Die Nacht der Vernunft
Überlegungen zur Sozialpsychologie des islamisierten Subjekts

Donnerstag, 5. April 2012, 20:00 Uhr, Druckluft, Am Förderturm 27, Oberhausen
Eintritt frei

GRUPPE MORGENTHAU (Frankfurt a.M.)
Vortrag & Diskussion

Die politökonomische Realität des Vorderen Orients ist bis zum heutigen Tag von einer speziellen Art von Günstlingswirtschaft geprägt, die der Vermehrung individuellen Vermögens klare Grenzen setzt, den Egoismus zu einer riskanten Angelegenheit macht und einen stets wiederkehrenden Zyklus autoritärer Erhebungen motiviert. Privates Eigentum bleibt von den Kalifaten über das osmanische Reich bis hin zur Willkürherrschaft der auf dem System der Ölrente errichteten arabischen Despotien unmittelbarer Herrschaft ausgesetzt. Alles Wirtschaften und Regieren unterliegt zudem religiösen Vorbehalten und Kontrollen. Ökonomie, Politik und Religion durchdringen einander, so daß von einer Trennung in unterschiedliche Sphären keine Rede sein kann. Dementsprechend scheinen die Todesangst gegenüber einem strafenden und unnahbaren Vater sowie eine dem Bedürfnis nach Kompensation ihrer untergeordneten Stellung als Frau entspringende narzißtische Täuschung durch die Mutter den im islamischen Familienverband Heranwachsenden an einer eigenständigen und rationalen Auseinandersetzung mit der Welt zu hindern und statt dessen zur Unterwerfung unter den Willen des Vaters und das von diesem repräsentierte Phantasma eines allmächtigen Gottes zu prädisponieren. Dem Heranwachsenden gelingt der Ausgang aus der Unmündigkeit der verwirrenden Mutter-Kind-Dyade nur durch das Selbst-Opfer einer globalen Identifikation, welche den antiautoritären Affekt in verliebte Hörigkeit transformiert, indem die tabuisierten Regungen stellvertretend an Anderen bekämpft werden.

Die Website der Gruppe Morgenthau ist unter www.gruppemorgenthau.com/ erreichbar.

Eine Veranstaltung der Antifa3D

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