Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit

Film
Bernd Reinink (Regie und Buch) ist anwesend
Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit

Bei „Lemmy Caution – Ermittlungen gegen die Wirklichkeit“ handelt es sich um einen surrealistischen, experimentellen Agentenfilm im Stil von Godards Alphaville (dem auch die Hauptfigur Lemmy Caution entlehnt ist) und dem Film noir der 40er Jahre (Schwarzweiß, Format: Mini-DV, Länge: ca. 73 Minuten, in Berlin von einer unabhängigen Student(inn)enfilmgruppe gedreht im Sommer 2004).

Geheimagent Lemmy Caution kommt nach Berlin, um Ermittlungen gegen die kapitalistische Wirklichkeit aufzunehmen. Er soll herausfinden, warum die Menschen an Verhältnissen kleben, die für die meisten von ihnen nur Leid, Elend und Not bereithalten. Die deutsche Abwehr, die ihn schon erwartet, schickt Lemmy ihre Agenten auf den Hals. Mit ihnen wird er spielend fertig, nicht aber mit der geheimnisvollen Doppelagentin Svobodnaja Ljubova. Eine vermeintliche Spur führt in die Villa des Großindustriellen Bertotti (hinter dem sich der Chef der deutschen Abwehr, Hermann Müller-Goebbels, verbirgt). Durch den Verrat Svobodnajas gerät Lemmy dort in eine Falle. Doch in letzter Sekunde schlägt sie sich auf Lemmys Seite und rettet ihm das Leben. Als Lemmy, der sich Hals über Kopf in ein anderes Mädchen verliebt, seinen Auftrag aus den Augen verliert, erschießt ihn Svobodnaja, um sich – ihrer eigenen Eifersucht gewahr werdend – „ihre Freiheit zu bewahren“. Sterbend sinniert Lemmy über seinen Grundirrtum, eine mächtige, alles steuernde Organisation dort erwartet zu haben, wo überpersönliche Verhältnisse walten.

Produktion: Gruppe Slatan Dudow

Regie & Buch: Bernd Reinink
Kamera & Schnitt: Alexander Fuchs

Darsteller: Andreas Schreyer (Lemmy Caution)
Melanie Krabs (Svobodnaja Ljubova)
Oliver Witte (Hermann Müller-Goebbels)

Länge: 73 Min.
Format: Mini-DV, 16:9, Schwarzweiß
Premiere: 2005 (Dreharbeiten Sommer 2004)

Info zur Gruppe: Das Filmkollektiv Gruppe Slatan Dudow – Filme gegen Deutschland existiert seit 2002 und besteht aus StudentInnen der Berliner Universitäten (HU, FU) sowie SchülerInnen bzw. AbsolventInnen der Ernst-Busch-Hochschule für Schauspiel­kunst bzw. des Europäischen Theater­instituts (ETI).
Bisherige Produktionen: They, the people (2002, Mini-DV, 4 Minuten) und Faux frais (2003, Mini-DV, 15 Minuten).

Do. 22.09.2005, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg

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