklichkeit&#8221; (Arendt) sein kann. Die Kinoversion von Sönke Wortmann im Herbst 2003 war insofern eine Art Wendepunkt in der kulturindustriellen Deutung des &#8220;Wunders&#8221; und knüpft damit an die neueste Variante deutscher Geschichtsinterpretation an: die Selbststilisierung als eigentliches Opfer von &#8220;Bombenterror&#8221; und &#8220;Vertreibung&#8221;. Sie sagt mehr über die gegenwärtige Gemütslage der Deutschen aus als über ein &#8220;authentisches Ereignis&#8221;. So wie hierzulande die &#8220;Aufarbeitung der Vergangenheit&#8221; immer schon verstanden wurde, soll sie in Zukunft mit Macht betrieben werden: Der Fußballmythos als kollektive Katharsis und gleichzeitige Inszenierung des eigenen Traumas sind ein und dieselbe Münze. Dass Opa kein Nazi war versteht sich mittlerweile von selbst; seit Wortmanns Film wissen wir alle, dass er auch kein böser Soldat, sondern bloß unschuldiges, willenloses Werkzeug in einer von niemandem verschuldeten Vergangenheit war, die keinen Namen mehr hat. Das Aufleben der Fünfziger Jahre ohne einen Gedanken an Auschwitz verschwenden zu müssen, funktioniert nicht in erster Linie über den unverhohlenen Chauvinismus, sondern in der &#8220;leidvollen&#8221; Überwindung deutsch-sentimentaler Trübsinnigkeit im bierseligen Freudentaumel der örtlichen Kneipengemeinschaft. Vortrag und Diskussion mit Norbert Kresse, Gruppe &#8220;Les Croquembouches&#8221; FfM<br />
Do. 28.10.2004, 20.00 Uhr, Hundertmeister Duisburg (Saal)</p>
<p>______________________________________________________________________</p>
<p>Lederball und Davidstern</p>
<p>Häufig werden sie als &#8220;Judenclubs&#8221; beschimpft, in manchen Stadien imitieren gegnerische Fans durch lautes Zischen das Ausströmen von Gas. Die palästinensische Fahne, als antisemitischer Ausdruck, weht ihnen entgegen. Podiumsteilnehmer unterschiedlichster Clubs berichten über ihre Arbeit und diskutieren über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus.<br />
Podiumsdiskussion mit Uli Krug, &#8220;Redaktion Bahamas&#8221; für Tennis Borussia Berlin, Gerd van Dam für TuS Makkabi Essen, N.N. Ajax Amsterdam, N.N. Tottenham Hotspurs<br />
Sa. 30.10.2004, 18.00 Uhr, Hundertmeister Duisburg (Saal)</p>
<p>Schirmherr: Peter Neururer</p>
<p>Veranstalter:Antifa3d, Fanprojekt Duisburg, Kulturzentrale HundertMeister, Hannah Arendt Bildungswerk Essen</p>
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		<title>Querfront</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2004 10:21:08 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[2004]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag 28.09.2004 Querfront Über die linken Leute von rechts Es ist ein unter den Linken beliebtes Spiel, historische Begriffe aus ihrem Kontext zu reißen, um aktuelle Entwicklungen zu beschreiben. Auch wenn bei schon oberflächlicher Betrachtung die Unstimmigkeiten ins Auge stechen, &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=306">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag 28.09.2004</strong><br />
Querfront<br />
Über die linken Leute von rechts</p>
<p>Es ist ein unter den Linken beliebtes Spiel, historische Begriffe aus ihrem Kontext zu reißen, um aktuelle Entwicklungen zu beschreiben. Auch wenn bei schon oberflächlicher Betrachtung die Unstimmigkeiten ins Auge stechen, stört man sich nicht weiter daran; Hauptsache, man ist up to date. Gegenwärtig läßt sich dies am Gebrauch des Begriffs der &#8220;Querfront&#8221; beobachten. Dieser Begriff, der auf die Zwanziger Jahren verweist, meint die Bündnisse, zu denen es während der Weimarer Republik zwischen den linken Leuten von rechts und den rechten Leuten von links kam. Die Allianzen hatten vor allem taktischen Charakter, handelte es sich doch um ein temporäres Zusammengehen gegen den gemeinsamen Feind (das &#8220;System von Versailles&#8221; etc.pp.), ohne allerdings die je eigenen Positionen aufzugeben, die grundlegend verschieden waren. Momentan glauben einige, mit Blick sowohl auf die Anti-Globalisierungsbewegung wie die kurzlebige Friedensbewegung und die Teilnahme von Nazis daran, eine neue Querfront erblicken zu können. Tatsächlich jedoch handelt es sich dabei nicht um zwei verschiedene Bewegungen, die es noch eigens nötig hätten, sich zu verbünden, sondern sie sind Fleisch vom selben Fleisch. Ihre Positionen verschwimmen nicht nur ineinander, sondern werden identisch. Für diese Entwicklung steht der Name des neu-rechten Philosophen Alain de Benoist wie kein zweiter. Somit kann er als der momentan originellste &#8220;linke&#8221; Denker gelten.<br />
Referent: Stefan Braun &#8211; Arbeitskreis Antifa der Universität Gießen</p>
<p>Di. 28.09.2004, 20.00 Uhr, Hundertmeister Duisburg </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Palästinensertuch &#124; Karl Selent</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2004 08:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Was die Antiisraelischen unter den Linken über ihr bevorzugtes Kleidungsstück nicht wissen wollen &#8220;Als der Vorsitzende der palästinensischen Abordnung, Haider Abdel Shafi, zu Delegationsgesprächen in Washington (Anfangs der 1990er, K. S.) mit einem europäischen Hut erschien, zog er sich die &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=83">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was die Antiisraelischen unter den Linken über ihr bevorzugtes Kleidungsstück nicht wissen wollen</p>
<p>&#8220;Als der Vorsitzende der palästinensischen<br />
Abordnung, Haider Abdel Shafi, zu<br />
Delegationsgesprächen in Washington<br />
(Anfangs der 1990er, K. S.) mit einem<br />
europäischen Hut erschien, zog er sich die<br />
Kritik der palästinensischen Öffentlichkeit<br />
zu, die ihn aufforderte, die fremdländische<br />
Kopfbedeckung abzunehmen&#8221;.</p>
<p>(D. Rubinstein: Yassir Arafat. Heidelberg 1996, S. 47f)</p>
<p>Das Palästinensertuch, die Kafiya, war, bevor es ab 1968 u.a. wegen der Person des Yasser Arafat, einem Träger dieses speziellen Textils, zu internationaler Bekanntheit und Verbreitung gelangte, eine der traditionellen Kopfbedeckungen in den ländlichen Gebieten Arabiens gewesen. In einem propalästinensischen Solidaritätsbuch des Elefanten Press Verlags heißt es, seit Jahrhunderten habe in den Dörfern gegolten: Auf den Kopf eines &#8220;anständig erzogenen&#8221; Arabers gehört eine Kafiya (Hamdan 106). Betrachtet man nun das Outfit der linksdeutschen Protestgeneration der 1970er und 1980er Jahre, so glaubt man sich ins tiefste bayrische Palästina versetzt. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sollen Mitglieder der aus dem SDS hervorgegangenen Palästina-Komitees die Kafiya von Besuchen bei der PLO mitgebracht haben. Von der Geschichte des Palästinensertuchs wollten die Studenten nichts wissen. Diese Kopfbedeckung war 1936-39 in Palästina das Symbol des profaschistischen Aufstands gewesen. Die rebellierenden ländlichen Fedayin, so Danny Rubinstein in seinem Buch über Yasser Arafat, &#8220;verlangten von den Arabern in den Städten, den türkischen Fez und die europäischen Hüte gegen die Kafiya einzutauschen. Wer der Aufforderung nicht nachkam, wurde aufgegriffen und verprügelt&#8221; (47). Solche repressiven Übergriffe bezeichnete die britische Kolonialpolizei als &#8220;Fez bashing&#8221;. Die Verteidigung der arabischen Lederhosen- und Schuhplattlerfolklore fand die Anerkennung und Unterstützung des Dritten Reichs. Im später von ihnen besetzten Elsaß-Lothringen sollten die Nazis selbst versuchen, das Tragen der richtigen, der deutschen Kopfbedeckung zu erzwingen. Die französische Baskenmütze wurde alsbald verboten. Sie galt den Besatzern als eine &#8220;Gehirnverdunkelungsmütze&#8221;. In einem 1943 im Dritten Reich in Berlin verlegten Buch über den &#8220;Großmufti von Palästina&#8221; ist bezüglich des arabischen Aufstands von 1936-39 Folgendes zu lesen:<br />
&#8220;In der Altstadt von Jerusalem findet sie die Polizei: zwei Araber &#8230; offenbar durch Schüsse in den Rücken niedergestreckt, die Einschußstelle aber sorgfältig mit jener bekannten Kopfbedeckung verdeckt, die man in Europa &#8216;Fez&#8217;, im Orient jedoch &#8216;Tarbusch&#8217; nennt. &#8230; Sie hatten das Verbrechen begangen, die letzten Anweisungen des Generals der Freischaren unbeachtet zu lassen, die zuvor an allen Ecken Jerusalems zu lesen waren:<br />
&#8216;Im Namen Gottes,<br />
Das Hauptquartier der arabischen Revolution erinnert alle Araber daran, daß der Tarbusch nicht die wahre nationale Kopfbedeckung des Arabers ist. Die Araber Palästinas müssen &#8230; die nationale Kafiya tragen. Diejenigen, die &#8230; darauf beharren, den Tarbusch zu tragen, werden wir als unsere Feinde betrachten<br />
gez. Der Führer der revolutionären Araber.&#8217;&#8221;<br />
Eine ähnliche Anweisung, so heißt es in dem Buch weiter, &#8220;verbot den Frauen des Landes die europäischen Damenhüte &#8230; Die harte Faust der aufständischen Bauern und Hirten sorgte &#8230; für die Durchführung der Verordnung über die nationale Kopfbedeckung&#8221; (Fischer-Weth 82-85). Die Machenschaften der Fedayin, denjenigen Frauen, die es unter dem Einfluß der britischen Mandatsmacht mit Schleier und Kopftuch nicht so genau nahmen, erneut die traditionelle Kleiderordnung aufzuzwingen, sind in der Fachliteratur dokumentiert. Zum Beispiel die Erklärung eines Befehlshabers der Fedayin, Abdel Rahim al-Hajj Muhammad, von Oktober 1938:<br />
&#8220;Dem Zentralen Kommandorat ist zu Ohren gekommen, &#8230; daß einige Frauen, eifrig darauf bedacht, westliche Kleidung nachzuahmen, den Befehl mißachten sich zu verschleiern. An all diese Personen richten wir unsere Warnung und erinnern sie an die Strafen, die sie erwarten, wenn sie in ihrem verwegenen Leichtsinn beharren&#8221; (Krämer 338).<br />
Die arabischen Landfrauen Palästinas trugen überwiegend ein weites Tuch, das Kopf, Schultern, gegebenenfalls auch den Oberkörper bedeckte, das Gesicht jedoch frei ließ. Der Schleier fand geringere Verbreitung, weil er bei der Arbeit behinderte. Das übliche Kleidungsstück der Frauen mittlerer und oberer Stände vor allem in den Städten war der Gesichtsschleier. Er galt als &#8220;Zeichen weiblicher Sittsamkeit und familiärer Ehre&#8221;. Seit dem Beginn britischer Kolonialherrschaft jedoch &#8220;zeigten sich die Frauen der Jerusalemer Aristokratie bei bestimmten Anlässen auch gern als Damen der Gesellschaft: europäisch gewandet und das Gesicht frei&#8221;. Im offenen Milieu von Jaffa und Haifa gingen &#8220;einige Frauen der Ober- und Mittelschicht dazu über, den Schleier abzulegen&#8221;. Die jüdischen Pionierfrauen, so die Klage des gesunden arabisch-islamischen Volksempfindens, zeigten sich in der Öffentlichkeit &#8220;halb nackt&#8221; (Krämer 338). &#8220;Gegen diese Zeichen der Verwestlichung, gegen den Verfall der Sitten, für Moral und Anstand &#8230; für den Schleier sprachen sich islamische Gelehrte und Aktivisten vom Mufti &#8230; bis zu Izz al-Din al-Kassam aus. Deren sozial konservative Gesinnung teilten die bäuerlichen Rebellen, die die neu gewonnene Macht nutzten, ihre Vorstellung von Sitte und Anstand im öffentlichen Raum durchzusetzen&#8221; (ebd.).<br />
Auch im Palästinasolidaritätsbuch des Elefanten Press Verlags wird die Kafiya als &#8220;Symbol des bewaffneten Aufstands&#8221; beschrieben. Freilich von der Repression zur Durchsetzung des Palästinensertuchs ist mit keinem Wort die Rede. Hakam Abdel Hadi, Autor des entsprechenden Kapitels, behauptet, die Araber seien in den Städten zum Tragen der Kafiya aufgerufen worden, weil sonst &#8220;die revoltierenden Bauern wegen ihrer Tracht&#8221; aufgefallen, &#8220;ein leichter Fang für die sie verfolgenden britischen Soldaten&#8221; geworden wären. (Hamdan 106) Quellenangaben aber, historische Belege für diese Behauptung sucht man in dem Buchkapitel vergebens. &#8220;Man erzählt&#8221;, heißt es desweiteren. Einer &#8220;soll gesagt haben&#8221;. Die Anweisung an die Frauen zum Tragen des Schleiers, von der Hadi selbstverständlich nichts berichtet, zeigt: Hier ging es nicht um Militärisches. Die Insurgenten hatten anderes im Sinn. Der Zwang zum Palästinensertuch war dem Motiv geschuldet, die althergebrachte Gesellschaft gegen verwerfliche Einflüsse der britischen Mandatsmacht zu verteidigen. Bezeichnend für eine solch reaktionär verbiesterte Abwehr des Kolonialismus waren vereinzelte Mordtaten an Arabern, &#8220;die beschuldigt wurden, zu gut Englisch schreiben und lesen zu können&#8221;. Sie wurden &#8220;abgeknallt&#8221; (Collins 53). Auch davon wollen der palästinasolidarische Elefanten Press Verlag und seine linken Autoren nichts wissen. Jahrzehnte vor den islamischen Klerikalfaschisten in Taliban-Afghanistan, die den Männern das Tragen von Bärten abverlangten beziehungsweise den Frauen das Tragen der Burka (je bei Strafe von Peitschenhieben), und ähnlich den Mullahs im Iran, die mit drakonischen Strafen die traditionelle Kleiderordnung durchsetzen, erzwangen die Fedayin des arabischen Aufstands in Palästina von 1936-39 das Tragen des Schleiers und des Palästinensertuchs.</p>
<p>(Dies ist eine erweiterte, überarbeitete Fassung eines Kapitels aus dem Buch von Karl Selent: &#8220;Ein Gläschen Yarden-Wein auf den israelischen Golan. Polemik, Häresie und Historisches zum endlosen Krieg gegen Israel&#8221;. Ca Ira Verlag, Freiburg 2003)</p>
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		<title>Die Deutschen im mentalen Luftschutzbunker</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2004 10:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2004]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag 25.06.2004 Die Deutschen im mentalen Luftschutzbunker oder: &#8220;Nie wieder Krieg gegen Faschismus&#8221; Referent Justus Wertmüller &#8211; Redaktion Bahamas, Berlin Hundertmeister Duisburg Nachdem die Dresden-Mythen sich als unhaltbar erwiesen hatten, die überhöhten Zahlen ihre Herkunft aus Goebbels Propagandaministerium nicht mehr &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=300">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag 25.06.2004</strong><br />
Die Deutschen im mentalen Luftschutzbunker<br />
oder: &#8220;Nie wieder Krieg gegen Faschismus&#8221;<br />
Referent Justus Wertmüller &#8211; Redaktion Bahamas, Berlin<br />
Hundertmeister Duisburg</p>
<p>Nachdem die Dresden-Mythen sich als unhaltbar erwiesen hatten, die überhöhten Zahlen ihre Herkunft aus Goebbels Propagandaministerium nicht mehr verleugnen konnten, die Tieffliegerangriffe als Legende, die angebliche Ineffektivität der Bombardierungen und die These, sie hätten nur einen unbedeutenden Beitrag geleistet, durch die Aussagen von Nazigrößen wie Speer widerlegt wurden, gelang es Jörg Friedrich zusammen mit Spiegel-TV die Deutschen mit einer Bilderflut in einen geistigen Luftschutzbunker zurückzubomben.<br />
Wenn schon die Bombardierung Dresdens von anderen Bombardierungen sich nicht wesentlich unterschied, dann sollten alle Luftangriffe nichts als ein ungleicher Kampf zwischen hilflosen Zivilisten und den Bomberpiloten gewesen sein, Ausdruck des &#8220;rächenden Juden&#8221; und seines Schlächters Churchill. Wenn Luftschutzkeller zu &#8220;Krematorien&#8221;, Bombergroups zu &#8220;Einsatzgruppen&#8221;, Bombenopfer zu &#8220;Ausgerotteten&#8221; mutieren, werden Täter wie Opfer des deutschen Nationalwahns gleichsam nationalpazifistisch zu &#8220;unschuldigen Opfern&#8221; nivelliert. Daß Krieg immer schlimm sei, diese Lektion haben die Deutschen gelernt, und wenn die Verbrechen der Deutschen nun wirklich nicht mehr geleugnet werden können, dann &#8211; so denkt es in ihnen &#8211; sollen auch die anderen nicht besser gewesen sein. Die Deutschen haben ihre Lektion gelernt, die Bundeswehr praktiziert Friedensdienst und friedenserzwingende Maßnahmen.<br />
Den Schwur &#8220;Nie wieder Faschismus &#8211; nie wieder Krieg&#8221; verkürzten sie zu &#8220;Nie wieder Krieg gegen Faschismus&#8221; und so schließen Neonazis wie Linksdeutsche auf den Straßen den Hitler-Stalin-Pakt von 1939 noch einmal, diesmal vereint zur Querfront gegen USA und Israel. Als vor rund einem Jahrzehnt Bomben auf Bagdad fielen, verkroch sich das Appeasement-Kollektiv in den geistigen Luftschutzbunker und hängte weiße Laken raus: &#8220;Denkt an Dresden!&#8221; und erklärte jeden Krieg gegen Faschismus zum Verbrechen. 2003 war der nationale Gedenktag der Bombardierung Dresdens ein Protesttag gegen die friedenserzwingenden Maßnahmen der Alliierten gegen das Regime im Irak. Die Alternative zum Bombenkrieg wäre ein noch verlustreicherer Krieg nach dem Vorbild Stalingrads gewesen, der dem Faschismus eine faire Chance gegeben hätte. Und so wünschte man nun den Alliierten von gestern wie heute die gleichen verlustreichen Schlachten an dem Hals. Der Blick zurück von Dresden nach Hamburg zeigt, wie unsicher der Sieg der Alliierten war. Die in Casablanca beschlossene strategische Bomberoffensive, war ein Kampf von Bombern gegen feindliche Verteidigungskräfte, Jagdflugzeuge, Flak-Batterien, nicht einer gegen die Einwohner: eine militärische Konfrontation, bei der 44 Prozent der Bomberbesatzungen ihr Leben verloren.</p>
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		<title>Messerattacke auf Antifas! &#124; vom UnterstützerInnenkreis</title>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2004 08:52:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Messerattacke auf Antifas! 30.05.04 :: Berlin :: Karneval der Kulturen Was ist passiert? Am frühen Abend des 30. Mai zog der ‚Karneval der Kulturen‘ lautstark durch Kreuzberg und Neukölln. Mitten drin der Wagen des ‚Aktionsbündnis Mumia Abu-Jamal‘, das vornehmlich aus &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=88">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="500" align="center">
<tbody>
<tr bgcolor="#ffffff">
<td>Messerattacke auf Antifas!<br />
30.05.04 :: Berlin :: Karneval der Kulturen</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffff">
<td>Was ist passiert?<br />
Am frühen Abend des 30. Mai zog der ‚Karneval der Kulturen‘ lautstark durch Kreuzberg und Neukölln. Mitten drin der Wagen des ‚Aktionsbündnis Mumia Abu-Jamal‘, das vornehmlich aus Mitgliedern und Sympathisanten der RIM [Revolutionary International Movement] oder auch RK [Revolutionäre Kommunisten] oder auch Volkswiderstandsbewegung der Welt [World People‘s Resistance Movement] getragen wird. Ein Mitglied der RIM/RK trug ein T-Shirt mit dem Aufdruck ‚Antizionistische Aktion‘ in Form des ‚Antifa-Aktions-Zeichens‘. [Das Emblem der ‚antizionistischen Aktion‘ ist übrigens eine Erfindung des Neonazis Michael Kühnen.] Aus einer Gruppe am Rande des Aufzuges feiernder Menschen riefen zwei von insgesamt fünf Antifas dem T-Shirt-Träger daraufhin zu, dass Antisemiten hier nichts zu suchen hätten. Es kam zu einem verbalen Schlagabtausch und ein wenig Geschubse. Was bis zu diesem Moment allenfalls die Stimmung der feiernden Menschen in Mitleidenschaft gezogen hätte, entwickelte sich zu einem Angriff, bei dem der Tod der beiden Antifas in Kauf genommen wurde: Mit dem Ruf „Hier sind die Zionisten!“ stürmten rund 30 Mitglieder und Sympathisanten der RIM/RK los und machten regelrechte Hetzjagden auf die fünf am Rande stehenden Antifas. Zwei von ihnen konnten nicht rechzeitig abhauen und wurden getrennt voneinander brutal zusammengeschlagen. Einem am Boden liegenden Antifa traten etwa acht Leute ausschließlich und gezielt gegen den Kopf, um ihn dann, als er glücklicherweise wieder aufstand, erneut mit Schlägen gegen den Kopf zu bearbeiten. Das Ergebnis ist eine Schädelprellung sowie Hämatome und Abschürfungen am ganzen Körper. Damit nicht genug: Dem anderen Antifa wurde, nachdem man ihn zusammen geschlagen und eine Rippe angebrochen hatte, ein Messer in die Hüfte gerammt.<br />
Nach einer Behandlung im Krankenhaus geht es beiden glücklicherweise wieder den Umständen entsprechend gut. Einer der Angreifer konnte von der Polizei festgenommen werden und saß zwei Tage in Untersuchungshaft, der Messerstecher wird weiterhin polizeilich gesucht.</p>
<p>RIM/RK in linken Strukturen…<br />
Was sich wie der grausame Alltag von Antifas in ostdeutschen Kleinstädten anhört, passierte am helllichten Tag in Kreuzberg mitten in dem, was man allgemein hin ‚linke Szene‘ nennt. Denn die politische Gruppe der Täter ist fest eingebunden in die linke Bündnisstruktur Berlins und bundesweit. Nicht geliebt und dennoch geduldet kann diese gewalttätige und offen antisemitische Gruppe bei allem mitmachen, wo die große linke Einheit beschworen wird. Ob am 1. Mai 2003 und 2004 durch gemeinsame Bündnisarbeit und Abschlusserklärungen oder bei der Kampagne gegen den Abschiebeknast in Grünau und der passender Weise nahe gelegenen Bundeszentrale der NPD. Das Bündnis der Demonstration am 6. Juni trennte sich immerhin in Folge der Angriffe von der RIM/RK. Deren Anwesenheit auf der Demo am 6. Juni ist explizit nicht gewünscht.</p>
<p>… bis hin zum Mord?<br />
Der Angriff am Rande des ‚Karneval der Kulturen‘ war qualitativ neu und schockiert vor allem durch die Brutalität und die Bereitschaft, auch den Tod von Menschen in Kauf zu nehmen. Nichtsdestotrotz ist ‚innerlinke‘ Gewalt bei der Durchsetzung der eigenen politisch/ideologischen Ziele im Spektrum der RIM/RK nicht neu. Im Vorfeld des ‚revolutionären 1. Mai` 1990 entbrannte ein Streit zwischen autonomen Strukturen und ML-Strukturen wie der RIM um das Tragen und Zeigen von Stalinbildern auf der Demo. Diese Auseinandersetzungen eskalierten bei der ‚revolutionären 1. Mai-Demo‘ 1992, als die RIM ihren Lautsprecherwagen mit Holzlatten in die Demo reinprügelte. Nachdem sich diese Praxis zum selben Anlass im Jahr 1993 wiederholte und mehrere Schwerverletzte nach Schlägen mit Holzlatten übrig blieben, war der Konflikt unlösbar. In den Folgejahren führte die RIM ihre eigene Demo am 1. Mai durch, zu der zwischen 500 und 1000 Treue kamen.<br />
Die ‚innerlinken‘ Diskussionen und Auseinandersetzungen um Antisemitismus in der Linken und die Deutungshoheit in der Beurteilung des Nahost-Konfliktes ab Mitte der 90er Jahre nahmen die RIM/RKs wiederholt  zum Anlass, ihre gewalttätige Ideologie in die Praxis umzusetzen. Duzende Male wurden Menschen von Mitgliedern und Sympathisanten der RIM/RK bedroht und geschlagen, ob am Rande politischer Veranstaltungen, beim Plakatieren oder einfach in der U-Bahn. Grund war meist eine kritische Haltung zum weltweiten Jihad und zum Antisemitismus nicht nur bei Teilen der Palästinenser. Im April 2002 überfielen Mitglieder der RIM/RK mit Hilfe von politischen Freunden eine Veranstaltung der Zeitschrift ‚Bahamas‘ in Neukölln, auf der sich kritisch mit den Feierlichkeiten zum anti-israelischen ‚Tag des Bodens‘ auseinandergesetzt wurde. Mit Messern und Schlagstöcken versuchten sie, das Lokal zu stürmen und verletzten einen Teilnehmer schwer.</p>
<p>Konsequenzen?<br />
Die Auseinandersetzungen innerhalb der radikalen Linken [Nahost/Antisemitismus] in den letzten Jahren und die daraus resultierenden Spaltungsprozesse führten zwangsläufig zu neuen politischen Bündniskonstellationen. Fortan konnten einfach gestrickte Menschen die radikale Linke in zwei homogene Blöcke einteilen, auf beiden Seiten wurde nach Möglichkeiten gesucht, der spürbaren Marginalität zu entkommen. Dies führte unter anderem auch zu der Reintegration der RIM/RK in politische Bündnisse. Nach den gewalttätigen Angriffen am Rande des ‚Karneval der Kulturen‘ kann man nur fordern, dass diese Politik revidiert wird und den RIM/RKs kein weiteres Forum geboten wird.</p>
<p>Konsequenzen!<br />
Die UnterstützerInnen dieses Aufrufes stellen unmissverständlich klar: Welche innerlinke Positionierung in der Diskussion um Antisemitismus und der Deutungshoheit bei der Beurteilung des Nahost-Konfliktes auch immer bei den UnterstützerInnen vorherrscht, unabhängig welche Diskussionen und Auseinandersetzungen in Zukunft zu führen seien werden, die Inkaufnahme von Schwerverletzten und Toten ist kein und darf auch in Zukunft kein Bestandteil der Auseinandersetzung sein. Die RIM/RKs haben durch die erneute und qualitativ schockierende Grenzüberschreitung endgültig klar gemacht, dass sich jegliche Zusammenarbeit mit ihnen, in politischen Bündnissen wie auch infrastrukturell, verbietet!</p>
<p>Wir fordern hiermit an dieser Stelle eindringlich, bestehende politische Konflikte hinten anzustellen und sich gemeinsam von einer Zusammenarbeit mit der RIM/RK zu distanzieren!</p>
<p>Wir fordern zudem Gruppen, Läden, Initiativen und Einzelpersonen auf, diesen Aufruf zu unterstützen.</td>
</tr>
<tr bgcolor="#ffffff">
<td>— Der UnterstützerInnenkreis der Betroffenen —</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Die USA und der Irak</title>
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		<pubDate>Sat, 01 May 2004 10:14:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mittwoch 26.05.2004 Die USA und der Irak Über die Zukunft des Nahen Ostens HundertMeister Duisburg Referent Thomas Uwer &#8211; WADI e.V., Frankfurt am Main]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittwoch 26.05.2004</strong></p>
<p>Die USA und der Irak<br />
Über die Zukunft des Nahen Ostens<br />
HundertMeister Duisburg<br />
Referent Thomas Uwer &#8211; WADI e.V., Frankfurt am Main</p>
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		<title>Einheit des Vielen ohne Zwang</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2004 09:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[2004]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag 23.04.2004 Einheit des Vielen ohne Zwang Der Kommunismus Theodor W. Adornos Referent Joachim Bruhn &#8211; Initiative sozialistisches Forum, Freiburg HundertMeister Duisburg Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (ISF Freiburg) Die Aufhebung der Philosophie war gescheitert: erst hatte die Arbeiterklasse &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=99">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag 23.04.2004</strong><br />
Einheit des Vielen ohne Zwang<br />
Der Kommunismus Theodor W. Adornos<br />
Referent Joachim Bruhn &#8211; Initiative sozialistisches Forum, Freiburg<br />
HundertMeister Duisburg</p>
<p>Vortrag und Diskussion mit Joachim Bruhn (ISF Freiburg)</p>
<p>Die Aufhebung der Philosophie war gescheitert: erst hatte die Arbeiterklasse        im November 1918 den Sozialismus verraten, dann hatten die Proletarier und        Bourgeois im Januar 1933 gemeinsam die Demokratie verraten, schließlich        hatte die akademische Fraktion des Kleinbürgertums im Mai 1968 auch        noch das Erbe der Aufklärung überhaupt verraten. Die kritische        Theorie in der Fassung der &#8220;Negativen Dialektik&#8221; ist in einem        die Reflexion dieses epochalen Debakels wie zugleich die Insistenz auf Wahrheit,        auf Wahrheit über die negative Totalität der kapitalistischen        Gesellschaft, auf Wahrheit gegen jeden Relativismus der Erkenntnis wie gegen        jeden Pragmatismus des Handelns. Philosophie, die fortlebt, weil der Augenblick        ihrer Verwirklichung versäumt wurde, ist dadurch als materialistische        bestimmt, daß sie in die paradoxe Konstellation von Kritik als Philosophie        sich stellt. Versteht sich, daß dies den konzentrierten Haß        der Linken, der Soziologen, der bürgerlichen Öffentlichkeit auf        sich zog. Adorno hat umsonst gelebt: darin faßt sich das Urteil der        deutschen Ideologie und insbesondere der Agenten des &#8220;Jargons der Eigentlichkeit&#8221;,        der Heideggerianer, Focoultianer und Habermasianer zusammen. Zielte schon        die durchaus antisemitisch motivierte Verdrängung der kritischen Theorie        aus dem Kollektiv darauf, zur Wohlfahrt des Deutschtums beizutragen, so        diente das Lob des &#8220;Universalgenies&#8221; dazu, die akademische Zerstückelung        der kritischen Theorie einzuleiten. Adorno wurde der gleichen Behandlung        unterzogen wie Marx. Man paßte ihn in das System der bürgerlichen        Einzelwissenschaften ein und gewann so die neue Unschuld verdinglichten        Denkens: Theorie statt Kritik. Damit diese Operation an Adorno gelingen        konnte, mußte man ihm das selbe amputieren, wie schon Marx &#8211; die Unbedingtheit        des Kommunismus, den Marx nicht aus dem Adam Smith, nicht aus dem Hegel        gewann, sondern aus dem utopischen Arbeiterkommunismus des Naturrechts,        dem Dezamys und Weitlings, den &#8220;kategorischen Imperativ&#8221;, der        keiner Vermittlung fähig ist, das heißt die unmittelbare Evidenz        der Vernunft. Die &#8220;freie Assoziation&#8221; als Antagonist falscher        und verkehrter Synthesis durchs Kapital, eben: die Einheit des Vielen ohne        Zwang &#8211; darin besteht der Kommunismus als Movens der kritischen Theorie.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Sören Pünjer &#124; von Harry Bairfor</title>
		<link>http://www.3d.antideutsch.com/?p=93</link>
		<comments>http://www.3d.antideutsch.com/?p=93#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2004 08:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Das folgende Interview führte Harry Bairfor im Anschluß an die Veranstaltung &#8220;Antifa und Massenansatz &#8211; Vom Antifaschismus zur Antiglobalisierungsbewegung&#8221; der Antifa Duisburg mit Sören Pünjer von der Redaktion Bahamas. HB: Einen Vortrag mit gleichem Titel hast du ja bereits im &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=93">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das folgende Interview führte Harry Bairfor  im Anschluß an die Veranstaltung &#8220;Antifa und Massenansatz &#8211; Vom  Antifaschismus zur Antiglobalisierungsbewegung&#8221; der Antifa Duisburg mit  Sören Pünjer von der Redaktion Bahamas.</strong></p>
<p>HB: <em>Einen Vortrag mit gleichem Titel hast du ja bereits im Oktober in  Köln gehalten. Schon die Ankündigung führte zu großer Aufregung  innerhalb der Antifa-Szene. Auf die Veranstaltung wurden zwei Anschläge  mit Kuhscheiße verübt und sie wurde massiv durch die Antifa K gestört.  Warum reagiert ein Teil der Antifa so aufgeregt auf Deine Kritik?</em><br />
1991, als Gremliza noch zu denen gehörte, die sich nicht im Wettbewerb  um die korrekteste Israel- und Amerikakritik befinden, sondern zu den  wenigen, die sich aus genau diesem linkem Müll herauszuwühlen trachten,  meinte er in seinem Blatt, es ginge ihm darum zu ergründen, &#8220;wie die  Kuhscheiße aufs Dach gekommen ist.&#8221; Der Antifa in Köln geht es genau  darum nicht und deshalb wirft sie lieber selbst mit Kuhscheiße. Wie dem  Gros der Antifa fällt den Kölner Jungs und Mädels zum Thema regelmäßig  nicht mehr ein, als antideutsche Kritik `rechten Mist´ zu schimpfen, wie  es in einem eigens verfaßten Bekennerschreiben zu den Anschlägen heißt.  Antifaschismus, das bedeutet für die Antifa-Szene immer nur, man müsse  im Zweifel links gegen rechts verteidigen. Und weil im Zweifel die SPD und  die Grünen linker sind als die CDU oder die FDP kam man eben im Jahr  2000 endgültig in der Berliner Republik an. Die verheerende jahrelange  Antifa-Bündnispolitik gegen Rechts mündete dann buchstäblich in einem  Antifa-Bündnis für Deutschland. Ich meine also, die Antifa-Szene leugnet  die historische Wahrheit über den Nationalsozialismus und seinen  Rechtsnachfolger, daß die NS-Ideolgie mitnichten nur eine rechte  Angelegenheit ist, sondern in gleicher Weise eine linke. HB: <em>In deinem Vortrag beschreibst du eine antifaschistische Berliner  Republik. Beispielhaft führst du an, daß der Jugoslawienkrieg von  deutscher Seite begründet wurde mit der These: &#8220;Auschwitz dürfe sich in  Jugoslawien nicht wiederholen.&#8221; Kannst du das vertiefen?</em><br />
Die Frage ist doch, ob Schröder, Schily, Fischer, Trittin, Künast und  wie sie alle heißen, Verrat an ihrer einstigen Antifa-Gesinnung begangen  haben oder ob sie zu Recht eine ungebrochene Kontinuität in Sachen  Antifaschismus für sich reklamieren können. Ich meine, der Nachweis  einer Abkehr vom linken Antifaschismus kann anhand jeder einzelnen  Biografie nicht erbracht werden. Deshalb hat ein Fischer eben kein  instrumentelles Verhältnis zu seinem Diktum, daß man nicht trotz,  sondern wegen Auschwitz Jugoslawien zerschlagen mußte. Das heißt, er  meint das so ernst, wie er den linken 68er Antifaschismus verinnerlicht  hat: daß nämlich Milosevic genauso Hitlers Wiedergänger wäre wie die  Israelis im Bezug auf die Palästinenser Faschisten, die Amerikaner bezüglich der Black  Power-Bewegung bzw. Vietnam und überhaupt der Imperialismus hinsichtlich  antikolonialer 3. Welt-Bewegungen eine einzige eurozentristische  Vernichtungsorgie sei.<br />
HB: <em>In der Diskussion wurde deine Aussage zu den  Vertriebenenverbänden, als einem Teil der antifaschistischen Berliner  Republik, kritisiert. Herausgestellt wurde, daß diese nach wie vor einen  &#8220;völkischen Kern&#8221; haben, zum Beispiel in Gestalt des Witikobundes der  Sudetendeutschen Landsmannschaft.</em><br />
Es ist ja gerade das Dilemma der Antifa-Szene, nicht zu verstehen, daß  sich antifaschistische Berliner Republik und völkischer Kern gar nicht  ausschließen. Was im Zusammenhang mit der Diskussion über das &#8220;Zentrum  gegen Vertreibungen&#8221; passiert, ist ein ähnlicher Akt von Verstaatlichung  der Vertriebenenverbände wie im Jahre 2000 der der Antifa. Das heißt,  die Vetriebenenverbände büßen definitiv sukzessive ihr jahrzehntelanges  außerstaatliches Monopol auf die Vertreibungsfrage ein. Diese wird im  Zuge der Verstaatlichung, die gerade unter Rot-Grün zugleich eine  Vervolkstümlichung darstellt, als ewiggestrige gebrandmarkt, wenn sie  weiterhin auf Revanche beharrt. Denn statt einer Revanche für  Vertreibungen gilt es nun, antifaschistische Vorteile für die deutsche  Stellung in Europa aus den Vertreibungen zu ziehen. So etwas wie der  Witikobund ist also zum Anachronismus geworden, denn der sogenannte  deutsche Revanchismus hat ausgedient. Einer der Hauptverantwortlichen  für das Zentrum gegen Vertreibungen, der Sozialdemokrat Peter Glotz zum  Beispiel, ist bekennender Anti-Nationalist. Und auch Erika Steinbach,  die Chefin des Bundes der Vetriebenen, betont immer wieder, daß die  Vertreibungen der sogenannten Volksdeutschen einzig und allein Resultat  der deutschen Politik waren.<br />
HB: <em>Die Antifa der 80er und 90er Jahre gibt es nicht mehr. Sie ist  gespalten in einen antiimperialistischen Teil, der deutsche Bestrebungen  ideologisch von links flankiert und dabei Bündnisse nicht einmal mit  Islamisten scheut. In einen antideutschen Teil und einen Rest, der  selbst nach dem sogenannten Antifa-Sommer, in dem Deutschland von der  Regierung bis zur Bildzeitung den Stiefelnazis den Kampf ansagte, so  weiter macht wie zuvor. Gibt es die Antifa in absehbarer Zeit noch und  wenn ja, unter welchen Bedingungen?</em><br />
Es ist schon lustig, mit ausreichend notwendigem Zynismus kann man  sagen: die organisierte deutsche Naziszene, insbesondere die sogenannten  Freien Kameradschaften, betätigen sich als nützliche Idioten  antideutscher Kritik. Wenn zum Beispiel in der Bahamas steht, die Nazis  verstehen sich als Internationalisten, denen ein Hoch auf die  internationale Solidarität längst Herzenssache geworden ist und die sich  von Linken längst nicht mehr unterscheiden ließen, dann braucht man gar  nicht lange zu warten, bis irgendein Recherche-Antifa verblüfft  berichtet, daß er auf einer x-beliebigen Nazidemo ständig die Parole  &#8220;Hoch die internationale Solidarität&#8221; vernommen hat und die Nazis über  Lautsprecher kund taten, sie seien Internationalisten, denen auch die  rote Fahne als Symbol diene. Was die Zukunft der Antifa der 80er und  90er betrifft, arbeitet die Zeit für uns, für die antideutsche Kritik.  Denn die traditionellen Nazis sind längst von links Getriebene, deren  Halbwertzeit sich immer mehr verkürzt. Deshalb werden übliche  Anti-Nazi-Demos immer lächerlicher und überflüssiger. Seien wir doch ehrlich, Rassismus, der wirklich noch Rassismus genannt  werden kann, also nicht die Verrücktheiten der Antira-Szene, die jede  staatliche Regulierung von Zuwanderung als Rassismus geißelt, oder  jeden, der das Wort Neger in den Mund nimmt, standrechtlich  zusammenschlagen will, hat doch nicht wirklich eine Zukunft. Die Zukunft  gehört der Ideologie des Antirassismus als menschenverachtendem  globalem Massenbewußtsein, also als Fusion aus Multikulturalismus und  Ethnopluralismus, zusammengehalten von einem politisch korrekten  Antisemitismus. Wer das nicht sehen will, ist taub, blind und Teil des  Problems. Gerade das aber bedeutet, es bedarf zwingend einer Antifa auf  der Höhe der Zeit, die sich der objektiven Wirklichkeit stellt und sich vom Zustand der Weltgesellschaft  genötigt sieht, eine unbedingte Solidarität mit Israel genauso auf die  Tagesordnung zu setzen wie die Unterstützung der gegenwärtigen  amerikanischen Außenpolitik.<br />
HB: <em>Viele Jahre wurde großspurig die Parole ausgegeben, Antifa hieße Angriff. Du sagst, Antifa heißt Verteidigung. Warum?</em><br />
Die Frage beantwortet sich nur darüber, ob man versteht, daß das  Festhalten an der liberalen Idee von bürgerlicher Individualität gerade  im Sinne der Dialektik der Aufklärung von Horkheimer/Adorno das bisher  einzig historisch verbürgte Gegengift gegen kollektiven Zwang ist. Und  man komme mir jetzt bitte nicht mit dem Vulgarismus, daß die bürgerliche  Ideologie ja notwendig ihr Gegenteil erzeuge und man deshalb auch  antiliberal und antibürgerlich sein müsse. Denn genau das ist ja das  Problem: die Parole &#8220;Antifa heißt Angriff&#8221; steht genau dafür,  antiliberale und antibürgerliche Ressentiments zu schüren, also für  genau jenen statischen Zustand, auf den seit Jahrzehnten die  gesellschaftliche Dynamik das Subjekt regredieren läßt. Wenn man sich  aber ernsthaft über konkrete Bedingungen zur Verhinderung von  autoritären Gesellschaftsformen Gedanken macht, kommt man nicht um die  Erkenntnis herum, daß die Stärkung der Resistenzkraft des Einzelnen nur  über die Rettung der letzten Residuen von Privatheit und Autonomie des  Einzelnen vor dem gesellschaftlichen Zugriff zu haben ist. Genau das  meint die Floskel, daß Antifa nicht Angriff, sondern Verteidigung  bedeutet. Noch konkreter: In der Antifa-Szene trägt man gerne T-Shirts  mit der Aufschrift &#8220;Stalingrad `43&#8243;, weil man die Rote Armee für  ausgesprochen antifaschistisch hält. Auf die Idee aber, daß man T-Shirts  mit dem Aufdruck &#8220;D-Day `44&#8243; in Umlauf bringt, kommt man gar nicht erst, weil man den Westalliierten schlicht und ergreifend den  Antifaschismus abspricht. Die befreiten Häftlinge von Buchenwald waren  da einstmals weiter. Die haben nämlich in ihrem berühmten Schwur von  Buchenwald den amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt als &#8220;den  großen Freund aller Antifaschisten&#8221; bezeichnet. Aber davon will man in  den meisten Antifa-Kreisen lieber nichts wissen. HB: <em>Die Linke will immer noch &#8220;die Massen&#8221; mobilisieren und agitieren. Wieso zählt den Linken der Individualismus so wenig?</em><br />
Ganz einfach, weil sie Linke sind und keine Kommunisten. Denn links und  kommunistisch schließen sich nach Marx und Adorno weitgehend aus. Links  ist eine politische, also reinweg staatliche Kategorie und wer sich  ihrer bedient, hat keine Chance auf die richtige materialistische  Staatskritik. Die Linke ist deutsch. Und deutsch sein heißt, daß das  Eigeninteresse in jedem Fall hinter das Allgemeininteresse  zurückzustellen ist. Der linke Begriff von der Freiheit des Einzelnen  vermittelt sich über den des Massenbewußtseins. Und Massenbewußtsein  bedeutet nichts anderes als Abtötung von Selbst-Bewußtsein, also von  Widerstandskraft und Reflexionsvermögen im Individuum. Damit erlöscht  zugleich die individuelle Fähigkeit zum freiwilligen Zusammenschluß und  damit die Grundbedingung für den Verein freier Menschen. Deshalb ist die  weltweit agierende Linke mittlerweile auch neben den Islamisten zum  größten Feind des Kommunismus avanciert.</p>
<p>Harry Bairfor</p>
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		<title>ELSER &#8211; oder wie ich lernte die Bombe zu lieben &#124; Harry Bairfor</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2004 09:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 8. November 1939 detoniert im Münchener Bürgerbräukeller eine Bombe. Als der Staub sich legt, liegen in den Trümmern, die die Explosion hinterlassen hat, acht tote Menschen, sieben &#8220;Alte Kämpfer&#8221; der NSDAP und eine Kellnerin, es gibt 63 Verletzte. Unter &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=272">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 8. November 1939 detoniert im Münchener Bürgerbräukeller eine Bombe. Als der Staub sich legt, liegen in den Trümmern, die die Explosion hinterlassen hat, acht tote Menschen, sieben &#8220;Alte Kämpfer&#8221; der NSDAP und eine Kellnerin, es gibt 63 Verletzte. Unter den Leichen ist leider nicht derjenige, dem der Anschlag gegolten hat. Am 8. November pflegte Adolf Hitler im Bürgerbräukeller seiner Gesinnungsgenossen zu gedenken, die bei dem von ihm und Ludendorff angeführten Putsch am 9. November 1923 von der Polizei erschossen worden waren.<br />
Wie in jedem Jahr findet sich ein Grossteil der Nazielite im Bürgerbräukeller ein. Gut 1500 Anhänger füllen den Saal. Beinahe alle, die Rang und Namen haben sind versammelt: Goebbels, Frank, Ribbentropp, Himmler und andere. Am 8. November 1939 jedoch bleibt Hitler nicht so lange wie sonst. Nach einer kurzen Rede verlässt er den Saal, fährt mit dem Zug nach Berlin, um von dort aus den Frankreichfeldzug der Deutschen Wehrmacht mitzuplanen. 13 Minuten fehlten, sonst wäre seinem Füher-dasein ein wohltuend frühes Ende gesetzt worden.<br />
Konstanz, der gleiche Tag, jedoch eine halbe Stunde früher. Wenige Meter von dem Grenzzaun zur Schweiz gerät ein Mann in den Lichtkegel einer Taschenlampe. In seinen Taschen finden die Grenzsoldaten, die ihn festnehmen, eine Drahtzange, einige Anleitungen für den Bau von Granaten und Zündern und einige Zünderteile, eine Ansichtskarte, die den Münchener Bürgerbräukeller zeigt, und einen Ausweis des Rotfrontkämpferbundes. Er wird einem Verhör unterzogen. Der Mann heißt Johann Georg Elser und ist Schreinergeselle.<br />
Johann Georg Elser wird am 4. Januar 1903 in Hermaringen in der Nähe von Ulm geboren. Er macht eine Ausbildung zum Schreiner, arbeitet auch lange in dem Beruf in verschiedenen Betrieben, vor allem in Konstanz. Er hat nicht viele Freunde, auch der Kontakt zu seiner Familie ist von zahlreichen Auseinandersetzungen belastet. Von seiner Umwelt wird er als Eigenbrötler eingeschätzt. Er besucht einige Zeit Veranstaltungen des Rotfrontkämpferbundes, wird schließlich auch Mitglied. Jedoch ist er nie Aktivist des Bundes gewesen, eher passives Mitglied. In einem Kneipenhinterzimmer trifft er sich regelmäßig zum Zitherspielen. 1930 verliert er in Zuge der allgemeinen Wirtschaftskrise seinen Arbeitsplatz, schlägt sich mit Gelegenheitsarbeiten durch.<br />
Ohne eine tiefer gehende politische Analyse geht er bereits 1938 davon aus, das die Nazis die ganze Welt in einen Krieg stürtzen werden. Während der Sudetenkrise im Herbst 1938 beschließt er, das Attentat aus zu führen. Als sinnvoller Termin erscheint ihm eben jener 8. November, weil an diesem Tag sowohl Hitlers Aufenthaltsort lange Zeit vorher voraussagbar ist, als auch immer mehrere Nazi-Größen hier anwesend sind.<br />
Am 8. November 1938 besucht Elser zum ersten Mal den Münchener Bürgerbräu-Keller, um das Terrain zu sondieren. Jetzt schon macht er die Säule, in der er später seine &#8220;Höllenmaschine&#8221; platzieren wird, als guten Standpunkt aus.<br />
Im folgenden Jahr richtet Elser sein ganzes Leben nach seinem Attentat aus. Er arbeitet auf verschiedenen Steinbrüchen in Südwestdeutschland, um dort Sprengstoff für seine Tat zu sammeln. Die Bombe konstruiert der technische Autodidakt mit einem Uhrwerk, dass er als Arbeitslohn erhielt, als ein Betrieb, in dem er gearbeitet hatte, in Konkurs ging und seinen Lohn nur in Naturalien ausbezahlen kann. Alle Vorrichtungen, die zum funktionieren seiner &#8220;Höllenmaschine&#8221; notwendig sind, sichert er doppelt ab, damit der Anschlag wirklich fehlerfrei ablaufen kann.<br />
Im August 1939 zieht Elser nach München. Dort wohnt er als Untermieter bei verschiedenen Familien, zuletzt, als das Geld knapp wird, bei einem befreundeten Schreiner, dessen Werkstatt er benutzen kann. Abends geht er in den Bürgerbräukeller und lässt sich dort einschließen. In mühevoller Kleinarbeit bricht er in die Säule auf der Empore des Saales ein Loch, das für seine Bombe groß genug ist. Arbeiten kann er nur, wenn alle zehn Minuten die Spülung des Pissoirs automatisch anspringt und seine Hammerschläge übertönt werden. Die Innenseite der Hölzvertäfelung der Säule, die als Sichtschutz für das Loch dient, verkleidet er mit einem Blech, damit, falls die Säule abgeklopft wird, der Hohlraum dahinter nicht entdeckt wird. Den Bauschutt nimmt er morgens mit sich in einer Aktentasche, wenn die Gaststätte geöffnet wird.<br />
Am 5. November 1939 hat Elser seinen Apparat fertig eingebaut und fährt noch für zwei Tage zu seiner Schwester nach Stuttgart, um einige Familienangelegenheiten zu besprechen. Seinen Hausstand hat er mittlerweile weitgehend aufgelöst, die Reste will er bei ihr unterstellen. In der Nacht zum 8. November macht Elser seinen Sprengsatz scharf und setzt sich dann in den Zug nach Konstanz. Alles klappt bis auf die Minute genau, bloß der Täter, der eigentlich Elsers Opfer werden sollte, geht zu früh.<br />
Im Folterkeller der Gestapo. Elser wird mehrere Wochen lang verhört. Auch als er geschlagen und gefoltert wird, nennt er keine Hintermänner, keine Komplizen. Es gibt keine. Ja, er ist sogar bemüht, diejenigen, die durch Lässigkeiten sein Attentat begünstigten, von aller Schuld freizuhalten.<br />
Nach der Zeit der Verhöre wird Elser in das KZ Sachsenhausen verbracht. Dort muss er seine &#8220;Höllenmaschine&#8221; noch einmal nachbauen, um zu beweisen, daß er wirklich alleine den Anschlag durchgeführt hat. Er ist Sonderhäftling, hat einige Vorteile anderen Häftlingen gegenüber, die Nazis planen einen Schauprozess nach Kriegsende gegen ihn. Ende 1944 wird er in das KZ Dachau verlegt.<br />
Am 9. April 1945, zwanzig Tage vor der Befreiung des Lagers wird Elser auf direkten Befehl Heinrich Himmlers im KZ Dachau ermordet. Die Tat wird direkt während oder kurz nach einem Luftangriff ausgeführt; in den Akten soll stehen, daß er während des Angriffs tödlich verletzt wurde. Tatsächlich bleibt aber ein Brief des Gestapo-Chefs Heinrich Müller an den Lagerkommandanten, den SS-Obersturmbannführer Weiter, erhalten, der die Anordnung der Tat offenbart.<br />
Die Spekulationen im In- und Ausland gehen zunächst von einer Verschwörung aus. In Deutschland wird offiziell das Gerücht verbreitet, der englische Geheimdienst habe Elser angestiftet. Selbst als Elsers alleinige Täterschaft geklärt ist, wird er immer noch als ausführender Handlanger bezeichnet. Man will nicht öffentlich zugeben, daß ein einfacher Handwerker entschlossen und fähig war, allein eine solche Tat auszuführen. Im Ausland führte die Tatsache, daß das Attentat so knapp misslungen ist, zu der verbreiteten Meinung, die Nazis selbst hätten es inszeniert, um Hitlers &#8220;Bund mit dem Schicksal&#8221; zu beweisen um gegen ihre Feinde noch härter vorgehen zu können. Elser wird gar als ehemaliger SS-Mann und Werkzeug Hitlers bezeichnet.<br />
Schwäbische Präzisionsarbeit genießt nicht gerade die Sympathie des Verfassers. Und so viel Laissez-faire bei der Einhaltung des Zeitplanes seitens des österreichischen Postkartenmalers konnte bedauerlicherweise nicht erwartet werden. Somit blieb der Führer verschont. Elser wurde ermordet.<br />
Ob ein Gelingen des Attentats die deutsche Volksgemeinschaft zur Raison gebracht hätte darf allerdings getrost bezweifelt werden &#8211; nicht umsonst ist Elser weitgehend vergessen</p>
<p>Quellen: Georg Elser, das Attentat vom Bürgerbräukeller 1939, Dr. Bernd Kleinhans, Elser Gedenkblatt, Existenzgründer-Initiative Uni-Textbüro Stuttgart</p>
<p>Harry Bairfor</p>
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		<title>Scheuklappen auf und los! &#8211; von Harry Bairfor</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Dec 2003 10:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[eine exemplarische Antwort auf Helmut Loeven Da hat sich jemand viel Mühe gemacht. Das sollte gewürdigt werden. Es wird auch, da muss sich Helmut Loeven keine Sorgen machen, keinen &#8220;Trabbel&#8221; geben. Sondern lediglich einige für Herrn Loeven zweifelsohne &#8220;zynisch&#8221; anmutende &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=276">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>eine exemplarische Antwort auf Helmut Loeven</strong><br />
Da hat sich jemand viel Mühe gemacht. Das sollte gewürdigt werden. Es wird auch, da muss sich Helmut Loeven keine Sorgen machen, keinen &#8220;Trabbel&#8221; geben. Sondern lediglich einige für Herrn Loeven zweifelsohne &#8220;zynisch&#8221; anmutende Erklärungen. Beispielsweise über die ihm &#8220;unbegreiflich(e) &#8230; unheilige Allianz von &#8220;Antiimps&#8221;, Nationalrevolutionären, Islamisten und Antisemiten, die man auf manchen Demonstrationen besichtigen kann.&#8221;<br />
Beispielsweise auf Demonstrationen die (mit)veranstaltet werden von denen, die Loeven zu verteidigen angetreten ist. Weiterhin beabsichtigt der Autor in der für ihn typischen Art und Weise seine Scheuklappen auf zu ziehen und &#8220;simplere Weltformeln&#8221; auf zu zeigen als die, die Helmut Loeven benötigt, um seine unzureichende Kenntnis der Dialektik von Antisemitismus, Antizionismus und Antiamerikanismus zu verschleiern.<br />
Der Autor ist ganz zweifelsohne zu den &#8220;missratenen Kindsköpfe(n) und &#8220;Dumme(n) Jungen(s)&#8221; zu zählen.<br />
Deshalb ist er auch darauf angewiesen sich auf begabtere Kritiker als er selbst einer ist zu berufen.<br />
Außerdem möchte er &#8220;ausprobieren, wie weit (er) es mit (seiner) Dummfrechheit treiben (kann), ohne sich Maulschellen einzufangen. &#8221;<br />
&#8221; Linken Antisemitismus&#8221; &#8211; kann es das überhaupt geben?. Nein. Kann es nicht.Es gibt keinen linken Antisemitismus. Es gab ihn nie und wird ihn auch nie geben. Weil es ihn nicht geben kann. Antisemitismus ist immer rechts. Das ist nähmlich Definitionssache.&#8221; &#8230; &#8220;Was es allerdings geben kann, ist Antisemitismus unter Linken, präziser: unter sich als links Deklarierenden, so wie es etwa auch einen Wolf im Schafspelz geben kann.&#8221;<br />
So weit, so richtig. Nun kann man aus dieser Erkenntnis allerdings unterschiedliche Schlussfolgerungen ziehen. Da wäre die, sagen wir sozialarbeiterische, Variante des Herrn Loeven, der &#8220;in den linken Organisationen über Antisemitismus &#8230; reden (will) um &#8220;Versäumnisse von Jahrzehnten aufzuarbeiten &#8230;&#8221;. und sich dabei gewiss ist &#8220;Wer uns da keinen Schritt weiterbringt.&#8221; Man kann aber auch den &#8220;Antisemitismus unter Linken, präziser, unter sich als links Deklarierenden&#8221; als eben solchen kritisieren. Das es wesentlich die antideutsche Tendenz war und ist, die von diesem Standpunkt aus eine Diskussion unter die hiesige Linke gebracht hat unter Berufung auf Jean Amery u. A., negiert Loeven selbstverständlich. Loevens Intention, denjenigen Marxisten, die bis heute den Nationalsozialismus mit Dimitroff zu erklären versuchen, mit aufklärerischen Mitteln bei zu kommen, sei an dieser Stelle viel Glück gewünscht. Funktionieren kann das aber nur, wenn man begreift, daß der Antizionismus nicht mehr als eine aktuelle Erscheinungsform des Antisemitismus darstellt, (1), das der Antizionismus den strukturellen Antisemitismus der bürgerlichen Gesellschaft reproduziert.<br />
Dieser Zusammenhang verbindet die &#8220;unheilige Allianz von Nationalrevolutionären, Islamisten und Antisemiten&#8221; und nicht etwa wie Loeven vermutet, das (der Begriff) Antiimperialismus zu Antiimp zusammenschrumpft. (sei).<br />
Und deshalb ziehen &#8220;Manche Leute &#8230;eine simple Konsequenz: Weil Holocaust darum Israel. Punkt&#8221; Allerdings.<br />
In einer nationalstaatlich konstituierten Welt blieb den Überlebenden des Holocaust keine andere vernünftige Wahl als die Durchsetzung eines eigenen, vor allem wehrhaften, Staates. Und wenn Loeven und seine friedensbewegten Freunde an Israel Sharon kritisieren, kritisieren sie eben diese Wehrhaftigkeit des Staates Israel, ohne die er in einer Umwelt von Staaten, die ihn zerstört sehen wollen, keine Voraussetzung zur Existenz hätte.<br />
&#8220;Blicken wir auf die Zeit seit 1945 zurück: Kein Feind der USA war je so brutal, so skrupellos und so gefährlich wie es die USA selbst sind, deren Politik eine Blutspur durch die Zeitgeschichte zieht. Was zählen da schon die eingestürzten Türme des World Trade Center und die unter ihnen begrabenen 3000 Menschen.<br />
Blicken wir in die Gegenwart: Das, was die USA gegenwärtig in der Weltpolitik aufführen, müsste natürlicherweise einen Aufschrei nach sich ziehen, mit dem verglichen die verhaltene Skepsis ein leises säuseln wäre.<br />
Verhaltene Skepsis, leises Säuseln. Dieser Mann lebt als Eremit. Sonst hätte er mitbekommen können, wie Schröder und Fischer gegen &#8220;(d)as, was die USA gegenwärtig in der Weltpolitik aufführen&#8221; säuseln. Wie die Antiglobalisierungsbewegung, vor der das jüdische Viertel von Rom während einer Demonstration von der Polizei geschützt werden musste, wie in Pjöngjang und Tripolis ein &#8220;Aufschrei&#8221; erklingt.<br />
Wer aber den Deutschen und ihren Verbündeten gegen die USA ernsthaft pazifistische Motive unterstellt, sei an die Rolle Deutschlands im Jugoslawienkrieg erinnert. Der aktuelle Friedenswille dokumentiert nichts anderes als den Wunsch, den nächsten Krieg allein führen zu wollen.<br />
Eine Weltordnung zu etablieren, in der das deutsch geführte Europa dafür nicht mehr die Unterstützung oder Zustimmung der USA braucht.<br />
Aber, man ist ja schließlich nicht antiamerikanisch, oder nur da wo es unbedingt sein muss, die USA bieten dem deutschen Linken auch etwas:<br />
&#8220;Zum besten, was die amerikanische Kultur in den letzten Jahrzehnten geleistet hat, gehören das Zerfetzen der Nationalhymne durch Jimi Hendrix beim Woodstock &#8211; Festival, die frühen Texte von Zappa und Filme wie Taxi &#8211; Driver und Apokalypse Now, also lauter so Sachen, die in einer bestimmten linken Presse als Antiamerikanismus bezeichnet würden.&#8221;<br />
Nun scheint Herr Loeven ein exellenter Kenner &#8220;einer bestimmten linken Presse&#8221; zu sein, woher er allerdings die Auffassung nimmt, diese wende sich mit dem Vorwurf des Antiamerikanismus gegen die in seinem Zitat genannten Musiker und Schauspieler bleibt sein Geheimnis.<br />
Vielmehr verhält es sich so, dass die USA, eben weil aus ihnen ein Hendrix, ein Zappa, ein de Niro und ein Brando und kein Rühmann entspringen konnten, gegen die hiesigen kulturellen Anmutungen zu Verteidigen sind. Damit nur bloß kein Zweifel aufkommt, Loeven kriegt den Dreh schon wieder: &#8220;Wer sich an die Formierte Gesellschaft der 50er und 60er Jahre noch erinnern kann, der argwöhnt wohl mit Recht, dass dieses Land nicht durch zuviel Antiamerikanismus, sondern durch zuviel Proamerikanismus zu schanden werden konnte.&#8221;<br />
Da formieren die Amis frecher weise die deutsche Nachkriegsnazigesellschaft und machen sie damit zu Schanden. Wo es doch gerade vor Demokraten und Kommunisten nur so wimmelte, die mit den Kriegsverbrechern abrechnen wollten, die die Bedingung zur Möglichkeit einer Wiederholung von Auschwitz aufheben wollten &#8211; und dann &#8211; dieser entsetzliche Proamerikanismus. Wer so denkt, dem ist nicht zu helfen. Nicht einmal von</p>
<p>Harry Bairfor, Inquisitor und Simplifizierer der Antifa Duisburg</p>
<p>Alle Zitate aus: &#8220;Chauvinisten im Stimmbruch&#8221;, von Helmut Loeven, Trend online, Januar 2003 (1) Poliakov, Leon in: Vom Antizionismus zum Antisemitismus, Freiburg 1992, S. 151</p>
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		<title>ordinary antifascist german &#124; Harry Bairfor</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2003 10:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Konflikt im Nahen Osten ist längst keine >Spirale der Gewalt< mehr. Er ist heute eine organisierte Terrorkampagne, ja eine Kriegserklärung aller palästinensischen Fraktionen gegen den Staat Israel geworden." (Paul Spiegel in "Die Welt" vom 2.4.2002) Das und noch viel &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=281">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Konflikt im Nahen Osten ist längst keine >Spirale der Gewalt< mehr. Er ist heute eine organisierte Terrorkampagne, ja eine Kriegserklärung aller palästinensischen Fraktionen gegen den Staat Israel geworden." (Paul Spiegel in "Die Welt" vom 2.4.2002)<br />
Das und noch viel mehr. Von wenigen Ausnahmen abgesehen unterstützen nahezu alle arabischen Staaten und deren Bevölkerungen den Kampf gegen die Existenz Israels - ideell sowieso, denn er war immer schon das Bindeglied welches den arabischen Nationalismus verbrüderte - aber auch materiell. Seien es Waffenlieferungen für die Hisbollah aus Syrien, seien es Renten für Märtyrerfamilien aus dem Irak oder Libyen usw.<br />
Weltweit wird der Kampf gegen Juden mit dem Konflikt im Nahen Osten legitimiert. In Essen wurde die ehemalige Synagoge und jetzige Gedenkstätte angegriffen, in Marseille eine Synagoge abgebrannt. Angriffe auf Juden und jüdische Einrichtungen sind längst Normalität. Bei der UNO Konferenz gegen Rassismus in Durban wird der Zionismus zum Rassismus erklärt, Möllemann (FDP) berichtet vom israelischen Staatsterrorismus und Mahler (NPD) freut sich über einen Angriff auf die Türme des >jüdischen Mammons<. Weitere Beispiele aufzuzählen erübrigt sich, weil jeder der es wissen will, es weiß und jeder der es nicht wissen will sein Bewusstsein ohnehin hermetisch abgeriegelt hat.<br />
Was aber haben diese Beschreibungen von weltweitem Antisemitismus verschiedenster Provenienz, der immer seltener als Antizionismus getarnt auftritt, mit der Antifa zu tun.<br />
- alles, weil jede linke Bewegung nach 1945, die nicht im Kern ihrer Gesellschaftskritik auf die Schoah reflektiert, die nicht den Zusammenhang von Warenvergesellschaftung und dem pathischen Zwang zur Ausmerzung des Nicht-Konkreten als dessen Inkarnation &#8220;der Jude&#8221; herhalten muss, obsolet geworden ist<br />
- alles, weil der Antisemitismus vergleichbar einer Art Naturgesetzmäßigkeit aus den unverstandenen Verkehrsformen des Kapitals entspringt, und bis zur Einlösung des Versprechens einer staaten- und klassenlosen Weltgesellschaft auch die Linke aus ihrem Scheitern heraus keine Alternative zu dem Staat Israel, der als einziger die Sicherheit der Juden in einer nationalstaatlich organisierten Welt garantieren kann, zu bieten hat<br />
- nichts, weil die Antifa außer konsequenzlosen Bekundungen davon wenig bis gar nichts kapiert hat.<br />
Nie nach der Zerschlagung Nazideutschlands mitsamt seiner Hilfsvölker vom Baltikum über das Kosovo bis nach Palästina &#8211; war das Leben von Juden in Israel aber auch überall sonst auf der Welt so bedroht wie heute. Auch das ist kaum bestreitbar, zumindest nicht mit Argumenten.<br />
Was aber tut die Antifa? Das was sie immer tut, wenn ihr der Inhalt und Wille zur Positionierung fehlt. Sie beleuchtet den Konflikt, manchmal ekelhafterweise auch den Antisemitismus, von allen Seiten. Wägt das pro und contra ab und findet Gutes wie Schlechtes &#8211; bekämpfenswertes und tolerierbares &#8211; auf allen Seiten, aus jeder Sicht mit viel Enthusiasmus und wenig Hirn. So kommt die Antifa zu allem, nur nicht zum Punkt &#8211; zumindest zu keinem kommunistischen Standpunkt. Denn welcher könnte das sein, wenn nicht einer, der sich ohne wenn und aber hinter jene stellt, die von Antisemiten ihrer Vernichtung zugeführt werden sollen? Und somit abseits jeder den Antisemiten jedweder Couleur zuspielenden Kritik sich enthebt.<br />
Nein, dazu reicht es bei &#8220;der Antifa&#8221; nicht. Die Hoffnung das es auch heißen könnte &#8220;noch nicht&#8221; wollen wir nicht ganz aufgeben &#8211; man wird sehen.<br />
Aber solange sich die Antifa gegenüber Juden wie eine arische Gouvernante aufführt, die selbst dann wenn es um alles geht, nichts besseres als zu Nörgeln weiß, dürfte die Frage ob Antifa Avantgarde sein kann oder intellektuelle Regression bleibt, zugunsten Letzterem entschieden bleiben.</p>
<p>Harry Bairfor</p>
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		<title>Franz Dobler &#8211; THE BEAST IN ME &#124; Harry Bairfor</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2003 10:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Johnny Cash &#8211; und die seltsame und schöne Welt der Countrymusik Musikerbiographien sind meist Liebeserklärungen an den beschriebenen Musiker &#8211; das ist bei &#8220;THE BEAST IN ME&#8221; nicht anders. Für die, die Country hassen, weil er aus den Staaten kommt &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=288">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Johnny Cash &#8211; und die seltsame und schöne Welt der Countrymusik</strong><br />
Musikerbiographien sind meist Liebeserklärungen an den beschriebenen Musiker &#8211; das ist bei &#8220;THE BEAST IN ME&#8221; nicht anders. Für die, die Country hassen, weil er aus den Staaten kommt ist das Buch nicht geeignet. Eben so wenig wie Cash selbst. In den 60er Jahren gab es in Deutschland eine Country-Schlager-Welle zum Mitklatschen. Udo Jürgens mit: `Komm, leg die Knarre weg` (nach Cashs Nr. 1 Hit `Don`t Take Your Guns To Town`) war wohl die Spitze, der Rest wollte `nen Cowboy als Mann. In den 70ern kamen Truckstop und schraubten ihren Karneval_Country derart in die Köpfe, dass diese Spielart bis heute das Bild von Country beherrscht &#8211; in Deutschland. Das Gerücht, Country wäre der Schlager der Amerikaner (oder so etwas wie Volksmusik) , hält sich sogar noch besser als das von Cashs Indianerabstammung. Das Erträglichste in diesem Musikcountrystadl sind Bands, die einfach nur Klassiker covern, ohne ein deutsches Wort. Da ist man schon dankbar. Für diejenigen aber, die über Country im Allgemeinen und über John R. Cash im Besonderen mehr erfahren wollen als hier zu lande üblich ist bietet das Buch einiges.<br />
Im Gegensatz zu vielen anderen Biographen kommt Dobler ohne eine Aneinanderreihung von Plattentiteln und deren Verkaufszahlen aus, bietet dafür aber in insgesamt sieben Kapiteln einen Einblick in die Verschränkung gesellschaftlicher Bedingungen und Entwicklungen mit der musikalischen Genese Cashs.<br />
Dessen Leben und Interpretation von Country beschreiben nicht weniger als das Glücksversprechen des aufgeklärten Staates USA wie auch die notwendige, aus innerem Zwang sich speisende, Wiederkehr ihres Scheiterns und die daraus resultierenden Erniedrigungen menschlichen Zusammenlebens.<br />
&#8220;Seine Vorfahren lebten in Schottland, ihr Name wurde Caesche geschrieben. Auf ihrem Wappen stand Better Times will come. Der erste Cash, der sich auf dem Kontinent, den Kolumbus entdeckt zu haben glaubte, niederließ in der Hoffnung auf bessere Zeiten, hatte als Kapitän mit seinem Schiff Pilger über den Atlantik gesegelt. 1667 blieb er in Massachusetts. Seine Nachfahren wanderten immer weiter nach Süden. Cashs Urgroßvater kämpfte im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 für die Konföderierten. Als er und seine Familie nach Kriegsende nur noch ihre nackten Leben hatten, zogen sie westwärts und ließen sich in Arkansas am Mississippi nieder. Dort wurde John R. Cash am 26. Februar 1932 in Kingsland geboren. Das R. stand für keinen Namen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Better times will come&#8221;.<br />
Treffender kann Hoffnung nicht beschrieben werden.<br />
Breiten Raum nimmt Cashs ambivalentes Verhältnis zum Nashville Country Establishment ein. Er unterschrieb nach seinem Weggang von Sun Records, dem (zurecht) selbst ernannten &#8220;Bithplace of Rock n Roll&#8221;, wo er Zugang fand zu afro-amerikanisch geprägter Musik wie Spirituals, Blues, Ragtime, Jazz und Rhythm`n`Blues, einen Vertrag beim Musikmulti Columbia. Dort blieb er 28 Jahre.<br />
Anfang der 90er zeichneten Cash und Rick Rubin einen Kontrakt mit Rubin, der mit der &#8220;Entdeckung&#8221; der Beasty Boys für Furore gesorgt hatte, aber im Country alles andere als eine Größe war, verwirklichte mit Cash einige Projekte für die Columbia nicht zu haben war. Sein endgültiger Abschiedsgruß ans Country-Establishment bestand aus einer Anzeige, die er zusammen mit American Recordings für 20 000 Dollar im Branchenblatt &#8220;Billboard Magazine&#8221; schaltete: Links oben stand folgender Text:&#8221;American Recordings and Johnny Cash would like to acknowledge the Nashville music establishment and country radio for your support&#8221;. Das Bild zeigte Cash mit ausgestrecktem Mittelfinger.</p>
<p>Und um euch &#8220;THE BEAST IN ME&#8221; schmackhaft zu machen abschließend noch ein Zitat:<br />
&#8220;Die Kleinstadt ist bekannt, weil hier Adolf Hitler nach seinem missglückten Putschversuch vom 9. November 1923 neun Monate in einem etwas strenger geführten Hotel verbracht (was offiziell Festungshaft genannt wurde) und Rudolf Heß den ersten Band von diktiert hatte. Der Gefängnisdirektor berichtete der Münchner Staatsanwaltschaft von einem Österreicher mit deutschen Tugenden, &#8230; Das US-Militärgericht hatte aus diesen Fehlern gelernt: Am 7. Juni 1951, einem Monat vor Cashs Ankunft in Landsberg, wurden einige Kriegsverbrecher final entnazifiziert.. &#8230; In der Stadt demonstrierten Deutsche gegen die Vollstreckung: Zum Zeichen von Protest und Solidarität stiegen Wirtschaftsgrößen, die schon während der barbarischen Zeit ihre Führungsqualitäten bewiesen hatten, im besten Hotel der Stadt ab. In der Bar des Hotel Goggl spielte bald darauf gelegentlich eine Combo, zu der der beste Funkabhörspezialist am Ort gehörte.<br />
Weil sie einen Sinn für rauen Humor hatten und Spaß an Schlägereien mit jungen deutschen Männern und auch musikalisches Einschätzungsvermögen, nannten sie sich The Landsberg Barbarians.&#8221;</p>
<p>ISBN3-88897-302-3</p>
<p>Harry Bairfor</p>
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		<title>Al-Terz-al-Tawhid &#8211; Linksdeutsche für Rechtsislamische &#124; Karl Selent</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Aug 2003 10:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Al-Terz-al-Tawhid &#8211; Linksdeutsche für Rechtsislamische Die autonome Stattzeitung &#8220;Terz&#8221; hat es mit einer hiesigen, mutmaßlichen Gruppe der islamistischen Terrororganisation al-Tawhid Ein Jahr und sechs Monate, seit dem ersten Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf am 24. Juni 2003, mochte die &#8230; <a href="http://www.3d.antideutsch.com/?p=291">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Al-Terz-al-Tawhid &#8211; Linksdeutsche für Rechtsislamische</strong><br />
Die autonome Stattzeitung &#8220;Terz&#8221; hat es mit einer hiesigen, mutmaßlichen Gruppe der islamistischen Terrororganisation al-Tawhid</p>
<p>Ein Jahr und sechs Monate, seit dem ersten Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf am 24. Juni 2003, mochte die örtliche autonome Stattzeitung &#8220;Terz&#8221; den zweigeteilten Prozeß gegen eine mutmaßliche Gruppe der islamistischen Terrororganisation al-Tawhid nicht beachten, nur um jetzt in einer kleinen Meldung unter der Rubrik &#8220;Lausige Zeiten&#8221; zu berichten, &#8220;kaum beachtet&#8221; laufe in der Landeshauptstadt &#8220;schon seit Wochen&#8221; ein Prozeß gegen Islamisten.<br />
Das linksradikale Blättchen macht sich Sorgen, daß in der Regel &#8220;allein das Wort Islamist&#8221; ausreiche, um &#8220;sich nicht weiter mit den Angeklagten und den Prozessen auseinanderzusetzen&#8221;. Man erfahre bloß &#8220;durch Zufall von den Haftbedingungen, denen sie unterliegen&#8221;. Mohamed D. sitze in &#8220;Isolationshaft&#8221; und erhalte &#8220;kein Taschengeld&#8221;. &#8220;Nach der neuesten Schikane des Staatsschutzsenats&#8221; dürfe er &#8220;nicht mehr seinen Gebetsteppich und seinen Kamm zur Reinigung vor dem Gebet mitnehmen&#8221;. (12/04)<br />
Wessen aber die Mitglieder der Gruppe angeklagt sind, wollen die Redakteure der &#8220;Terz&#8221; (u.a. der langjährige Konkret-Autor Jan Pehrke, Jungle-World-Autor Alex Häusler sowie ein Gegenstandpunkt-Mensch) lieber nicht berichten. Dies muß also hier geschehen. Sie sind angeklagt, Bombenanschläge auf Juden und jüdische Einrichtungen vorbereitet zu haben. In Berlin auf das Jüdische Gemeindezentrum. In Düsseldorf auf eine Diskothek und eine Kneipe, erstere, weil die Gruppe meinte, sie werde von Juden besucht, letztere, weil die Gruppe meinte, sie werde von einer Jüdin betrieben und von Homosexuellen besucht.<br />
Wer seine Leser über solche Anklagevorwürfe gegen mutmaßliche Angehörige einer islamistischen Terrororganisation nicht informieren will, von dem sollte nicht verwundern, daß er dort zugange ist, wo auch Hamas, Hizbullah und die Baath-Partei sich tummeln: auf der Friedensdemonstration. (siehe z.B. hier)<br />
Längst sind die Terz-Redakteure auf das Niveau ihres linksregressiven Publikums hinabgesunken, aus dem auch jener islamsolidarische Prozeßbeobachter kommt, der meint, unter Deutschen mit der T-Shirt-Parole &#8220;Fuck USA&#8221; herumlaufen zu können. lesen<br />
Thomas Meyer-Falk, die Informationsquelle des Blattes zu den Haftbedingungen der islamistischen Angeklagten, ein in den Knast eingefahrener Red Skin, betreibt im Internet die Nazifizierung des Staates Israel: der strebe eine &#8220;Vernichtung der PalästinenserInnen&#8221; an. Wo aber Ariel Sharon seine &#8220;Ausrottungspolitik&#8221; (!) in die Tat umsetzt, wollte der Gewährsmann der &#8220;Terz&#8221; nicht verraten. In Auschwitz-Ramallah?<br />
Daß so einer in der Rassenlehre sich auskennt, als Rassenbesserwisser sich hervortut (&#8220;auch die PalästinenserInnen sind Semiten&#8221;), ist niemandem in der Redaktion Anlaß, die Glaubwürdigkeit des Mannes in Frage zu stellen, geschweige denn auf Distanz zu ihm zu gehen. lesen<br />
Ohne eigene Prüfung und ohne weitere Diskussion wird dessen Ansicht übernommen, bei dem Gerichtsverfahren handele es sich um einen fingierten Kronzeugenprozeß. Genaue Angaben zu den Zeugenaussagen, zum Beweisverfahren und zum Verlauf des Prozesses jedoch meint die islamsolidarische Stattzeitung nicht machen zu müssen. Schon in der nächsten Ausgabe (Januar 2005) ist die Sache dem Blatt keine Zeile mehr wert.<br />
Obwohl eine abschließende Bewertung des Prozesses hier nicht möglich ist, läßt sich doch entsprechenden Zeitungsartikeln entnehmen, daß ernste Verdachtsmomente und Indizien gegen die Gruppe vorliegen. Abhörprotokolle belegen, daß ein Mitglied telefonisch Verbindung mit dem &#8220;Kontaktmann von Abu Mus&#8217;ab Zarqawi in Deutschland&#8221; hatte. (&#8220;Die Welt&#8221;) Zarqawi ist die international führende Figur von al-Tawhid. Die hiesige Gruppe besaß eine Pistole, (&#8220;FAZ&#8221;) und als sie über einen Telefoncode Handgranaten bestellte, griff die Polizei zu. (&#8220;Die Welt&#8221;) Sicher, die Beweislage wird in der Presse als &#8220;schwierig&#8221; beschrieben, (&#8220;FAZ&#8221;) und die Anklage basiert, außer auf den genannten Indizien, im wesentlichen auf den Aussagen eines Kronzeugen, doch mit dem Verweis auf ähnliche Verfahren gegen linksextremistische Gruppen von einem fingierten Prozeß zu sprechen &#8211; auf diese Idee kann nur ein zusammengeheftetes autonomes Blättchen kommen, zumal in einer so kleinen, so schlecht recherchierten Meldung. &#8220;Abstrus&#8221; und &#8220;widersprüchlich&#8221; seien die Aussagen des Kronzeugen, meint die &#8220;Terz&#8221;, ohne jedoch diese Behauptung mittels Zitaten zu belegen. Dabei wäre es für die Verteidigung relativ einfach, die Glaubwürdigkeit der Aussagen zu überprüfen. Wer angibt, er habe in Ausbildungslagern von Al Qaida in Afghanistan &#8211; Al Tawhid gehört zum Netzwerk von Osama bin Laden &#8211; die &#8220;Handhabung von Sprengstoff, Gift und Chiffrierung&#8221; gelernt, (WDR) der muß auch entsprechendes Spezialwissen zum Besten geben können.<br />
Ein Kronzeuge in einem Verfahren gegen die RAF oder die Revolutionären Zellen hatte viel zu gewinnen und nichts zu befürchten. Die Macht und Reichweite der genannten Gruppen war zu gering. In diesem Fall aber dürften in Deutschland und der Welt mehrere Dutzend islamistische Terrororganisationen mit Tausenden von Mitgliedern und Zehntausenden Sympathisanten einiges darum geben, den Mann in die Finger zu kriegen. Schon mußte er &#8220;in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen&#8221; werden, (WDR) und sein Anwalt berichtet: &#8220;Es wurde versucht, an ihn in der Justizvollzugsanstalt heranzukommen, was aber rechtzeitig verhindert werden konnte&#8221;. (&#8220;FAZ&#8221;) Gesetzt also den Fall, der Kronzeuge hat gelogen, um für sich eine möglichst kurze Haftstrafe zu erreichen, so hat er einen sehr hohen Preis dafür in Kauf genommen.<br />
An solchen Feinheiten hat die autonome Stattzeitung, die nur selten über das typische (links)deutsche Mittelmaß hinaus gekommen ist, kein Interesse. Überhaupt, warum wollte &#8220;Terz&#8221; locker mehr als ein Jahr nichts von der Angelegenheit wissen? Erst kaltschnäuzig die Frage ignorieren, ob eventuell die Jüdische Gemeinde wegen der möglichen Existenz einer antijüdischen, islamistischen Terrorgruppe in Düsseldorf beunruhigt und in Sorge ist (immerhin hat es in jüngster Vergangenheit einen Brandanschlag auf die Synagoge gegeben sowie am S-Bahnhof Wehrhahn einen verheerenden Bombenanschlag auf eine Gruppe von Juden), &#8211; und dann aber wegen läppischer paar Euro Taschengeld sich aufregen.<br />
Die Frage, ob es bei der hier in Rede stehenden Gruppe von Angeklagten eventuell um eine faschistische sich handelt, eine islamfaschistische nämlich, stellt sich einem Terzianer erst gar nicht. In seinem linksradikal-friedensbewegt-antiamerikanischen Weltbild existieren rechtsradikale Muslime bloß irgendwie schemenhaft, am Rande, jedenfalls irrelevant unter ferner liefen. Wer sie als Bedrohung wahrnimmt, ist ihm ein islamophober Rassist und Kriegstreiber. Es bestätigt sich, was man bereits vor 9/11 zu sagen wußte: Wer auf sich hält, hält Distanz zu &#8220;Terz&#8221;.</p>
<p>Karl Selent<br />
(ehemals Mitarbeiter von &#8220;Terz&#8221;, Rückzug aus der Redaktion, weil es in jeder Liebesbeziehung mehr Krach gibt als zwischen der &#8220;Terz&#8221; und einer nationalsozialdemokratischen deutschen Abschiebepartei, der PDS)</p>
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